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Förderung der Nachwuchskräfte war bei ihm »Chefsache«

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Besondere Ehrung zur Amtsübergabe: Christof Grundner (rechts), ab 12. April Kreisbrandrat für den Landkreis Traunstein, wurde mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Die hohe Auszeichnung überreichte der scheidende Kreisbrandrat Hans Gnadl (links). Landrat Siegfried Walch gratulierte. (Foto: Volk)

Traunstein – Ganz im Zeichen des bevorstehenden Amtsübergangs von Kreisbrandrat Hans Gnadl auf den neuen Kreisfeuerwehrchef Christof Grundner stand die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, die zugleich Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter ist. Gnadls Amtszeit als oberster Feuerwehrler im Landkreis Traunstein endet nach 17 Jahren am kommenden Mittwoch.


Obwohl es im Juli noch eine offizielle Verabschiedungsfeier geben wird, würdigten mehrere Redner die Verdienste des in den Feuerwehr-Ruhestand ausscheidenden Kreisbrandrates Hans Gnadl. Landrat Walch betonte, Gnadl habe in 17 Jahren währender Amtszeit große Herausforderungen angenommen und zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Er nannte die Einführung des Digitalfunks, die Realisierung der Integrierten Leitstelle Traunstein oder den Blaulichttag der Hilfs- und Rettungsdienste, den Gnadl erstmals initiierte.

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Vor allem aber lobte der Landrat Gnadls Engagement um die Jugendarbeit. Die jungen Nachwuchskräfte zu fördern und für das Ehrenamt in der Feuerwehr zu begeistern sei für den Kreisbrandrat besonders wichtig und »Chefsache« gewesen. Zudem habe Gnadl zahlreiche Großeinsätze als Einsatzleiter geführt, wie 2013 bei dem verheerenden Hochwasser in weiten Teilen des Landkreises. Mit seiner Art und Weise zu leiten und zu führen habe Gnadl den Feuerwehren einen überaus wertvollen Dienst erwiesen.

In seinen Dank schloss Walch auch Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein und die Kreisbrandmeister Alfred Waschin und Heinz Handrick ein, die wie Gnadl ebenfalls in den »Feuerwehr-Austrag« gehen.

Tittmonings Bürgermeister und Vertreter des bayerischen Gemeindetags, Konrad Schupfner, nannte Gnadl einen »zuverlässigen Partner der Kommunen«, auch wenn er als Kreisbrandrat nicht immer das gesagt habe, was die Bürgermeister gerne hörten. »Kreisbrandrat zu sein, das ist eine enorme Aufgabe, die sehr viel Leistung und Engagement erfordert«, betonte Schupfner. Gnadl sei das sehr gut gelungen, die Zusammenarbeit war ausgezeichnet.

Als »wunderbare Zeit«, in der Gnadl zum guten Freund geworden ist, bezeichnete Johann Bohnert, Leiter der Polizeistation Traunreut, die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Kreisbrandrat. Bohnert, der als Vertreter aller Hilfs- und Rettungsdienste sprach, bekannte zwar, dass man nicht immer gleicher Meinung war, doch alles sei kameradschaftlich besprochen und auf eine gemeinsame Basis gebracht worden.

Am Ende der Jahreshauptversammlung überreichte Hans Gnadl ein neues goldenes Namensschild mit dem Amtstitel »Kreisbrandrat« an seinen Nachfolger Christof Grundner, das dieser künftig an der Uniform tragen wird. Gnadl forderte die Versammlung auf, Grundner nach Kräften zu unterstützen und mit ihm gemeinsam das Feuerwehrwesen im Landkreis zu gestalten und voranzubringen. Gnadl sagte, er sei immer stolz darauf gewesen, Kreisbrandrat im Landkreis Traunstein sein zu dürfen. Seinen Nachfolger Grundner möge es ebenso ergehen. pv