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Feuerwehr Tengling braucht neuen Rettungssatz

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Einen neuen Rettungssatz braucht die Feuerwehr Tengling, weil der zehn Jahre alte derzeitige Rettungssatz bei neuen Fahrzeugen manchmal nicht ausreicht. Der Gemeinderat stimmte dem Kauf zu.

Taching am See – Auf Wunsch von Bürgermeisterin Ursula Haas erklärte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung der Kommandant der Feuerwehr Tengling, Florian Reiter, warum man bereits nach zehn Jahren einen neuen Technischen Hilfeleistungssatz mit Spreizschere, Aggregat und Zylinder nachdenke.


Der aktuelle Rettungssatz komme bei neueren Fahrzeugen wie schweren Geländewagen, Kasten- und Lastwagen viel zu schnell an seine Grenzen, erklärte Reiter. Fahrgastzellen würden immer sicherer – bei schweren Unfällen könne die Feuerwehr nur noch mit entsprechendem Gerät helfen, »ansonsten stehe sie im schlimmsten Fall hilflos da und müsse auf Verstärkung von Nachbarwehren warten«. So musste bereits die Waginger Wehr bei einem Unfall in Unteraschau helfen.

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Diese Zeit sei zu kostbar, waren sich die Gemeinderäte einig. Auch sieht das Feuerwehrkonzept vor, dass die Feuerwehr Tengling die technische Hilfeleistung übernimmt – noch ein Grund mehr, nicht zu zögern.

6000 Euro Zuschuss bei der Regierung beantragen

Nach Informationen zur größeren Leistung des neuen Geräts von plus 30 Prozent bei größerer Öffnungsweite und weniger Gewicht beschloss der Gemeinderat einstimmig die Ersatzbeschaffung, obwohl sie nicht im Haushalt eingeplant war. Die Kämmerei wurde beauftragt, einen Förderantrag bei der Regierung Oberbayern einzureichen, denn diese zahlt pauschal aus einem Sonderförderprogramm 6000 Euro Zuschuss zu dem 22 000 Euro teuren Gerät, vorbehaltlich der Zustimmung des Kreisbrandrats. Der hatte bereits die Gemeinde auf die Notwendigkeit hingewiesen.

Gute Nachrichten gab es noch von Gemeinderat Erich Koller, Referent für Vereine und Rettungswesen. Er war mit Kollegen bei der Vertriebsfirma für diese Geräte, die sich an einer Inzahlungnahme des bisherigen Rettungssatzes interessiert zeigte.

Die Alztaler Wohnbau GmbH beantragte eine Baugenehmigung für die Nutzungsänderung ihres Wohn- und Geschäftshauses am Kirchberg in Taching in ein reines Wohnhaus. Die Traktorgarage soll weichen, erhalten bleibt im Großen und Ganzen das Wohnhaus. Darin sollen 14 unterschiedlich große Wohnungen entstehen mit je zwei Stellplätze, teils offen, teils als Carport oder gar als Garagen. Gemeinderat Max Streibl fragte, ob die Nähe der Garagen zum Fußgängerweg so genehmigt sei, was bestätigt wurde. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu, sehr zur Freude der Bauträger.

Nachdem zur Änderung des Bebauungsplans Thalwies in Tengling die Stellungnahmen der Behörden einstimmig angenommen wurden, wurde einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung mit einer erneuten öffentlichen Auslegung beauftragt wird, bei der Stellungnahmen zu den geänderten Teilen abgegeben werden können.

Aus Zwergerlgruppe wird Krippengruppe

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die geänderte Benutzungsordnung für den Kindergarten und die Kinderkrippe in Taching. Zum Schuljahr 2016/2017 ist geplant, den Betrieb der Tachinger Krippe neu aufzunehmen. Der Gemeinderat beschloss die neue Benutzungsordnung einstimmig. Auch wenn die an zwei Tagen angebotene Zwergerlgruppe der Kinderkrippe weichen muss, freuten sich die Eltern der kleinsten Gemeindebürger doch sehr auf das erweiterte Angebot. Auch Bürgermeisterin Haas als vormalige Kindergartenleiterin zeigte sich mit der Erweiterung sichtlich zufrieden.

Zur 40-jährigen, aktiven Mitgliedschaft wird Feuerwehrjubilaren von der Landesfeuerwehr Bayern eine Reise spendiert. Dem Antrag der Feuerwehren Taching und Tengling auf Übernahme der Kosten für mitreisende Partnerinnen stimmte der Gemeinderat gerne zu. Haas erklärte, dass es im Schnitt um einen Jubilar pro Jahr gehe und die Kosten bei 200 bis 300 Euro lägen. Die Lacher auf seiner Seite hatte Erich Koller, der meinte, dass die Damen vorgewarnt gehörten, schließlich genieße Mann typischerweise im Feuerwehrheim die Gelegenheit, ein bis zwei Wochen genüsslich fachzusimpeln, was vielleicht nicht jeder Frau Lieblingsurlaubsbeschäftigung sei. rei