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Fluthelferabzeichen für Mitglieder des THW Traunstein

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Das Bild von der Ehrung der THW-Fluthelfer zeigt den Ortsvorsitzenden des Technischen Hilfswerks, Franz König (links), Oberbürgermeister Manfred Kösterke und den THW-Geschäftsführer Klaus Labitzke.

Traunstein. In der Mitgliederversammlung des Fördervereins des THW Traunstein überreichten Oberbürgermeister Manfred Kösterke und der Geschäftsführer der Geschäftsstelle Mühldorf des Technischen Hilfswerks, Klaus Labitzke, das Bayerische Fluthelferabzeichen an die beteiligten Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Traunstein. Kösterke bezeichnete das Hochwasser im Juni als ein Ereignis, das zum Nachdenken über den Klimawandel angeregt habe.


Er habe noch nie erlebt, dass der Chiemgau wegen des hohen Sättigungsgrades der Böden so unter Wasser gestanden sei. »Wir konnten froh sein, dass wir auf viele ehrenamtliche Kräfte zurückgreifen konnten, die aber auch überregional unterwegs gewesen sind.« Der Oberbürgermeister sprach ihnen den Dank im Namen der Bürger dafür aus, dass sie ihre Freizeit für die Rettung von Hab und Gut sowie für die Beseitigung von Schäden zur Verfügung gestellt haben. Die Bevölkerung könne froh und dankbar sein, dass sie unter anderem auf das THW mit seiner Ausbildung, Technik und Einsatzbereitschaft zurückgreifen konnte.

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Mit dem Fluthelferabzeichen geehrt wurden Andreas Bottesch, Markus und Tristana Eisenreich, Raimund Fischer, Markus Follmer, Gregor Grichtmaier, Robert Hübner, Bernhard Häusler, Christian, Christine, Franz und Wolfgang König, Ralf Kotthaus, Kurt Klemke, Christian Lederer, Maximilian Letschert, Franz Lindinger, Josef und Mario Maier, Simon Mayer, Dr. Erik Mille, Hans-Peter Oberhuber, Tamino Pecha, Michael Reichel, Sebastian Rockel, Franz Schmid, Michael Schröcker, Thomas Schwarz und Markus Stöger. In der dazu gehörigen Urkunde sprachen Ministerpräsident Horst Seehofer für die Bayerische Staatsregierung und Landtagspräsidentin Barbara Stamm für den Landtag den Helfern Dank und Anerkennung aus.

Schriftführer Hans Joachim Mille wies in seinem Rückblick auf 2013 auf die Landesversammlung der Helfervereinigung in Ingolstadt hin. Dort wurde erklärt, dass es viele Doppelbeschaffungen gebe. Die Feuerwehren seien oft mit den gleichen technischen Mitteln ausgestattet wie das THW. Das THW sei daher aufgerufen, mit den Entscheidungsträgern in der Politik darüber zu reden.

Probleme gebe es bei der Nachwuchsarbeit, weil dies zum einen ein allgemeines gesellschaftliches Problem sei und es zum anderen wegen des Wegfalls der Wehrpflicht keine Verpflichtungen mehr gebe. Zudem sei das THW vom Bund unterfinanziert. Deshalb müssten die Ortsvereine versuchen, mehr Geld durch Sponsoring außerhalb der Bundesmittel zu bekommen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.

Wolfgang König berichtete, dass der Ortsverband über 21 Junghelfer verfüge, die 41 Ausbildungsabende abgehalten hätten. Zwei wurden als Helfer in den aktiven Dienst übernommen. Von den Veranstaltungen nannte König zum Beispiel den Erste-Hilfe-Kurs, die Extraausbildung für das Leistungsabzeichen, die Einsätze am Zeltplatz des Kreisjugendrings in Schützing, die Unterstützung bei den Altpapier- und Altkleidersammlungen, den Tag des Kindes in der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule, den Einsatz beim Chiemgau-Cross in Ruhpolding, das Ferienprogramm der Stadt Traunstein und das Landesjugendlager. Alles in allem sei es ein relativ ruhiges Jahr gewesen, so das Fazit von König. Bjr