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Förderzentrum erhält zehn Meter hohe Kletterwand

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Höhepunkt des diesjährigen Sommerfestes im Wilhelm-Löhe-Zentrum war die Einweihung der neuen Kletterwand. (Foto: Mix)

Traunreut. Wenn sich auf dem weitläufigen Gelände des Wilhelm-Löhe-Zentrums unzählige fröhliche Kinder und Familien tummeln, es in allen Ecken Spiele auszuprobieren gibt, dann ist Sommerfest. Höhepunkt der Feier war die Einweihung der neuen Kletterwand am Schulgebäude.


Für Schulleiterin Christa Rinner, die erst im September die Nachfolge von Hans Straßer antrat, war es das erste Sommerfest an ihrer neuen Wirkungsstätte. Weil sie an ihrer vorherigen Schule gute Erfahrungen mit einer Kletterwand gemacht hatte, hatte sie schon im Winter angeregt, auch am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum eine Kletterwand zu installieren. Dank großzügiger Spenden der Aktion Sternstunden, der Kreissparkasse sowie der Bürgerstiftung und weiterer Beiträge verschiedener Firmen konnte die Kletterwand in relativ kurzer Zeit realisiert werden.

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Rinner fasste zusammen, warum die Erfahrung des Kletterns für alle Kinder so wichtig ist: »Man muss sich überwinden, sich konzentrieren, jeden Schritt genau überlegen, sich Zeit lassen und am Ende, wenn man oben angelangt ist, hat man ein Riesenerfolgserlebnis, das das Selbstbewusstsein enorm stärkt.« Sie durfte auch als Erste vor Publikum die zehn Meter hohe Wand erklimmen, die verschiedene Schwierigkeitsgrade bietet. Nach der Leiterin folgten Kinder aus der Förderschule, die scheinbar spielend leicht die Senkrechte hinauf kletterten und sichtlich stolz waren.

Der evangelische Pfarrer Stefan Hradetzky und der katholische Diakon Uwe Kraus weihten die Kletterwand und betonten: »Wo Spiel, Sport und Spaß sind, da ist auch der liebe Gott.« Die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber fand es »enorm, was bei euch alles los ist« und wünschte allzeit unfallfreies Klettern. Vertreter der beteiligten Sponsoren zeigten sich begeistert von dem, was hier entstanden ist und wünschten den Schulkindern ebenfalls viel Spaß damit. Ein Vater meinte angesichts der neuen Kletterwand: »Da würde ich mir glatt wünschen, auch noch mal Kind zu sein.«

Einige Wagemutige unter den Besuchern konnten dann am Nachmittag gleich selbst ihre Kletterkünste ausprobieren, stets gut gesichert von geschulten Lehrern. Auch das übrige Programm mit Spielen, Informationen und Unterhaltung fand großen Anklang. An der Spielstraße konnten die Kinder malen, einen »Führerschein« mit Kettcar oder Bobbycar erwerben, sich verkleiden und fotografieren lassen, Pfannkuchen backen, in Bierkisten den Hang hinunterrutschen, Minigolf spielen, Stockbrot backen und vieles mehr. Auf dem Vorplatz präsentierten sich Einrichtungen und Vereine aus der Region, darunter die Bergwacht, das Rote Kreuz und die Polizei. Für die Verköstigung der Gäste sorgte die Küche des Heimes. Die Theatergruppe hatte wieder ein Schwarz- und Buntlichttheater einstudiert.

Neben den Schülern, die mit ihren Familien kamen, kommen auch immer gern Besucher aus der Umgebung. Für ehemalige Schüler oder Heimbewohner immer eine schöne Gelegenheit, mal wieder vorbeizuschauen und mit Lehrern oder Erziehern zu plaudern. Der eine oder andere berichtet dabei stolz, was er inzwischen aus seinem Leben gemacht hat. mix