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Feuerwehr Kammer wird heuer 150 Jahre alt

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Nach 18 Jahren Schriftführertätigkeit wurde Korbinian Ortner (Mitte) verabschiedet. Zweiter Vorsitzender Hubert Wimmer (links) und Vorsitzender Sebastian Reischl überreichten ihm als Dankeschön für die jahrelange Arbeit ein kleines Geschenk.

Traunstein – Die Festwoche zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kammer vom 4. bis 13. Mai sowie Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Generalversammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach.

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Nach 18 Jahren Schriftführertätigkeit stellte Korbinian Ortner sein Amt zur Verfügung. Diesem folgt Georg Osenstätter, der bisher als zweiter Schriftführer tätig war. Den Posten des zweiten Schriftführers übernimmt Wolfgang Petzsch. Eine Änderung ergab sich darüber hinaus bei den Fähnrichen. Johann Wimmer wollte sich für keine weitere Periode wählen lassen. Dieses Amt wird nun von Florian Wimmer als dritter Fähnrich bekleidet. Vorsitzender bleibt Sebastian Reischl, sein Stellvertreter ist für weitere drei Jahre Hubert Wimmer. Die Kassiere bleiben mit Peter Freutsmiedl und Rudi Weiß ebenfalls unverändert. Zur Fahnenabordnung gehören Johann Kröger, Tobias Heigermoser und Florian Wimmer. Als Kassenprüfer wurden erneut Georg Huber und Herbert Wimmer gewählt.

Einen Überblick über die Vereinstätigkeiten lieferte Korbinian Ortner. Im Ort war die Wehr beim Dorfschießen, dem Faschingszug, dem Rittbitten, dem Theater, dem Jahrtag der Vereine, bei der Festwoche der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des Trachtenvereins, beim Peterlfeuer der Landjugend, bei der Prinzenpaarvorstellung, dem Volkstrauertag, dem Adventsmarkt und dem Weihnachtssingen mit einer Abordnung vertreten. Darüber hinaus nahm man am Florianitag in Haslach und bei der Eröffnung des Frühlingsfests sowie dem Trachtenfest in Traunstein und dem Fest der DJK Traunstein teil. Zweimal erwies man verstorbenen Mitgliedern mit der Fahnenabordnung die letzte Ehre. Mit jeweils sehr großen Abordnungen beteiligte man sich an den Gründungsfesten in Tettenhausen und zusätzlich mit der Musikkapelle in Pietling.

Peter Freutsmiedl präsentierte für das abgelaufene Vereinsjahr ein ausgeglichenes Zahlenwerk mit einem soliden Finanzpolster. Die Kassenprüfer Herbert Wimmer und Georg Huber berichteten von einer umfangreichen Prüfung der Bücher, die ohne jegliche Unregelmäßigkeit geführt werden.

Vorsitzender Sebastian Reischl hob das Hanomag- und Schleppertreffen als einen Höhepunkt des Vereinslebens besonders hervor. Unter der Federführung des Ehrenkommandanten Manfred Brückner kamen bei besten Bedingungen erneut hunderte Fahrzeuge und scharenweise Besucher nach Kammer. Aufgrund der großen Beliebtheit hat man sich entschlossen, entgegen des üblichen Zweijahresturnus auch in diesem Jahr während der Festwoche ein Schleppertreffen zu organisieren.

Die Vorbereitungen für die zehntägige Festwoche von 4. bis 13. Mai seien nahezu abgeschlossen, so Reischl. Das Programm stehe, und er hoffe auf die breite Unterstützung bei der Durchführung des Fests. Am 4. Mai ist zur Eröffnung ein Weinfest mit der Gruppe »Zwoa moi Zwoa« geplant, einen Tag später findet ein gemeinsamer Festabend mit dem Arbeiter- und Burschenverein sowie ein Tag der Guten Nachbarschaft statt. Der erste Festsonntag gehört dann den Burschen. Viele Dirndlschaften und Burschenvereine haben bereits jetzt ihr Kommen zugesagt und feiern mit den Kammerern am 6. Mai das 115. Gründungsfest. Besonders interessant wird für alle politisch Interessierten der 7. Mai, wenn Ministerin Ilse Aigner ins Festzelt kommt. Am Tag vor Christi Himmelfahrt sorgt die Stimmungsband »Gaudi Harmonie« für ausgelassene Stunden im Festzelt. Der Vatertag gehört dann den Freunden historischer Schlepper und Landmaschinen. Eine »Ü-30-Party« findet am 11. Mai statt.

Völlig überrascht von dem überwältigenden Erfolg zeigte sich Reischl bezüglich des Kabarettabends mit Martina Schwarzmann. Innerhalb weniger Tage waren sämtliche Tickets für diese Veranstaltung ausverkauft. Den Abschluss der Festwoche bildet der Festsonntag der Feuerwehr. Mit ihrer 150-jährigen Geschichte ist die Kammerer Wehr eine der ältesten Dorffeuerwehren Bayerns – und dies möchte man gebührend feiern. Rund 2000 Feuerwehrler werden zum Fest erwartet.

Oberbürgermeister und Schirmherr Christian Kegel richtete in seinem Grußwort ein »riesiges Dankeschön« an die Feuerwehr aus. Freiwillig und uneigennützig für andere da zu sein, dies sei heute nicht mehr selbstverständlich. Zudem sei besonders der Beitrag des Vereins im gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt unverzichtbar. Die Vereinsarbeit bereichere auf ehrenamtlicher Basis in vielfältiger Weise unser Leben, und er sei sehr stolz darauf, als Schirmherr der Veranstaltung fungieren zu dürfen. fb