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FOS/BOS voll im Kostenrahmen

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Traunstein – Die 2009 vom Landkreis beschlossene Generalsanierung der Fach- und Berufsoberschule Traunstein kommt plangemäß voran. Die Kosten liegen mit voraussichtlich 12,64 Millionen Euro brutto fast im gesteckten Rahmen, berichtete Rasmus Dotzler von der Bietergemeinschaft Lechner & Lechner Architekten, Bernhard Heid Architekten und Architekturbüro Atelier 13 dem Kreisausschuss in dessen jüngster Sitzung.


Die Baustelle läuft nach ersten Arbeiten im Jahr 2010 mittlerweile seit knapp zwei Jahren im Hochbetrieb. Es gab zwar Beeinträchtigungen des Schulbetriebs, doch seien die mit viel gutem Willen aller Beteiligten gut bewältigt worden. Das bestätigte auch Landrat Siegfried Walch aus einem Telefonat mit der Schulleitung.

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Dotzler meinte, der Bestandsbau von 1976 sei »relativ rüstig«, habe jedoch einiger Erneuerungen bedurft wie umlaufender Fluchtbalkone, einer Verbesserung der Gebäudehülle auf einen zeitgemäßen Energiestandard und kleinerer Dinge wie sanierte Fachräume und angepasste Oberflächen. 2010 seien erste Maßnahmen erfolgt im Zuge des Erweiterungsbaus. 2013 sei mit der Generalsanierung der Gebäudehülle begonnen worden, 2014 mit der Sanierung der West- und Ostseite sowie der Fachräume. Die Fassade sei durch großflächige Verglasung aufgelockert worden. So könne »das Innere nach außen dringen«.

Ausschreibungen für Südtrakt-Sanierung im Gange

Auf Fragen von Willi Geistanger, Bündnis 90/Die Grünen, und Waltraud Wiesholler-Niederlöhner, SPD, ergänzte er, auch für Sonnenschutz sei gesorgt – durch Sonnenschutzglas, automatische Beschattung, ausfahrbare Markisen und zusätzlichen Schatten aufgrund der Fluchtbalkone.

2015 stehe die Sanierung des Südtraktes bevor. Die Ausschreibungen im Technikbereich seien weitgehend vergeben, die weiteren Ausschreibungen im Gange. »Wir wollen das sanierte Projekt mit Ende der Sommerferien 2016 an den Nutzer übergeben«, schloss er.

Ausführlich beleuchtete Dotzler die Kosten. Im Dezember 2014 seien durch eine Entscheidung des Landrats 81 000 Euro hinzugekommen für einen noch besseren Energiestandard. Der Landrat sprach von »geschenktem Geld: Das hat uns gleichzeitig einen um 227 000 Euro höheren Tilgungszuschuss eingebracht. Damit bekommen wir insgesamt 935 000 Euro Tilgungszuschuss«. Walch zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung und bezeichnete die Fach- und Berufsoberschule als »sehr wichtige Bildungseinrichtung«. Sie stehe für Durchlässigkeit im Schulsystem. Der Kreisausschuss nahm den Bericht »zustimmend zur Kenntnis«.

Aus nichtöffentlicher Sitzung hob der Kreisausschuss die Geheimhaltung auf für zwei Auftragsvergaben am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut. Das Gewerk »Dachdecker-Spengler« erhielt die Firma Haas in Spiegelau mit einer Auftragssumme von 181 381,85 Euro brutto. Mit einer Angebotssumme von 387 690,37 Euro brutto überzeugte die Firma AS Fassaden GmbH aus Gars beim Gewerk »Fassadenbekleidung«.

Zuschuss zu Waginger Kletterwand abgelehnt

Kein Widerspruch erhob sich gestern im Kreisausschuss zu dem Beschlussvorschlag, die auf den Landkreis Traunstein entfallenden Kosten für die Hagelabwehr zu übernehmen. Für die Saison 2013 entfielen auf Traunstein 10 309,70 Euro für 604 Flugminuten mit einem Verbrauch von 83 Litern Silberjodid. 2014 waren die Hagelflieger 304 Minuten über dem Landkreisgebiet im Einsatz und versprühten dabei 44 Liter Silberjodid bei Gesamtkosten von 5313,59 Euro.

»Keine Möglichkeit« sah der Kreisausschuss einhellig, einen Zuschussantrag des Alpenvereins Waging für eine rund 68 000 Euro teure Kletterwand zu befürworten. Der Verein machte eine Finanzierungslücke von 25 000 Euro geltend. Landrat Siegfried Walch begründete, bislang bezuschusse der Landkreis ausschließlich Einrichtungen, die auch die Schüler aus Schulen in seiner Trägerschaft nutzen könnten. Dies treffe für die Kletterwand nicht zu. Außerdem handle es sich um eine rein örtliche Einrichtung, für die der Kreis nicht zuständig sei.

Ein Zuschuss würde eine »freiwillige Leistung« bedeuten. Alle Fraktionen seien sich einig, im Haushalt 2015 keine zusätzlichen freiwilligen Leistungen zu finanzieren. Unabhängig davon sei »lobenswert, was der Alpenverein in Waging schafft«. Andererseits gebe es in allen 35 Gemeinden im Landkreis »lobenswerte Projekte«. kd

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