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Feuer und wilde Fratzen

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Ein großes Spektakel mit viel Feuer, Nebelmaschinen und wilden Masken boten die einzelnen Kramperlgruppen in der Ortsmitte von Reit im Winkl. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Allenthalben war eine gewisse Anspannung zu spüren: Auf dem Parkplatz, auf dem sich eine ganze Schar vornehmlich Jugendlicher und junger Männer versammelt hatte und sich mit Fellgewand, Holzmaske und diversen Utensilien schrittweise in ganz unterschiedliche, aber sehr wilde Kramperl verwandelten. Eine steigende Unruhe war aber auch 300 Meter weiter vor dem Rathaus insbesondere bei den Kindern unter den 300 bis 400 Zuschauern zu bemerken, die den Kramperllauf in Reit im Winkl neugierig miterleben wollten.


Nachdem der Nikolaus seine Geschenke verteilt hatte, stellte Moderator Peperl Neumaier, Mitglied der Masererpass Reit im Winkl, der Reihe nach die eingeladenen Kramperlgruppen vor. Und die zogen schließlich unter Einsatz von Nebelmaschinen, viel Pyrotechnik und Feuer sowie stattlichen Kuhglocken zu dröhnend lauter Rockmusik in die Dorfmitte.

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Mit dabei waren die Gastgeber aus Reit im Winkl, anschließend folgten die Lofererpass aus Kössen, die Hochfellner-Bergdeifen aus Bergen, die Kalchofenpass aus Unken und schließlich die Hochbergpass aus Traunstein. Sie führten unterschiedliche Choreografien auf, tanzten, kämpften und wiesen übereifrige, meist jugendliche Zuschauer mit ihren langen Ruten in die Schranken. »Wir legten schon großen Wert darauf, dass der Kramperllauf nicht zu wild wird und dass nichts aus dem Ruder läuft«, betonte einer der Veranstalter den Eindruck, den auch die Zuschauer nach der etwa einstündigen Schau gewannen.

Dass die Aura der Kramperl, der Weg der Herstellung, aber auch die unterschiedliche Gestaltung eine gewisse Anziehungskraft bei den Einheimischen und Gästen erzeugen, zeigte die Maskenausstellung der Masererpass in den Räumlichkeiten von »per pedes«, einem Geschäftshaus im Ortszentrum. Wegen der hohen Resonanz wurde die Ausstellung, welche die Masererpass zum zehnjährigen Vereinsbestehen organisierte, bis zum 6. Januar verlängert. ost

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