weather-image
18°

Finanzielle Beteiligung an Instandsetzungsmaßnahmen

0.0
0.0

Staudach-Egerndach. Das Junihochwasser im vergangenen Jahr hat in der Gemeinde Staudach-Egerndach große Schäden verursacht. Auch das Hochwasser am 31. Juli blieb nicht ohne Folgen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Hans Pertl über Sofortmaßnahmen und Schäden.


Probleme gab es am Aiplbach auf Höhe der neuen Brücke in unmittelbarer Umgebung des Atelierfensters. Hier war das Wasser bereits übergelaufen, größere Schäden konnten aufgrund der aufgestapelten Sandsäcke vermieden werden. Im Ortsteil Bayern bei der Niederalm habe sich der Bachlauf verlegt und sei in einem neuen Graben abgelaufen, so Hans Pertl. Die Ausspülungen seien noch vorhanden. Kritisch wurde es zudem am Schnappengraben bei Freiweihdach. Der Graben sei in den letzten Jahren sehr zugewachsen und der Durchlass wurde verengt.

Anzeige

Der Rathauschef informierte, dass der Graben vor einigen Jahren wieder hergestellt werden sollte, dann die Arbeiten aber aufgrund von Anliegereinwänden eingestellt werden mussten. Zur Sicherheit aller, müsse der Graben nun aber wieder freigelegt werden. Die Grundstückseigentümer werden natürlich einbezogen. Vorab müsse der Graben ausgeglichen werden, um ein natürliches Gefälle zu gewährleisten.

Verschont blieb dieses Mal das Mautnerfeld. Peter Huber befürchtete, dass nach einem Ausbaggern des Schnappengraben das Wasser noch schneller ins Mautnerfeld laufe und nicht mehr auf die Felder. In diesem Fall wäre das Mautnerfeld, das bereits beim Hochwasser 2013 überschwemmt wurde, erneut betroffen. Bürgermeister Pertl betonte, dass die Maßnahme der Freilegung des Schnappengrabens erst dann erfolgen dürfe, wenn die Schutzmauer für das Mautnerfeld erstellt sei, die das Gebiet vor Hochwasser schützen soll.

Eine dringende Maßnahme ist die Mauererhöhung am Aiplbach beim Atelierfenster. Nach Aussage des Bürgermeisters soll die Schutzmauer am Bach noch heuer errichtet werden und werde Richtung Buswartehäuschen auslaufen. Die Baumaßnahme am Aiplbach treffe die Gemeinde finanziell nicht, wohl aber der Schnappengraben. Kosten hierfür liegen noch nicht vor. Einhellig entschied der Gemeinderat, vor allem am Schnappengraben notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen durchzuführen.

Ebenfalls einigte sich das Gremium auf eine Kostenbeteiligung in Höhe von 5000 Euro an den Instandsetzungsmaßnahmen der Aiplbachbrücke und des Aiplbach-Wanderwegs. Baulastträger sind die Bayrischen Staatsforsten. Laut Pertl sei der Aiplbachweg beim Hochwasser 2013 abgesackt. Der Forst habe die Maßnahme ausgeschrieben, allerdings Angebote in utopischer Höhe erhalten und die Maßnahme nochmals ausgeschrieben. Es habe sich nun herausgestellt, dass durch das Hochwasser vor rund drei Wochen noch mehr Schäden entstanden seien und der Mehraufwand rund 6000 Euro ausmache. Pertl denke, dass eine pauschale Beteiligung von 5000 Euro angemessen sei. Die gesamte Maßnahme werde auf rund 85 000 Euro geschätzt. Einstimmig votierte der Gemeinderat für die Kostenbeteiligung.

Großes Lob sprach der Rathauschef dem Trachtenverein aus. Das Gaufest sei ein Riesenerfolg gewesen. Es habe sich gezeigt, dass so eine kleine Gemeinde etwas so Großes auf die Füße stellen kann und der Großteil der Bevölkerung hinter dem Verein stand. Die Organisation habe perfekt funktioniert. Das Parkproblem, bedingt durch die durchnässten Wiesenflächen wurde durch einen Shuttleverkehr hervorragend gelöst. tb