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Die Feuerwehr Inzell wurde am Heiligen Abend zu einer Nachschau in ein Wohnhaus in den Auweg gerufen. Dort war auf einem Herd heißes Fett in Brand geraten. Die Bewohner konnten den Brand selbst löschen. Atemschutzträger der Feuerwehr kontrollierten die Küche mit der Wärmebildkamera, konnten aber jede Gefährdung ausschließen. (Foto: Feuerwehr Inzell /KFV Traunstein)

Feuerwehren an Weihnachten kaum gefordert: Sieben Einsätze für die Floriansjünger im Landkreis

Geruhsame Weihnachtsfeiertage mit nur wenigen Einsätzen waren den Feuerwehren im Landkreis Traunstein gegönnt. Vom Heiligem Abend bis Redaktionsschluss am Sonntagnachmittag gab es für die Floriansjünger im Landkreis nur sieben Alarme. Zweimal waren Brände kleineren Ausmaßes der Grund für Feueralarm, zweimal schlug eine Brandmeldeanlage Alarm und die weiteren drei Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen.


Am Heiligen Abend, kurz nach 17 Uhr, schlugen die Piepser der Aktiven der Feuerwehr Inzell Alarm. Mit dem Stichwort »B1 Nachschau« wurde der Löschzug zu einem Wohnhaus am Auweg gerufen. In der Küche hatte sich auf dem Herd heißes Fett entzündet. Die Bewohner reagierten schnell und konnten den Fettbrand selbst löschen. Zur Sicherheit und wegen erheblicher Rauchentwicklung forderten sie die Feuerwehr zur Nachschau und Kontrolle an. Die Inzeller Floriansjünger belüfteten die Räume und kontrollierten die Küche mit der Wärmebildkamera, konnten aber keine Hitzeentwicklung und weitere Gefahr feststellen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand; die Küche hingegen wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. 30 Minuten nach der Alarmierung war die Arbeit der Floriansjünger getan und die Aktiven kehrten zum Gerätehaus zurück.

Bereits gegen 13.30 Uhr war die Feuerwehr Inzell ein erstes Mal am Heiligen Abend ausgerückt. Auf der Ecker Straße beseitigten die Ehrenamtlichen eine Ölspur, verursacht durch einen unbekannten Autofahrer. Die Feuerwehr streute die Ölspur mit Bindemittel ab und sicherte den Straßenabschnitt mit Warnschildern ab. Auch dieser Einsatz war nach nur 30 Minuten abgearbeitet.

Nach dem Alarm einer automatischen Brandmeldeanlage musste die Feuerwehr Grassau am Heiligen Abend kurz vor Mittag ausrücken. Der Einsatz stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus. In der Hotelanlage, zu der die Feuerwehr anrückte, war kein Brand und keine Rauchentwicklung feststellbar. Ebenso nach dem Auslosen der Brandmeldeanlage in einer Senioren-Wohnanlage in Schnaitsee um 18 Uhr. Die Feuerwehr Schnaitsee konnte nach kurzer Zeit unverrichteter Dinge wieder abrücken. Ein Feuer und Gefahren für die Bewohner konnten nicht ausgemacht werden.

Am ersten Weihnachtsfeiertag blieb es tagsüber »alarmlos«, erst am Abend war die Feuerwehr Trostberg bei zwei Einsätzen gefordert. Kurz nach 19 Uhr wurde die Wehr mit dem Stichwort »Technische Hilfeleistung – Person eingeschlossen – Rettung aus Wohnung« zum Einsatz gerufen. In der Josef-B.-Kapfer-Straße war eine Person gestürzt. Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstüre und versorgte die verletzte Person bis zum Eintreffen des BRK-Rettungsdienstes.

Kaum waren die Feuerwehrhelfer im Gerätehaus zurück, schrillten die Alarmgeräte erneut, wegen eines Brandalarms. Im Obergeschoß eines Wohnhauses an der Wilhelm-Kellermann-Straße heulte der Rauchwarnmelder. Die Bewohnerin verließ die Wohnung und setzte einen Notruf bei der Integrierten Leitstelle ab. Die Feuerwehr Trostberg rückte mit dem Löschzug, sechs Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften an. Einsatzleiter Hans-Peter Heimbach bestätigte kurz nach Eintreffen am Einsatzort eine Rauchentwicklung im Obergeschoß. Feuerwehrler mit Atemschutzgeräten rückten in die Wohnung vor, um die Ursache für die Rauchentwicklung zu lokalisieren. Zeitgleich wurden die übrigen Bewohner des Hauses aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Nach intensiver Absuche machten die Feuerwehrler einen Elektroofen als wahrscheinlichen Auslöser der Rauchentwicklung aus. Ein Haargummi war hineingefallen, verschmorte und der dabei entstandene Rauch ließ den Rauchwarnmelder aufheulen. Die Floriansjünger setzten Belüftungsgeräte ein, die den Brandrauch aus der Wohnung bliesen. Zudem wurden die Räume mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Verletzt wurde niemand. Der ebenfalls angerückte Rettungsdienst musste nicht eingreifen. Um 23.25 Uhr war der Einsatz beendet.

Am frühen Sonntagmorgen – um 3.50 Uhr – wurden die Aktiven der Feuerwehr Haslach aus dem Schlaf gerissen. In einem Wohnhaus an der Lambergstraße war in einer Erdgeschoßwohnung eine Bewohnerin gestürzt und hatte sich verletzt, konnte die Türe für die Rettungskräfte aber nicht selbst öffnen, sodass die Feuerwehr Haslach zur Wohnungsöffnung angefordert wurde.

pv

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