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Folker Schindlmayr verstorben

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Grassau. Wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag ist Folker Schindlmayr gestorben. Schindlmayr wurde am 13. Juni 1940 in Steinhöring bei Ebersberg geboren, besuchte in Marquartstein das Gymnasium und studierte Architektur. Bereits 1955 versuchte »Fox«, wie er liebevoll von den Pfadfindern genannt wurde, in Marquartstein mit gerade einmal 15 Jahren einen Stamm zu gründen, was aber scheiterte.


1959 dann legte er sein Pfadfinderversprechen mit dem Leitsatz »Jeden Tag eine gute Tat« ab und blieb diesem Versprechen sein Leben lang treu. Schließlich fand er 1971 zum Pfadfinderstamm Schwarzer Mustang und ist diesem 43 Jahre treu geblieben.

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Politisch engagierte sich Folker Schindlmayr in der Grassauer SPD. Von 1972 bis 1984 war er Marktgemeinderat und setzte sich auch hier für die Belange der Jugend ein. Besonders lagen ihm die Natur und auch die Erneuerbaren Energien am Herzen. So war Folker Schindlmayr auch an der Gründung des Bürgersolarkraftwerks beteiligt, das er in der Geschäftsführung von 2006 bis 2014 ehrenamtlich leitete. Mit dem Jugendförderpreis wurde Schindlmayr 2009 von der Marktgemeinde ausgezeichnet.

Schon früh verlor Schindlmayr seine erste Frau und musste mit dem kleinen Sohn alleine zurechtkommen. Doch das Glück kehrte zurück, als er seine zweite Frau Evi kennenlernte und dem Paar ein zweiter Sohn geschenkt wurde. Die Familie stand bei Folker Schindlmayr an erster Stelle und danach folgten sofort die Pfadfinder, die er bis zu seinem Lebensende begleitete.

Gesundheitlich angeschlagen, richtete er in jüngster Zeit seine Energie auf die Planung eines neuen Pfadfinderheims. Die Umsetzung ist ihm leider verwehrt geblieben. tb

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