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Feuerwehr Erlstätt war häufiger im Einsatz als im Vorjahr

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Bürgermeister Georg Schützinger und Vorstand Herbert Klauser (von links) gratulierten Josef Kreiler zu 25 Jahren aktiven Dienst in der Feuerwehr Erlstätt. Auch Kommandant Bernhard Poller gratulierte. Bereits seit 40 Jahren aktiv ist Johann Hölzle. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Von 56 Einsätzen, darunter drei Brandeinsätze, 39 Technische Hilfeleistungen, zwei Sicherheitswachen und zwölf sonstige Tätigkeiten, berichtete der Kommandant der Feuerwehr Erlstätt, Bernhard Poller, bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Gasthof Fliegl in Erlstätt. Dass es am Ende 21 Einsätze mehr waren als 2012, begründete er mit dem schweren Hochwasser Anfang Juni. Insgesamt sei man zu 20 Hochwassereinsätzen gerufen worden.


Über 5000 Stunden Dienst am Nächsten geleistet

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Besondere Erwähnung fand auch ein Fäkalienschlamm-Einsatz auf der Kreisstraße TS 3 zwischen Grabenstätt und Erlstätt. Die Einsätze sind mit 1029 Einsatzstunden abgearbeitet worden. »Insgesamt leistete die Mannschaft 5255 Stunden im Dienst für den Nächsten ab«, lobte Poller. Darüber habe man sieben gemeinsame und fünf geteilte Monatsübungen abgehalten. Für die Übungen seien 2671 Stunden aufgewendet worden.

Mit finanziellen Mitteln der Gemeinde konnten die Schutzkleidung sowie Geräte und Schläuche ergänzt werden. Poller freute sich zudem über die Zuschusszusage der Regierung von Oberbayern für ein neues Löschfahrzeug. Das vor über 30 Jahren angeschaffte Löschfahrzeug LF 8 wolle man bald durch ein modernes LF 20 Katastrophenschutz ersetzen. 35 Feuerwehrler absolvierten eine der sechs Stufen des Leistungsabzeichens »Die Gruppe im Löscheinsatz«. Die letzte Stufe (Gold-Rot) meisterten Johann Wels, Franz Neuhauser junior, Josef Mittermeier und Thomas Weidacher. Auch heuer gelte es wieder, eine Vielzahl von Leistungsabzeichen zu erwerben, appellierte Poller.

Geehrt wurden Johann Hölzle für 40 Jahre und Josef Kreiler für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Wie Vorstand Herbert Klauser mitteilte, liege der Mitgliederstand derzeit bei 220 Personen, davon 144 passive und 63 aktive sowie elf Jugendliche und zwei Ehrenmitglieder. In besonderer Erinnerung geblieben sei das eigene Weinfest am 1. Juni. Parallel zum Festbetrieb habe man zu mehreren Hochwassereinsätzen ausrücken müssen. Auch die Christbaumfeier sei von einem Einsatz unterbrochen worden.

Elf junge Feuerwehranwärter in der Erlstätter Wehr

Die Zahl der Feuerwehranwärter sei im Vorjahr von neun auf elf gestiegen, so der neue Jugendwart Michael Wimmer, der dieses Amt von Herbert Klauser übernommen hatte. In die aktive Wehr aufgestiegen seien Franz Josef Kreiler, Katrin Muggenhamer und Florian Oberhuber. Der Feuerwehrnachwuchs habe 31 Übungen abgehalten.

Der Leiter des Atemschutzes, Zweiter Kommandant Stefan Nitzinger, verwies auf rund 20 Übungen und einen Einsatz bei einem Wohnhausbrand am 18. März in Winkl. Aufgrund von vier Austritten habe man aktuell nur mehr 32 Atemschutzträger. Kassier Manfred Englmeier betonte, dass man nach Erhalt des gemeindlichen Zuschusses das vergangene Jahr mit »plus minus Null« abschließen werde. Ohne Gegenstimme abgesegnet wurden notwendig gewordene, formelle Satzungsänderungen. Michael Wimmer absolvierte an der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried einen Zugführer-Lehrgang. Auch auf Landkreisebene wurden zahlreiche Lehrgänge besucht.

Es sei im Vorjahr »ein Haufen los gewesen«, stellte Kreisbrandmeister Josef Steinhauer fes. Er lobte die professionellen Einsätze der Erlstätter Feuerwehr und deren vorbildliche Ausbildung und Jugendarbeit. Sie seien die Grundlage für den geordneten Einsatz. »Bei den Leistungsabzeichen müssen wir die Erlstätter sogar manchmal ein wenig bremsen«, schob Steinhauer schmunzelnd hinterher. »Gott segne und beschütze sie bei ihren Einsätzen und kommen sie immer wieder gesund heim«, betonte Pater Vasile und lobte die gute Zusammenarbeit.

Auch Bürgermeister Georg Schützinger lobte die Einsatzbereitschaft und das vielfältige Engagement der Erlstätter Feuerwehr sowie deren geordnete Finanzen. mmü