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Flächendeckender Breitbandausbau für Taching

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Taching am See – Die Gemeinde Taching am See erhält einen flächendeckenden Breitbandausbau. »Das ist eine wichtige und zukunftsweisende Entscheidung mit großer Tragweite«, hob Bürgermeisterin Ursula Haas während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hervor.


Michael Hierl vom Ingenieurbüro IKT aus Regensburg präsentierte dem Gremium das Konzept: »Die Ausschreibung ist mittlerweile abgeschlossen. Es ging ein Angebot von der Telekom ein, das eine hochwertige Breitbandversorgung bietet.« Geplant ist ein Ausbau mit Glasfasernetzen mit einer Leistung von bis zu 50 Megabit.

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Dazu müssen rund 35 000 Meter Kabel verlegt werden. »Gegenüber kupferbasierenden Leitungen ist Glasfaser das zukunftsfähigere Konzept. Es ist schnell, zuverlässig und die Kosten halten sich in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen«, erklärte Hierl den Unterschied. Über das Breitbandförderprogramm des Freistaats Bayern erhält die Seegemeinde einen Zuschuss von 80 Prozent. »Der Eigenanteil der Gemeinde ist bereits im Haushalt für 2016 veranschlagt«, ergänzte Kämmerer Bernhard Kraus. Abhängig vom Baufortschritt werde heuer voraussichtlich die Hälfte der Ausbaukosten anfallen. Die Auftragsvergabe erfolgte im nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

Darüber hinaus beschloss der Gemeinderat einstimmig, sich dem Leerrohrkonzept des Landkreises Traunstein anzuschließen. Werden in Taching am See künftig Neubau- und Gewerbegebiete erschlossen, Wasserversorgungs- und Entwässerungsleitungen realisiert oder Straßen ausgebaut, legt die Gemeinde Leerrohre für hochleistungsfähige Breitbandanschlüsse gleich mit. Bisher haben 20 Städte und Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt.

Wie Franz Röckenwagner, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See, erläuterte, strebt der Landkreis eine umfassende Breitbandversorgung seiner Kommunen an. Um Kosten zu sparen – die Erdarbeiten machen immerhin 70 bis 80 Prozent der Investitionssumme aus – sollen in Zukunft bei allen geeigneten Tiefbaumaßnahmen Leerrohre mitverlegt werden. In einem nächsten Schritt erfasst der Landkreis sämtliche verlegten Leerrohre und stellt diese Daten den Netzbetreibern zur Verfügung. mia