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Feuerwehr Wonneberg verabschiedete ihren Kommandanten

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Eine St.-Florian-Figur aus Holz gab es zum Abschied für Leonhard Fenninger (Dritter von rechts). Kreisbrandmeister Georg Fleischer  (von links), Kreisbrandinspektor Günter Wambach, der neue Kommandant Andreas Abstreiter, sein Stellvertreter Helmut Helmberger und Bürgermeister Martin Fenninger dankten für dessen langjähriges, ehrenamtliches Engagement. (Foto: Aßmann)

Wonneberg – Zu 20 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Wonneberg im abgelaufenen Jahr gerufen. Das berichtete Kommandant Leonhard Fenninger in der Jahreshauptversammlung. Neben drei Bränden rückten die Floriansjünger zu zwölf Technischen Hilfeleistungen aus. Die Hilfe nach Verkehrsunfällen macht rund 60 Prozent der Einsätze aus. Ferner unterstützten die Wonneberger Aktiven die Polizei Laufen bei der Bayern-Radrundfahrt und verrichteten vier Kontroll- und Absperrdienste.


Fenninger, der zwölf Jahre Kommandant war, wurde, in der Versammlung offiziell verabschiedet. Sein Nachfolger Andreas Abstreiter war voll des Lobes für Fenningers Engagement: »Ich übernehme von ihm eine gut strukturierte und bestens ausgebildete Feuerwehr.«

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Im vergangenen Jahr 71 Übungen abgehalten

Zusätzlich zu den 20 Einsätzen, die mehr als 400 Stunden ausmachten, absolvierten die 75 Aktiven – darunter neun Frauen – 71 Übungen, für die rund 2300 Stunden aufgebracht wurden. Dazu kamen zahlreiche Ausbildungsmaßnahmen sowie die Leistungsprüfungen, an denen sich die Wonneberger Aktiven jeweils mit großem Erfolg und sehr guten Ergebnissen beteiligten.

Leonhard Fenninger sagte, er habe stets Wert darauf gelegt, dass alle Gruppen bei den Übungen mit schwierigen Aufgaben konfrontiert wurden. Auch den ersten Einsatz im neuen Jahr hat die Wonneberger Wehr bereits hinter sich. Am 3. Januar wurden die Aktiven zum Brand einer Mülltonne in einer Holzlege in Egerdach gerufen. »Da ist man haarscharf an einem Großbrand vorbeigeschrammt«, resümierte der scheidende Kommandant.

Zwölf Jugendliche sind zu den Aktiven gewechselt

Nur sechs Mitglieder hat die Jugendgruppe. »«Das liegt daran, dass zwölf Jugendliche in den aktiven Dienst gewechselt sind«, sagte Jugendwart Christian Häusl. Im Frühjahr soll eine neue Jugendgruppe installiert werden. Der Feuerwehr-Nachwuchs absolvierte zehn Übungen und zwei Theorieeinheiten, erwarb das Leistungsabzeichen Wasser, besuchte den Jugendfeuerwehrtag in Peterskirchen, nahm an einem 24-Stunden-Übungstag in Waging teil und beteiligte sich zu Weihnachten an der Aktion Friedenslicht. In diesem Jahr stand bereits die Besichtigung des Rettungshubschraubers Christoph 14 auf dem Programm. In der Kasse der Jugendgruppe befinden sich aktuell 1400 Euro. Für einen Teil des Geldes sollen Regenjacken angeschafft werden.

Atemsschutzwart Andreas Abstreiter berichtete ein letztes Mal in dieser Funktion, dass die 21 Wonneberger Atemschutzträger an drei Einsätzen beteiligt waren. Darüber hinaus habe man sich an diversen BeÜbungen beteiligt. Neuer Atemschutzwart ist Markus Fenninger.

In seiner Vorschau kündigte der designierte Kommandant, der am 1. Februar das Amt übernimmt, die erste Übung für den 9. Februar an. Auch heuer stehen mehrere Leistungsprüfungen an. Darüber hinaus sollen ein Erste-Hilfe-Kurs sowie ein Kurs für den richtigen Umgang mit der Motorsäge angeboten werden.

Verein unterstützt die Feuerwehr finanziell

Auch der Feuerwehrverein blickte auf ein aktives Jahr zurück. So helfen die Floriansjünger nicht nur in Notsituationen; sie sind auch ein aktiver Bestandteil der Dorfgemeinschaft, bereichern die kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen in der Gemeinde und beteiligen sich am Ferienprogramm. Zum festen Bestandteil im Veranstaltungskalender gehören außerdem das Flutlicht-Schlittenfahren und das Sommerfest. Beide Veranstaltungen sind auch geplant. Sie bringen Geld in die Vereinskasse, mit dem beispielsweise die nachrückenden Aktiven ordentlich eingekleidet werden können. Kassier Franz Huber betonte, man sei sehr sparsam gewesen und habe solide gehaushaltet.

Bürgermeister Martin Fenniger war stolz auf die gut ausgebildete und aufgestellte Wehr und sicherte die volle Unterstützung der Gemeinde zu. Er dankte den Aktiven für ihre ständige Einsatzbereitschaft, aber auch deren Familien für die Unterstützung. Das Gemeindeoberhaupt überreichte an Leonhard Fenninger eine holzgeschnitzte St.-Florian-Figur. Fenninger ist seit mehr als 30 Jahren engagiertes Mitglied der Wonneberger Floriansjünger; davon war er 26 Jahre in leitenden Positionen aktiv, zuletzt zwölf Jahre als Kommandant.

Kreisbrandinspektor Günter Wambach würdigte ebenfalls die Verdienste Fenningers um die Wonneberger Wehr und lobte die ausgezeichnete Jugendarbeit.

Langjährige aktive Mitglieder wurden geehrt

Leonhard Fenningers letzte Amtshandlung als Kommandant war die Ehrung mehrerer Mitglieder. Für zehn Jahre aktiven Dienst wurde Christian Häusl ausgezeichnet, seit 20 Jahren ist Alois Maier-Fenninger dabei. Georg Posch wurde für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt und seit 30 Jahren sind Bernhard Öllinger, Karl Glaner, Franz Fenninger, Sebastian Lechner, Manfred Gebhard, Albert Fenninger und Hans Poller bei den Floriansjüngern engagiert. Nach 42 beziehungsweise 32 Jahren wurden Sepp Mühlthaler und Bürgermeister Martin Fenninger aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Ferner wurde der neue Kommandant Andreas Abstreiter nachträglich zum Löschmeister befördert.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich Leonhard Fenninger als Kommandant: »Ich wollte nicht ewig an diesem Posten klammern. Nach so langer Zeit fehlt der Biss. Jetzt fällt mir der Abschied allerdings nicht so leicht, wie ich gedacht habe«, gab er zu. Er war sich jedoch sicher, das Andreas Abstreiter ein »gut kehrender, neuer Besen« ist. mia

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