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Feuerwehr Siegsdorf hat sich im neuen Haus gut eingelebt

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Vorsitzender Friedrich Eder (links) verabschiedete Franz Hubbauer mit einem geschnitzten Florian aus dem Aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Siegsdorf. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Der Alltag ist wieder eingekehrt bei der Feuerwehr Siegsdorf. Nach einigen turbulenten Jahren mit Umzug, Provisorium und Feuerwehrhaus-Neubau läuft nun der Feuerwehrdienst wieder in geregelten Bahnen.


Wie Kommandant Manfred Steiner in seinem Jahresbericht verdeutlichte, wurden die derzeit 62 Aktiven Wehrmänner und -frauen im vergangenen Jahr zu 111 Einsätzen gerufen, die sich in 58 technische Hilfeleistungen, 6 Sicherheitswachen, 17 Brandeinsätze und 30 Alarmierungen über Brandmelder gliederten, für die eine Einsatzzeit von 3160 Stunden zu Buche schlug.

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»Leider wurden wir auch heuer wieder mit einigen psychisch sehr belastenden Einsätzen konfrontiert«, stellte Steiner fest, verwies aber auch auf die ausgeprägte Kameradschaft in der mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren sehr jungen Truppe. Neben den vielen Stunden zur Fertigstellung und Reinigung des neuen Hauses wurden 63 Übungen abgehalten und fast ein Drittel der Mannschaft schulte sich auf Fortbildungen und Lehrgängen für den professionellen Einsatz.

Seinen Bericht untermalte der Kommandant mit eindrucksvollen Bildern und einem Kurzfilm einer Gemeinschaftsübung, bei der ein großes Busunglück mit 30 »Verletzten« und 250 Beteiligten den Ernstfall simulierte. Zu Jahresbeginn wechselten vier junge Leute aus der Jugendwehr in die Aktive Mannschaft und ersetzen die ausgeschiedenen Wehrmänner Stefan Walcher, Thomas Roth, Josef Leitl und Franz Hubbauer. Im Rahmen mehrerer Beförderungen freute sich Steiner besonders über die Ernennung von Hans Mörtl jun. zum Löschmeister.

Dass die Jugend bei der Feuerwehr Siegsdorf eine besondere Rolle spielt, bestätigte auch Jugendwart Simon Aicher, der von der Ausbildung und dem gesellschaftlichen Engagement der acht Buben und vier Mädchen berichtete. Er lobte die homogene Truppe nicht nur für ihre Disziplin bei den Übungen, sondern freute sich auch über den unermüdlichen Eifer bei den vielen Arbeiten im Feuerwehrhaus, bei der Vorbereitung der Festlichkeiten und bei allen Terminen der Wehr und des Vereins.

Kassierin Bärbel Steinbacher verwies auf einen soliden Grundstock in der Feuerwehrkasse trotz erheblicher Investitionen. Man habe mit Vereinsmitteln und Einsatzrückvergütungen rund 28 000 Euro für Einsatzkleidung und Geräte investiert, bestätigte Vorsitzender Friedrich Eder in seinem Rechenschaftsbericht. Er lobte insbesondere die »aktiven Ehrenmitglieder« der Wehr, die zwar aus dem Aktiven Dienst ausgeschieden sind, aber sich stets in die Arbeit des Vereins einbringen und die Aktiven mit Rat und Tat unterstützen.

Vorstandschaft und Ausschuss waren mit den Vorbereitungen zur Gerätehauseinweihung und dem 200-Jahr-Jubiläum der Pfarrei stark gefordert. Eder stellte dabei die gute Zusammenarbeit mit dem GTEV Siegsdorf und den anderen Ortsvereinen heraus.

Bürgermeister Thomas Kamm überbrachte der Wehr nicht nur als Sternsinger die besten Wünsche und Gottes Segen; er lobte als Gemeindeoberhaupt den »guten Geist in Verein und Wehr« und freute sich über die gute Stimmung in der Truppe. Dem schloss sich Kreisbrandinspektor Georg König an. Er wies auf die Wichtigkeit von Gemeinschaftsübungen der Nachbar-Ortswehren in Verbindung mit Polizei und Rettungsdiensten hin.

Zwei besondere Ehrung schlossen den Abend ab. Kreisbrandinspektor Georg König überreichte an den langjährigen Kommandanten und unermüdlichen Arbeiter Dieter Steinbacher eine Ehrenurkunde für 40 Jahre Aktiven Dienst in der Feuerwehr Siegsdorf. Franz Hubbauer, der nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Dienst ausscheiden muss, bekam als Dank für jahrzehntelangen Einsatz einen geschnitzten Florian überreicht. Hubbauer war nicht nur mehrere Jahrzehnte als Aktiver Wehrmann im Einsatz, als verantwortlicher Mechaniker im Gemeindebauhof waren ihm die Einsatzbereitschaft und Pflege der Feuerwehrfahrzeuge aller vier Ortswehren besondere Anliegen. FK