weather-image
29°

Feuerwehr rückte zu 321 Einsätzen aus

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mit dem Feuerwehrzivilabzeichen zeichneten der Vorsitzende Herbert Enthofer (rechts) und sein Stellvertreter Johannes Thanbichler (links) Wolfgang Falkinger, Franz Reitschuh, Manfred Stenger und Hermann Kraus (von links) für 40 Jahre Mitgliedschaft aus.

Traunstein. Die Freiwillige Feuerwehr Traunstein brachte es 2013 auf 321 Einsätze. Das ist eine der höchsten Einsatzzahlen der vergangenen Jahre. Fast ein Drittel davon, nämlich 98 Einsätze, entfielen auf das Hochwasser am 1. und 2. Juni, berichtete der Stellvertretende Stadtbrandinspektor Werner Huber bei der Jahreshauptversammlung im Sailer-Keller für den erkrankten Stadtbrandinspektor Manfred Dandl. »Trotz der vielen Hochwassereinsätze ist die Stadt Traunstein dank ihrer Bemühungen, den Hochwasserschutz zu verbessern, mit einem blauen Auge davongekommen«, so Huber.


Die Feuerwehr rückte zu 39 Bränden, davon 29 Kleinbrände, aus. Bemerkenswerte Einsätze im Landkreis waren der Brand eines Mehrfamilienhauses in Inzell und eines Einfamilienhauses in Unterwössen. In der Technischen Hilfeleistung erfolgten 201 Einsätze, davon 98 beim Hochwasser, 26 bei der Ölentfernung von der Fahrbahn, 24 bei Wohnungsöffnungen, acht bei Verkehrsunfällen und Sonstigem. »Leider führte auch 45 Mal das unbeabsichtigte Auslösen einer Brandmeldeanlage zu einer Alarmierung«, sagte Huber. Es wurden 3405 Einsatzstunden geleistet.

Anzeige

Die Feuerwehr hielt 30 Übungsabende ab. Vier Übungen fanden unter Einsatzbedingungen in verrauchten Gebäuden mit Rettung von Vermissten und Verletztendarstellern statt. 25 Aktive besuchten 15 verschiedene Lehrgänge. Im Berichtsjahr wurden 7166 Übungsstunden geleistet, sodass bei den Einsätzen und Übungen zusammen 10 572 Stunden anfielen.

Huber sprach noch einige Beförderungen aus. Befördert wurden Patrick Fohringer und Maik Wendt zum Feuerwehrmann, Michael Strohmayer und Sebastian Tradler zum Oberfeuerwehrmann sowie Christian Buchner, Gerhard Handrick und Bernhard Huber zum Löschmeister. Für langjährige aktive Dienstzeit geehrt wurden Sebastian Tradler (10 Jahre), Andreas Zeiser (20 Jahre) und Bernhard Huber (30 Jahre).

Rege Jugendgruppe

Die Ausbilder und Mitglieder der Jugendgruppe leisteten zusammen 2732 Übungsstunden, gab Jugendwart Christian Buchner bekannt. Höhepunkt war der 24 Stunden dauernde Berufsfeuerwehrtag. Die Aufgaben waren Schachtrettung, Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Verletzten, eine verschüttete Person in einer Kiesgrube bergen, Rettung einer Person vom Dach und ein Bauernhofbrand. Weitere Aktivitäten waren die Teilnahme am Tag des Kindes in der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule, am Kreisjugendfeuerwehrtag in Traunreut, am Tag der offenen Tür im Sonderpädagogischen Förderzentrum Traunstein, am Wissenstest in Traunstein und an der Übergabe des Friedenslichts aus Bethlehem in Tittmoning. Zum Jahresende hatte die Jugendgruppe 14 Mitglieder.

Von eindrucksvollen Berichten sprach Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein. Er dankte für die hervorragende Arbeit. Ferner lobte er die Bereitschaft der Stadt Traunstein, am Probebetrieb für den Digitalfunk teilzunehmen. »Die meisten Gemeinden haben es kapiert, dass es ohne den Digitalfunk nicht geht«, betonte Unterstein. Stellvertretend für alle beteiligten Einsatzkräfte beim Hochwasser übergab er dem Stellvertretenden Stadtbrandinspektor Huber die Fluthelfermedaille.

Jugendbereichswart Konrad Unterstein hob die gute Arbeit der Feuerwehrjugend und ihrer Ausbilder hervor. Das vergangene Jahr sei auch für die Jugend ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Übungen gewesen. »Euer Engagement im Nachwuchsbereich ist lobenswert«, sagte er.

Den Dank des Traunsteiner Stadtrates überbrachte Feuerwehrreferent Ernst Harrecker. Im vergangenen Jahr sei einiges angefallen. Der Stadtrat habe beschlossen, am Probebetrieb für den Digitalfunk teilzunehmen.

Von einem sehr ruhigen Vereinsjahr sprach der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Herbert Enthofer. Von den Veranstaltungen hob er die Aktion Christbaum mit über 1400 eingesammelten Christbäumen und die Parkplatzbewachung während des Traunsteiner Frühlingsfestes hervor. Mit einer Ehrenurkunde zeichnete er Helmut Scholz aus, der 50 Jahre Mitglied ist. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Wolfgang Falkinger, Hermann Kraus, Franz Reitschuh und Manfred Stenger mit dem »Feuerwehrzivilabzeichen vergoldet mit Kranz« geehrt. Eine Urkunde für 25 Jahre Vereinstreue bekamen Altoberbürgermeister Fritz Stahl und die Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner. Für seine besonderen Verdienste um den Verein erhielt Franz Reitschuh senior eine Ehrenurkunde.

Platz für die alte Drehleiter

Erfreuliches berichtete der Vorsitzende über die bei der vorigen Jahreshauptversammlung diskutierte Zukunft der alten Drehleiter DL 25: Inzwischen wurde eine neue, günstigere Unterkunft bei der DLRG Traunstein gefunden. Gerhard Binder und Toni Miller hätten sich dafür stark gemacht, die Drehleiter zu behalten und zu erhalten. Dafür sei ein Freundeskreis gegründet worden, der zweckgebundene Spenden sammle. Binder ergänzte dazu, dass inzwischen über 2000 Euro an Spenden eingegangen seien. Die Hydraulik sei repariert und der TÜV gemacht worden. Er rief zu weiteren Spenden auf: »Es soll kein Strohfeuer sein.«

Der Verein bestehe aus 257 Mitgliedern, davon seien 82 aktiv und 14 Jugendliche, erklärte Schriftführer Robert Scholz. Die Kameradschaft wurde wie-der mit einem Jahresessen, einem Glühwein-Bosna-Fest, einem Fastenfest und einem Vereinsausflug nach Kempten und Oberstdorf gepflegt. Die Fahnenabordnung mit Fähnrich Christoph Ditsch war sechsmal im Einsatz. Für die Fotoaktion »Traunstein wimmelt« fuhren neue Feuerwehrleute in historischen Uniformen auf den Stadtplatz und stellten eine Katzenrettung dar. Bjr