Ferientypischer Anstieg der Arbeitslosenquote

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Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Traunstein – Am heimischen Arbeitsmarkt gab es im August einen ferientypischen Anstieg der Arbeitslosenquote, zugleich bestehen hier sehr gute Ausbildungschancen.


Das geht aus den am Donnerstag von der Arbeitsagentur Traunstein veröffentlichten Zahlen für den vergangenen Monat hervor. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein (Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting) betrug im Ende August 3,2 Prozent, das sind 8534 Menschen. Im Vergleich zu Juli stieg die Quote um 0,2 Punkte.

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In den vier Landkreisen sind aktuell 1009 unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet; dem stehen 334 sogenannte unversorgte Bewerber gegenüber – also reich rechnerisch drei Plätze pro Bewerber. »Die individuellen Fähigkeiten und Talente, die ein junger Mensch hat, passen selten ausschließlich zu einem einzigen Beruf«, sagt dazu Agentur-Chefin Jutta Müller. »Hierin auch für sich selbst die Chance zu sehen, sich mit dem ganzen Berufsfeld anzufreunden, sich selbst auch Entwicklung zu gestatten, führt öfter zum Erfolg, als die strikte Festlegung auf einen einzigen Ausbildungsberuf.«

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug Ende August 2,7 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Juli. 2553 Menschen sind arbeitslos gemeldet, 169 mehr als im Juli und 58 mehr im August 2016, als die Quote ebenfalls bei 2,7 Prozent lag.

Im Laufe des vergangenen Monats beendeten 740 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 306 gingen in Erwerbstätigkeit, 156 in Ausbildung oder Qualifizierung, 231 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab, der Rest machte keine Angaben. Dem stehen 907 Zugänge gegenüber, das sind 136 mehr als im Vormonat und 56 mehr als im August 2016.

Derzeit sind der Arbeitsagentur für den Landkreis Traunstein 1182 offene Stellen gemeldet, 131 mehr als im Vorjahr und 13 mehr als im Juli. 183 Angebote kommen aus dem Gastgewerbe, 106 Angebote bietet der Handel und 126 Angebote sind im Gesundheits- und Sozialwesen sind gemeldet.

Der Ausbildungsmarkt im Landkreis Traunstein zeigt noch 95 unversorgte Bewerber, gegenüber 317 unbesetzten Ausbildungsstellen. Die beiden größten Berufsklassen bei den noch freien Ausbildungsplätzen sind kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus mit 114 Stellen. In der Berufsklasse Produktion und Fertigung sind noch 108 Ausbildungsstellen frei, davon 43 in der Lebensmittelherstellung und Speisenzubereitung. 30 Ausbildungsstellen sind in der Fahrzeugtechnik noch frei. »Ob Hotellerie, Lebensmittelbranche oder technische Berufszweige; Arbeitgeber und Karrieremöglichkeiten sind vielfältig und bieten anspruchsvolle Berufswege, hier in unserer Region«, betont Müller.

Landkreis Berchtesgadener Land

Um 0,1 Prozentpunkte stieg die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land im Vergleich zum Juli. Aktuell beläuft sie sich auf 3,4 Prozent, Im August 2016 hatte sie noch 3,5 Prozent betragen. 1706 Menschen waren Ende August arbeitslos gemeldet, das sind 36 mehr als im Juli und 55 weniger im August 2016

Insgesamt beendeten im August 451 Menschen im Berchtesgadener Land ihre Arbeitslosigkeit. 177 gingen in Erwerbstätigkeit, 77 in Ausbildung, der Rest meldete sich in Nichterwerbstätigkeit ab bzw. machte keine Angaben. 485 Menschen meldeten sich im Laufe des Augusts arbeitslos, acht weniger als im Juli und 91 weniger als im August 2016.

1065 offene Stellen sind aktuell im Berchtesgadener Land – sechs mehr als im Juli und 212 mehr als im August des Vorjahres – neu aufgenommen worden. In den Berufsbereichen Produktion und Fertigung sind momentan 315 Stellen frei, bei den kaufmännischen Dienstleistungen und im Handel 236 Angebote und im Gesundheits- und Sozialwesen sind aktuell 145 Angebote zu besetzen.

Der Ausbildungsmarkt zeigt für den August im Berchtesgadener Land noch 56 unversorgte Bewerber gegenüber 260 freien Ausbildungsstellen. »In allen Berufsbereichen gibt es noch offene Ausbildungsstellen«, erläutert Müller, »allen Ausbildungssuchenden und Betrieben ist gut geraten, auch in den nächsten Wochen nicht aufzugeben, da sich noch sehr viel bewegen wird. Wichtig ist, Alternativen zu erwägen«, appelliert Müller. fb

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