weather-image

Finanzlage ist das größte Problem

1.0
1.0

Ruhpolding. Eine Vision, Einsatz und klare Strukturen im Umgang mit den Bürgern sind nach eigener Aussage die Kernziele von Ruhpoldings CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Feil. Bei seinem Wahlkampfauftakt im Golfstüberl unter dem Motto »Auf a Wort mit dem Bürger« versprach der 47-Jährige im Falle seiner Wahl eine völlig andere Informationspolitik – vor allem angesichts der bedrohlichen Finanzlage Ruhpoldings.


Feil meinte, er habe in seiner Zeit als Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Schwierig sei für ihn und viele seiner Gemeinderatskollegen die oft undurchschaubare Informationspolitik des Bürgermeisters gewesen. »Oft hatten wir für wichtige Entscheidungen nicht genügend Vorlauf, um guten Gewissens abstimmen zu können, so etwa bei der Frage zu Olympia.«

Anzeige

Das größte Problem, dem er sich als künftiger Bürgermeister stellen müsse, sei die kritische Finanzlage der Gemeinde, sagte Feil. »Hier liegt vieles im Argen, deshalb sind Kreditaufnahmen verfänglich. Ruhpolding ist ein Sanierungsfall und deshalb muss der Schuldenabbau schnell gehen«, so Feil. Sollte er Bürgermeister werden, wolle er sich sofort einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage verschaffen und dann zusammen mit dem Gemeinderat ein Sanierungskonzept erarbeiten. »Dabei müssen wir die Bürger über jeden Schritt informieren und ehrlich sein, auch wenn es an vielen Stellen schmerzhaft wird. Ansonsten fressen uns die Rückstände auf.«

Eine offene Informationspolitik ist für Feil auch beim Thema Tourismus wichtig, »denn hier ist Ruhpolding als die Nummer eins im Landkreis abgelöst worden«. Dasselbe gelte für die Sicherung des Schulstandortes wie auch bei der Energiediskussion. »Bei all dem will ich als neuer Bürgermeister für jeden greifbar sein. Ich bin für meine ehrlichen Antworten bekannt und werde notfalls auch schnell handeln«, so Feil. Dabei sei ihm der Dienstleistungsgedanke wichtig – »was kann die Gemeinde für den Bürger tun?«

Bei den anschließenden Fragen drehte sich alles um das Thema Biathlon. Sinkende Besucherzahlen, weniger Einnahmen sowie mögliche Sponsoren und Vermarktung der Veranstaltungen in der Chiemgau Arena standen im Mittelpunkt. Auch hier, beim Aushängeschild der Gemeinde, wolle er die Finanzen auf den Prüfstand stellen, sagte Feil. »Vor allem müssen wir dafür sorgen, dass wieder ein positives Image von Ruhpolding nach draußen getragen wird.«

Wiederholt wird diese CSU-Veranstaltung an mehreren Orten in Ruhpolding, unter anderem am Montag, 24. Februar, im Kurhaus.