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Fest ist eröffnet: Jetzt feiert die Feuerwehr

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Ganz ohne Spritzer ging’s nicht ab: Bürgermeister Benno Graf (links) beim Bieranstich zum Auftakt der Harter Festwoche. Die Umstehenden können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen (von rechts): Franz Wimmer, Matthias Kaindl, Alfons Maier, Alfred Mitterer und Seppi Mayer. (Foto: H. Eder)

Chieming. Das erste Fass ist »o´zapft«. Das Zelt ist bei der offiziellen Eröffnung der Harter Festwoche bestens gefüllt gewesen – und jetzt steht am morgigen Sonntag schon das erste Jubiläum an: die Feier des 125-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hart – mit Kirchenzug, Festgottesdienst und Festzug.


Der Festauftakt begann mit dem gemeinsamen Totengedenken der beiden Festvereine: der Freiwilligen Feuerwehr und des Burschenvereins »Edelweiß« Hart, der im Rahmen der Festwoche sein 90-Jähriges begeht – am Sonntag in einer Woche. Nach Gebeten und Fürbitten legten die Vorsitzenden der beiden Vereine Kränze nieder: Franz Wimmer für die Feuerwehr, Matthias Kaindl für den Burschenverein. Mit dem dreifachen Fahnengruß, Salutschüssen und der Melodie vom »Alten Kameraden«, angestimmt von der Musikkapelle Chieming, ging die Gedenkfeier zu Ende.

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Das Festzelt füllte sich danach rasch mit Besuchern, mit dabei neben den Hartern auch zahlreiche Delegationen mit den Bürgermeistern und Gemeinderäten aus der Nachbarschaft. Festleiter Seppi Mayer ging dann in humorvoller Weise darauf ein, dass es gar nicht so einfach gewesen war, bis sich die beiden Harter Vereine, die Feuerwehr und der Burschenverein, zusammengerauft und zu einer gemeinsam ausgerichteten Festwoche entschlossen hatten. Zwei Unentwegte waren es demnach, die sich von Anfang an – und das reicht schon zwei Jahre zurück – für eine gemeinsame Festwoche eingesetzt hatten: Mayer selbst und Jakob Lauber. Aber schon die ersten Kontakte zwischen den Vereinen hätten gezeigt, dass sich diese doch »mehra ausananda glebt ham, wia anfangs dacht«. Die jeweils bereits sehr konkreten Vorstellungen der beiden Vereine zum Programm, zum Festausschuss und zum Festleiter schienen anfangs unvereinbar, dazu kam noch etwas Argwohn, was eine gemeinsame Kasse betraf. Mayer schilderte im Detail die Fülle an »Korrekturversuchen«, an »Versöhnungssitzungen«, an »Bräu-Sitzungen«, in denen man um ein gemeinsames Fest gerungen hatte. Endlich, bei der dritten »Bräu-Sitzung«, kam es zur Einigung, und so konnte die erste offizielle Festausschusssitzung einberufen werden.

Nach diesen Plaudereien aus dem Nähkästchen oblag es Bürgermeister Benno Graf, das erste Fass anzustechen. Zuvor lobte er die Festvereine, die jetzt tage- und wochenlang arbeiten mussten, und die Festmusik, die jetzt »14 Tage lang voll im Geschirr« sei. In Hart sei alles möglich, meinte Graf weiter und sprach damit das bunte Politikprogramm an. Mit einigen wenigen Schlägen und einigen Spritzern vergossenen Biers ging dann das Anzapfen weitgehend problemlos über die Bühne. Und dann prosteten alle Beteiligten vom Bürgermeister über die Vereinsvorstände bis hin zum Festwirt und Küchenchef einander zu und stießen an auf ein gelungenes Fest.

Das weitere Programm des Abends wurde von Auftritten der Chieminger Trachtler, der Goaßlschnalzer und natürlich der Musikkapelle bestritten. Überraschend trat dann auch noch ein Nachwuchs-Kabarettist auf: Simon Petermüller auf den Spuren von Gerhard Polt. »I waar jetzt da Kabarettist«, stellte er sich vor. »Der Herr Polt, der eigentliche Kabarettist, hat net Zeit g´habt.« Also übernahm er täuschend echt dessen Rolle und jammerte beispielsweise über betrügerische Leasingverträge oder misslungene Feinschmeckerreisen zu den Aborigines in Australien.

Am heutigen Samstagabend um 20 Uhr ist Weinfest mit dem Trio »Da oa, da anda und i«. Am morgigen Festsonntag der Feuerwehr ist um 10 Uhr Festgottesdienst am Altar unterhalb des Kriegerdenkmals, danach setzt sich der Festzug zum Zelt in Gang. he