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Feuerwehr Petting musste 55-mal ausrücken

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Theo Pastötter (links) erhielt für 40-jährige, aktive Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Petting von Kommandant Matthias Seidenfuß eine St.-Florian-Statue überreicht. (Foto: Albrecht)

Petting – Ehrungen und ein Rückblick auf das vergangene Jahr standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Petting im Bräustüberl in Schönram. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Feuerwehrlern der Großbrand eines Bauernhofs in Petting.


Vorstand Alex Friedl sagte, der Feuerwehrverein Petting habe derzeit 479 Mitglieder, 94 seien Senioren. Der Verein rückte im vergangenen Jahr mit seiner Fahne zu insgesamt 17 Anlässen aus, zum Beispiel Feuerwehrfeste, Beerdigungen oder Hochzeiten. Auch die Geselligkeit kam nicht zur kurz. So machten die Mitglieder einen Skiausflug nach Schladming und einen Ausflug nach München zur Flughafenfeuerwehr. Die größte Spaßveranstaltung war auch 2016 die Spritzenhausparty mit etwa 2500 Besuchern. Ein großer Erfolg war auch der Kreisjugendfeuerwehrtag, der von den Pettingern ausgerichtet wurde. Auch ein Ferienprogramm wurde wieder veranstaltet. In einer kurzen Vorschau wies Friedl auf die Spritzenhausparty am 13. Mai hin sowie auf die Teilnahme am 125. Jubiläum der Feuerwehr Tettenhausen und dem 140-jährigen Bestehen der Feuerwehr Pietling.

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In seinem sehr detaillierten Bericht erwähnte Kassier Helmut Zauner sowohl die Finanzlage der Feuerwehr als auch die finanziellen Einzelheiten für die auf dem Feuerwehrhaus angebrachte Solaranlage. Die finanziellen Rücklagen des Vereins seien wohlgeordnet und ausreichend.

24 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr

Jugendwart Josef Mayer war erfreut darüber, dass seit der letzten Jahreshauptversammlung neun Jugendliche aufgenommen worden waren. So habe die Jugendfeuerwehr gegenwärtig 23 Buben und ein Mädchen in ihren Reihen. Die sieben Ausbilder hätten alle Hände voll zu tun, diesen nicht nur die Basis der Feuerwehrarbeit näherzubringen, sondern auch die »Bande zu bändigen«. Zur Ausbildung seien im vergangenen Jahr 20 reguläre Übungen und 12 zusätzliche abgehalten worden. Insgesamt hätten die Ausbilder und Jugendlichen etwa 1700 ehrenamtliche Stunden zusammengebracht. Man habe zusammen auch viel Spaß gehabt, wie beim Ausflug zum Kartfahren nach Österreich, der Sonnwendfeier beim Kreisjugendfeuerwehrtag und einigen Brotzeit- und Pizzaessen.

Kommandant Matthias Seidenfuß sagte, es seien 53 Übungsabende in Petting sowie zwei überörtliche Großübungen abgehalten worden. An Lehrgängen hätten 27 Feuerwehrler teilgenommen. Die aktive Wehr umfasse 103 Mitglieder. 39 seien als Atemschutzträger und 24 als Maschinisten qualifiziert.

Altes Feuerwehrfahrzeug wird zum Jahresende ersetzt

Die Wehr habe drei Zug- und zwölf Gruppenführer. Im vergangenen Jahr seien etwa 2050 Übungsstunden und 55 Einsätze mit 2124 Einsatzstunden absolviert worden. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Großbrand eines Bauernhofs in Petting, bei dem insgesamt 15 Feuerwehren im Einsatz waren.

Seidenfuß erwähnte auch, dass das neue Fahrzeug LF20 das inzwischen etwa 30 Jahre alte vom Typ LF8 gegen Ende des Jahres ablösen soll. In einer kurzen Vorschau wies er auf den Baubeginn einer neuen Lagerhalle im Baugebiet hinter dem Feuerwehrhaus im Frühjahr hin sowie auf den Einbau des Digitalfunks im Feuerwehrhaus.

Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Matthias Seidenfuß wurde für 25-jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Theo Pastötter ist seit 40 Jahren bei der Pettinger Wehr dabei. Außerdem wurden für zehn Jahre bei der Pettinger Wehr Maximilian Haunerdinger, Michael Haunerdinger, Helga Mayer und Simon Mayer geehrt. Seit 20 Jahren sind Ossi Demel und Johannes Hintermeier dabei und 30 Jahre ist Hubert Dausch Mitglied.

Bürgermeister Karl Lanzinger lobte die Feuerwehrler für ihre Teilnahme am Leben in der Gemeinde. Dies zeige sich auch beim beliebten Ferienprogramm für die Kinder. Ein großes Plus bei der Pettinger Wehr sei außerdem die hervorragende Jugendarbeit, die eine gute Zukunft für die Feuerwehr garantiere.

Kontinuierliche Fortbildungen sind wichtig

Kreisbrandinspektor Günter Wambach betonte die Wichtigkeit der Feuerwehr. Die Mitglieder seien immer da, wenn ein Notfall eintrete und schnelle Hilfe erforderlich sei. »Es wird einfach geholfen und wir stellen uns immer neuen Herausforderungen und sind rund um die Uhr für andere da«, so Wambach. Um das zu bewerkstelligen, sei es notwendig sich kontinuierlich fortzubilden, nicht nur um anderen zu helfen, sondern auch sich selbst zu schützen, richtig mit Gerätschaften umzugehen und in Gefahrensituationen zu bestehen.

Im Tagesordnungspunkt »Wünsche und Anträge« meinte Josef Mayer, es solle mehr getan werden, um das Parken von Bussen auf dem Gelände vor dem Feuerwehrhaus zu verhindern. Diese würden nämlich ein großes Hindernis darstellen, wenn es einen Alarm gebe. Bürgermeister Lanzinger antwortete, er habe deswegen schon mehrmals mit dem Busunternehmen telefoniert und Zusagen bekommen, dort nicht zu parken. al