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Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 52 Floriansjünger

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Michael Mayer (Zweiter von rechts) von der Feuerwehr Ruhpolding ist einer von 52 Floriansjüngern, die bei einem Festakt im Landratsamt Traunstein als Dank und Anerkennung für 40 Jahre aktiven, ehrenamtlichen Dienst mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet wurden. Die Auszeichnung überreichten Kreisbrandrat Hans Gnadl (von rechts) und Landrat Siegfried Walch. Zu den Gratulanten gehörte auch Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler. (Foto: Volk)

Traunstein – Bei einer festlichen Ehrenveranstaltung im Landratsamt sind 52 Feuerwehr-Dienstleistende mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet worden. Verliehen wird das Ehrenzeichen mit Ehrenurkunde vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann für mindestens 40 Jahre ehrenamtlichen und aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr. Die Ehrenzeichen überreichten Landrat Siegfried Walch und Kreisbrandrat Hans Gnadl.


Kreisbrandrat Hans Gnadl freute sich über die große Zahl an langjährig aktiven Feuerwehr-Dienstleistenden, die zu der Ehrenveranstaltung gekommen waren. Er dankte Landrat Walch, Gastgeber und Initiator des Ehrenabends, der in dieser Form zum dritten Mal stattfand. Die Verleihung der Feuerwehr-Ehrenzeichen mit einer gesonderten Feierstunde zu gestalten, gebe einen würdigen Rahmen und sei ein besonderes Zeichen der Anerkennung für die 52 Feuerwehrmänner, wenngleich es im Landkreis Traunstein noch keine Feuerwehrfrau gibt, die für 40-jährige Dienstzeit zu ehren wäre.

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40 Jahre Dienst am Nächsten

Gnadl machte deutlich, dass 40 Jahre ehrenamtlicher Feuerwehrdienst 40 Jahre Dienst am Nächsten bedeuten – langjähriges Engagement, in der Familie, Privatleben und Arbeitsstelle häufig hinten anstehen mussten. Für ihn, der in wenigen Tagen sein Amt als Kreisbrandrat niederlege, seien die Jahrzehnte bei der Feuerwehr eine wunderbare Zeit gewesen. Gnadl sagte, er empfinde es als besonderes Privileg, helfen zu dürfen und zu können, wenn Menschen in Not sind. Und er sei sich sicher, dass die Geehrten ebenso denken.

Die Kameradschaft sei wichtige und unerlässliche Basis für den Feuerwehrdienst. Gemeinsam zu helfen und miteinander zu reden, alles auszureden – das müssen die Älteren an die Jugend weitergeben, wünschte sich Gnadl. »Ihr habt für die Allgemeinheit das Beste gegeben, was ihr geben könnt, in eurer ganzen Persönlichkeit und Hilfsbereitschaft«, würdigte Gnadl die Geehrten.

Landrat Siegfried Walch betonte, dass ehrenamtlicher Dienst für die Allgemeinheit stärker gewürdigt werden müsse und mehr Aufmerksamkeit verdiene. Weil man nicht vergelten könne, was in vier Jahrzehnten Feuerwehrdienst geleistet worden sei, sei der Ehrenabend speziell für die Feuerwehrler dem Anlass angemessen und ein würdiger Rahmen. Dass viele Bürgermeister zu der Verleihungsfeier gekommen sind, wertete Walch als positives Zeichen, dass die Verantwortlichen in den Kommunen hinter den ehrenamtlichen Floriansjüngern stehen und damit Dank und Anerkennung zum Ausdruck bringen.

Bei Hochwasser, Brand, Unfall und Katastrophen schreie jeder nach der Feuerwehr. »Zu Örtlichkeiten, wo andere wegen vielfältiger Gefahren weg müssen, fahren die Feuerwehrler hin!« Das sei keineswegs selbstverständlich. Die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner hätten der Gesellschaft viel gegeben, ebenso wie die vielen Ehrenamtlichen in Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen. »40 Jahre Feuerwehrdienst ist eine ganz besondere Leistung – es braucht in unserer Gesellschaft Menschen, die über einen langen Zeitraum ein stabiler Anker sind, konkrete Hilfe geben und treuen Dienst leisten«, lobte Walch.

Geehrte sind Vorbild für die Jugend

Besonders freute Walch, dass die jungen Anwärter und die erfahrenen Älteren bei der Feuerwehr zusammenarbeiten und gemeinsam Gutes tun. »Dass die Gesellschaft Menschen braucht, die sich einbringen, wird an die Jugend weitergegeben.« Vorbild zu sein für die Jugend, sei eine wichtige Rolle, die den Geehrten zukomme. Walch zeigte sich überzeugt, dass die Jugend sehr wohl wahrnehme, wer Gemeinschaft und Dienst für die Gesellschaft lebe.

Beim Anheften des Ehrenzeichens an die Uniform der Geehrten dankten Landrat Walch und der scheidende Kreisbrandrat Hans Gnadl für den ehrenamtlichen Dienst und baten darum, der Feuerwehr noch viele Jahre die Treue zu halten. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von den Weisenbläsern der Musikkapelle Nußdorf. pv