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Festival rund um die Zither

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Die Zither war im  19. Jahrhundert ein  richtiges Volksinstrument. Heute scheint sie ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Die Zither war früher ein beliebtes Volksinstrument – und Traunstein war schon immer eine Stadt, in der man das Zitherspiel besonders pflegte.


Die vielen Aktivitäten des Zitherclubs »Chiemgau-Klänge« seit dem Ende des 19. Jahrhunderts belegen das auf eindrucksvolle Weise. An diese Tradition knüpft nun der Verein »Zither in Bayern« mit seinen Zithermusiktagen in Traunstein an; das Festival beginnt am Samstag, 30. September.

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Schirmherr ist der frühere Landtagspräsident Alois Glück. »Die Zithermusiktage in Traunstein werden in sehr vielfältigen Konzerten den einzigartigen Klangcharakter der Zither zur Geltung bringen«, betont er in seinem Grußwort. Der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel pflichtet ihm bei: »Durch die breite und vielfältige Präsentation des Zitherspiels rückt dieses besondere Instrument wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und begeistert sicherlich Jung wie Alt.«

Von der Andacht in der Kirche bis zum Hoagascht im Wirtshaus – die Zither soll bei zahlreichen Konzerten mit einer großen stilistischen Bandbreite dem Publikum vorgestellt werden. Bei einer Zitherfachmesse stellen mehrere Zitherbauer ihre Instrumente aus und stehen allen Interessierten für Fragen des Zitherbaus zur Verfügung. Außerdem stellen Musikverlage ihre Literatur für Zither vor.

Während der Zithertage zeigt das Heimathaus eine Ausstellung von Elisabeth Genghammer und Gerhard Zellner über die Geschichte der Zither in den vergangenen 100 Jahren mit vielen interessanten Exponaten. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist am Montag, 2. Oktober, geschlossen.

Das Eröffnungskonzert am Samstag, 30. September, um 20 Uhr im Traunsteiner Rathaussaal gibt bereits einen Eindruck von der Vielseitigkeit des Instruments. Denn das Spektrum der Beiträge reicht von Volksmusik über Klassik bis hin zum Pop und zeigt, dass die Zither selbst ungewöhnlichen Aufgaben gewachsen ist. Mitwirkende sind die »Boarische Almmusi«, das »Further Trio«, die »Siegsdorfer Sänger«, das »Trio Collegio«, Bettina Obermeier und Willi Huber.

Bei der Zither-Fachmesse »Rund um die Zither« am Dienstag, 3. Oktober, von 10 bis 18 Uhr im Brauereiausschank Schnitzlbaumer stellen Zitherbauer und Verlage ihre Produkte aus. Dabei ist auch die »Kerschbam Zithermusi« zu hören. Ein weiterer Höhepunkt ist am gleichen Tag um 20 Uhr das Konzert »Vielse(a)itige Geschwister: Zither und Harfe« mit Inge Reischl und Wolfgang Schafferer in der Zieglerwirtsstube des Heimathauses.

»Von Bayern nach Japan« ist der Titel eines Konzerts am Mittwoch, 4. Oktober, um 20 Uhr im Gasthaus Sailer-Keller. Dabei vereint das »Siebold-Trio« die traditionelle Musik des Westens mit fernöstlichen Klangwelten.

Nirgends entfaltet die Zither ihren Zauber besser als im sakralen Raum. Das soll das Konzert mit geistlich-meditativer Zithermusik am Donnerstag, 5. Oktober, um 20 Uhr in der Salinenkapelle am Karl-Theodor-Platz zeigen. »Wie Weihrauch steige meine Musik zu Dir auf« ist der Titel des Konzerts mit dem Zitherduo Uwe Schmid und Georg Seidenspinner. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

»Münchner Zitherzeiten« ist der Titel des Abschlusskonzerts mit den »Münchner Schrammeln«, das am Samstag, 7. Oktober, um 20 Uhr im Gasthaus Sailer-Keller stattfindet. Vorverkaufskarten gibt es unter anderem in der Tourist-Info Traunstein oder bei der Geschäftsstelle des Vereins »Zither in Bayern«, Telefon 08042/50 13 54. fb