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Fördermittel der EU für die Brücke Bibelöd

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Freude über den Förderbescheid bei Bauhofleiter Christian Diechler (von links), LEADER-Manager Sebastian Wittmoser, LAG-Geschäftsführer Kolja Zimmermann, Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm und Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler.

Ruhpolding. Im November 2008 starteten die fünf Gemeinden Bergen, Inzell, Reit im Winkl, Ruhpolding und Siegsdorf im Rahmen des Förderprogramms LEADER eine regionale Zusammenarbeit zur Stärkung der Bergregion im Landkreis Traunstein. Das EU-Programm »LEADER« setzt auf die Kraft der Gemeinsamkeit und der kooperativen Zusammenarbeit und leistet dabei insbesondere »Hilfe zur Selbsthilfe«.


Bisher wurden bereits 20 Vorhaben umgesetzt

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Aufgrund der wesentlichen Erfolgsfaktoren, einer breiten Bürgerbeteiligung, der Vernetzung und Zusammenarbeit von Akteuren, der Entwicklung innovativer Vorhaben sowie der Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen konnten im Landkreis bisher 20 regional bedeutende Vorhaben umgesetzt werden. Zum Erfolg führte der gemeinsame Gedanke, Potenziale und Ideen zu bündeln und einen deutlichen »Mehrwert« mit und füreinander zu erarbeiten.

Die beiden Bürgermeister Thomas Kamm (Siegsdorf) und Claus Pichler (Ruhpolding) erhielten kürzlich aus den Händen von LEADER-Manager Sebastian Wittmoser, Landwirtschaftsdirektor am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, stellvertretend für ihre Gemeinden und Arbeitsgruppen die Zuwendungsbescheide für zwei weitere, regional bedeutende Projekte.

Die Region zählt bayernweit zu den erfolgreichsten Förderregionen und hat bereits ein Jahr vor Ende des Programmes alle zur Verfügung stehenden Mittel von rund einer Million Euro ausgeschöpft.

Die Gemeinde Ruhpolding nimmt aufgrund ihrer flächenmäßig bedeutenden Ausdehnung und zentralen Lage in der Förderregion eine wichtige Rolle ein. Dies macht auch verständlich, warum die Gemeinde bisher die meisten Mittel von rund 300 000 Euro aus dem Förderprogramm schöpfte, so Kolja Zimmermann, Geschäftsführer der »Lokalen Aktionsgruppe« der fünf Gemeinden.

Neben den bereits in der Umsetzung befindlichen Projekten, dem Freigelände im Holzknechtmuseum/Laubau sowie dem Kulturprojekt Andreas Schwarzkopf/Urschlau, ist Ruhpolding zusammen mit den Nachbarn im Begriff, das weitreichende Wanderwegenetz deutlich zu überarbeiten und zu verbessern.

Orientierung für den Wanderer verbessern

Zusätzlich zur Beschilderung sollen zum Beginn des nächsten Jahres flächendeckend zentrale Ausgangspunkte mit Kartenwerken geschaffen werden, die für den Wanderer einen deutlichen Mehrwert an Orientierung in den Chiemgauer Alpen bedeuten.

In ihrem jüngsten Vorhaben ist es der Arbeitsgruppe um Bürgermeister Claus Pichler gelungen, für eine grundlegende Neugestaltung der Traunbrücke im Ortsteil Bibelöd rund 60 000 Euro an Fördermitteln zu sichern. Das Vorhaben kostet insgesamt netto 120 000 Euro. Zur Förderung kam es unter anderem, da die beiden langjährigen Sachgebietsleiter der Gemeinde, Christian Diechtler (Leiter des Bauhofes) und Martin Hasslberger (Kurdirektor), frühzeitig eine gemeinsame Planung anstellten.

Durch eine Neudimensionierung des Belages wird es möglich, eine ganzjährige Nutzung der Brücke für Fahrradfahrer und Wanderer zu ermöglichen und die Gemeinden und die Region im gemeinsamen Wegenetz optimal zu verknüpfen. Dieser »Mehrwert« für Bevölkerung und Gäste – so Sebastian Wittmoser – war dem Ministerium Argument genug, auch dafür den Höchstfördersatz aus dem LEADER-Programm bereitzustellen. FK