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Festwoche des Grabenstätter Trachtenvereins »Chiemgauer« eröffnet

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Dass Georg Schützinger als dienstältester Bürgermeister im Landkreis auch beim »Ozapfen« Routine hat, bewies er zum Auftakt der Festwoche des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt, der bis einschließlich Montag sein 100-jähriges Bestehen feiert. Unser Bild zeigt ihn mit (von links) dahinter etwas versteckt Dirigent Christian Bergmann (Musikkapelle Grabenstätt), Vortänzerin Veronika Huber, Zweitem Vorstand Franz Wiesholler, Vorplattler Michael Kaindl, Miss Chiemgau Annette Weißenbacher, Brauerei-Chefin Gabi Schnitzlbaumer und Trachtenvorstand Sepp Fleischmann. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Die Festwoche des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt begann mit einem hervorragend besuchten, höchst unterhaltsamen »Tag der Betriebe, Vereine und der guten Nachbarschaft«. Schirmherr, Ehrenvorstand und Bürgermeister Georg Schützinger brauchte drei routinierte Schläge, bis das Bier floss und er die vollen Maßkrüge auf der Bühne verteilen konnte.


Auf den spaßig gemeinten Vorwurf, dass er einen Schlag zu viel gebraucht hätte, konterte Schützinger später gewohnt trocken: »Der Ude hat a drei braucht und der will Ministerpräsident werden und i net«. Im Namen der Gemeinde wünschte er dem Trachtenverein einen »guten Festverlauf« und an allen sechs Tagen ein volles Festzelt.

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Vorstand Sepp Fleischmann freute sich über die zahlreichen »Gäste aus nah und fern«. Besonders herzlich empfing er die mit 100 Leuten vertretene Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim und etwa 20 Vertreter des amerikanischen Partnervereins Bavarian Club Edelweiß Westchester New York. Bis Freitag sollen noch etwa 50 weitere US-Trachtler in Grabenstätt eintreffen, hieß es.

Vor gut zwei Jahren habe man bereits mit den Planungen begonnen, so Fleischmann, »und uns nicht vorstellen können, dass das so wird«. Ein Sonderlob erhielten seine Trachtler, die »seit Donnerstag das Zelt aufgebaut und alles bestens hergerichtet und geschmückt haben«. Musikalisch umrahmt wurde der Jubiläumsauftakt von der Musikkapelle Grabenstätt unter der Leitung von Christian Bergmann. Als Festmusik wird sie noch drei weitere Male aufspielen.

Beste Unterhaltung boten auch die Aktiven des Trachtenvereins, die erst im Winter gegründete Goaßlschnalzergruppe und Dudelsackspieler Georg Speckbacher, der mit der Blasmusik für ein einzigartiges Klangerlebnis sorgte. Nicht nur die amerikanischen Gäste waren begeistert. Unter den Besuchern weilten auch Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke, Chiemings Bürgermeister Benno Graf, sein Seebrucker Amtskollege Konrad Glück, Gemeinderäte und die noch bis Jahresende amtierende Miss Chiemgau, Annette Weißenbacher.

Nach dem Festauftakt und der gestrigen »Bierzelt-Gaudi« steht am heutigen Freitag im Festzelt am Sportplatz das Weinfest mit Weinen aus der Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim an. Auf das Totengedenken am morgigen Samstag um 18.30 Uhr am Kriegerdenkmal folgt ab 20 Uhr der Festabend. Volles Programm verspricht auch der Festsonntag: Auf den Weckruf um 6 Uhr folgen der Empfang der Vereine ab 8 Uhr am Festzelt, die Aufstellung zum Kirchenzug um 9.15 Uhr, der Festgottesdienst um 10 Uhr am Fuße des Kalspergs und gegen 11 Uhr der Festzug durch den Ort. Nach dem Mittagessen, den Ehrentänzen und der Meistpreis-Vergabe im Festzelt ist dort gemütliches Beisammensein. Abgeschlossen wird der Festtag ab 17 Uhr mit Musik von »Da oa, da anda und i«.

Der Festausklang mit Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) ist am Montag um 20 Uhr. Zu Beginn des politischen Abends gibt es um 18 Uhr ein Kesselfleischessen. Bereits um 19.30 Uhr eröffnet Haderthauer mit der Jugendtheater-, Musik- und Kunst-AG am Sportplatz deren renovierten »Grabenstätter Herzerlweg«. Dazu sind vor allem die Künstler und alle Kinder und Jugendlichen willkommen. mmü