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Feuerwehr-Investitionen von 1,3 Millionen Euro

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Teisendorf. Vier neue Feuerwehrautos will die Marktgemeinde Teisendorf für ihre Freiwilligen Feuerwehren in den nächsten sechs Jahren besorgen. Die alten Fahrzeuge haben ausgedient und sind zwischen 20 und 29 Jahren alt. Darüber hinaus sind erforderliche Neuanschaffungen für den Digitalfunk sowie Erneuerungen bei der Bekleidung und Ausrüstung eingeplant. Einstimmig beschloss der Gemeinderat nun, alle von den Feuerwehren vorgeschlagenen Beschaffungen im Rahmen des Sechs-Jahres-Plans 2015 bis 2020 in der Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zu tätigen unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung gesichert ist.


In einem Vorgespräch mit den Bürgermeistern und Fraktionssprechern hatten die Kommandanten und Feuerwehrreferent Stefan Ufertinger die Dringlichkeit der Beschaffungen erläutert. Detailliert stellte Andreas Wankner von der Gemeindeverwaltung diese den Gemeinderäten vor. Im letzten Sechs-Jahres-Plan stellte die Gemeinde ihren Feuerwehren 623 000 Euro zur Verfügung. Nach Abzug des Zuschusses blieb ein Eigenanteil von 469 250 Euro. Im neuen Plan wird die Summe der Investitionen also mehr als verdoppelt.

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Löschfahrzeug ist schon 29 Jahre alt

Für die Feuerwehr Oberteisendorf soll 2015 für 350 000 Euro ein LF-KatS (Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz) als Ersatz für das bereits 29 Jahre alte LF 8 (Löschfahrzeug 8) besorgt werden, und zwar zusammen mit den Feuerwehren Erlstätt und Grabenstätt, um eine höhere Förderung zu gewährleisten. An Zuschuss erwartet die Gemeinde hier 73 000 Euro. Die Neukirchner Wehr, in deren Einsatzgebiet die Autobahn fällt, soll ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug des Typs HLF 20 als Ersatz für das LF 16/25 aus dem Jahr 1990 erhalten. Das Fahrzeug für etwa 100 000 Euro, das vom erwarteten Zuschuss von 104 500 Euro abgedeckt wird, soll 2016 zur Zahlung fällig werden, der Aufbau und die Beladung mit veranschlagten Gesamtkosten von 350 000 Euro erst 2017.

Darüber hinaus sind zwei Tragkraftsspritzenfahrzeuge zu 120 000 beziehungsweise 160 000 Euro für die Löschzüge Roßdorf und Rückstetten geplant. Die alten Fahrzeuge sind 20 und 21 Jahre alt.

Da der Rettungssatz (Spreizer und Schere) der Feuerwehr Weildorf für die neuen, stabiler gebauten Autos nicht mehr ausreicht, soll im Rahmen eines Sonderförderprogramms, das einen Fördersatz von 6000 Euro gewährt, für 20 000 Euro ein neuer Rettungssatz erworben werden. Weiter sollen für insgesamt 116 000 Euro die nötigen Investitionen für die laut Wankner unausweichliche Umstellung auf den BOS-Digitalfunk getätigt werden. Die Funkgeräte und Funkmeldeempfänger werden mit 74 400 Euro bezuschusst, sodass der Gemeinde ein Eigenanteil von 41 600 Euro bleibt.

Tagsüber steht immer weniger Personal zur Verfügung

Nach dem Sachvortrag hob Bürgermeister Thomas Gasser hervor, dass das Feuerwehrwesen Pflichtaufgabe der Gemeinde sei. Einsätze müssen, wie Gasser betonte, tagsüber mit immer weniger Personal bewältigt werden, da die Feuerwehrleute aus beruflichen Gründen oft nicht erreichbar sind. Fahrzeuge und Ausrüstung müssten dieses Defizit ausgleichen.

Alois Stadler (CSU) nannte den Plan mit den vier Fahrzeugen und dem Digitalfunk eine »Mammutaufgabe«; die Gerätschaften seien jedoch unverzichtbar. Stefan Ufertinger (CSU) erläuterte, bei elf Fahrzeugen in der Gemeinde sei alle zwei Jahre eine Neubeschaffung erforderlich. Der jährliche Ansatz in Höhe von 20 000 Euro für die Beschaffung von Bekleidung diene der Sicherheit der Feuerwehrleute. Zweiter Bürgermeister Norbert Schader (FWG) bedankte sich bei den Kommandanten für die Ausarbeitung des Plans.

Georg Quentin (SPD) erkundigte sich nach einer Kartierung für Ortsteile, die nicht mit Löschwasser aus dem Leitungsnetz versorgt werden. Ufertinger erwiderte, dass nicht jeder Weiler mit Hydranten versorgt werden könne und die Feuerwehren deshalb entsprechende Vorkehrungen und ihre Löschzüge zum Aufbau längerer Schlauchstrecken aufrecht erhielten. vm