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Festauftakt mit Bierzeltstimmung pur in Waging

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Ein Prost auf gutes Gelingen des TSV-Festes, von links: Schirmherr Herbert Häusl, Bräu Bernhard Sailer, TSV-Vorsitzender Beppo Hofmann und Festleiter Helmut Bauer. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Drei Schläge – und ozapft war's. Das Festprogramm zum 125-jährigen Bestehen des TSV Waging hatte mit einem zünftigen Bierzeltabend einen tollen Auftakt. Nachdem Schirmherr Bürgermeister Herbert Häusl das erste Bierfass angezapft hatte, sorgte die Blaskapelle Jung-Otting für Bierzeltstimmung vom Feinsten. Am Schluss standen (fast) alle auf ihren Bänken, schunkelten und sangen kräftig mit.


Dabei hielt man sich auch nicht lange mit Festreden auf. Nur der Moderator der ersten viertel Stunde, Christian Reiter, hieß die rund 1500 Besucher willkommen. Und ob sich die Feuerwehrler bis zum Schluss an den Rat von Sänger Jürgen Eschmann hielten, nur Limo zu trinken, damit sie jederzeit einsatzbereit blieben, ist auch nicht gesichert überliefert.

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Die Musikanten gingen aber vor dem Bieranstich auf Nummer sicher und verpackten Verstärker und sonstiges technisches Material in der Nähe des Bierfasses sicherheitshalber in Decken. Aber das Misstrauen war umsonst. Mit drei Schlägen öffnete Schirmherr Häusl ohne Spritzer das erste Fass des Hofbräuhaus-Festbiers, flankiert und moralisch unterstützt von Bräu Bernhard Sailer und seiner Mannschaft. Dann wurden die gefüllten Bierkrüge an das gesamte TSV-Team verteilt und auf gutes Gelingen des Festes angestoßen. Das war dann aber auch schon das offizielle Festprogramm. Von da an hatten die Musikanten das Sagen. Zunächst ließen sie es noch etwas ruhiger angehen: Märsche und Polkas standen auf dem Programm, bald schon aber wurde die traditionelle Blasmusik von der Bierzelt-Stimmungsmusi abgelöst. Da schallte die »Rosamunde« durchs Zelt, die »Tante Liesi« wurde besungen, das »Rehragout« serviert – um nur einige Titel zu nennen. Um 21 Uhr nahmen sich die Musikanten noch eine kurze Pause und dann ging's richtig los. Ab da begannen die Besucher mitzusingen und mitzuklatschen, die ersten kletterten auf ihre Bänke – dem Beispiel folgten im Lauf des Abends viele andere. Vorn dran bei der Blaskapelle stand das singende Trio Gitti Kraller, »Samba« Herbert Mauerkirchner und Jürgen Eschmann. Sie brachten das Publikum schnell in Schwung, mit Liedern, Jodlern und Witzchen, später unterstützt von Posaunist und Kapellen-Chef Alfons Thaler, der seine Qualitäten als Stimmungskanone einmal mehr zum besten gab – mit ein paar lustigen Verkleidungen aufgepeppt. Zünftige Stimmungsmusik vereinte sich hier mit musikalischer Qualität auf hohem Niveau – die Jung-Ottinger sind allemal Garant für feine Musik, auch wenn sie drumherum viel Gaudi und Unsinn treiben auf der Bühne.

Die Verantwortlichen des TSV Waging können mit diesem Auftakt zufrieden sein, sowohl was die Stimmung als auch die Besuchermenge anbetrifft. Jetzt sind einige Tage Pause angesagt, ehe mit den »3 Zwidern« am Mittwochabend wieder Bierzeltstimmung der oberen Liga ansteht. he