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Ferienpark Vorauf wird ein »Sondergebiet für Erholung«

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Aus dem Ferienpark Vorauf wird ein »Sondergebiet für Erholung«.

Siegsdorf – Eine Vielzahl von Bebauungsplan- und Satzungsänderungen hatte der Siegsdorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung, unter anderem auch die Änderung des Bebauungsplans »Sport- und Ferienpark Vorauf-Feichten« hinsichtlich der Nutzungsart.


Seit geraumer Zeit befassen sich Verwaltung und Ausschüsse mit der Neugestaltung des Bebauungsplans für das Feriendorf, der in seiner ursprünglichen Form auf ein reines Ferienhaus-Gebiet mit »ständig wechselndem Personenkreis« ausgelegt war. In der Zwischenzeit werden jedoch viele der ehemaligen Ferienhäuser von den Eigentümern als Wochenend- und Urlaubsdomizil genutzt und nicht mehr oder nur sporadisch vermietet. Um die Festsetzungen des Bebauungsplans an die tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen, wird die Nutzungsart in ein »Sondergebiet für Erholung« geändert, in dem Wochenend- und Ferienhäuser zulässig sind. Der Gemeinderat stimmte geschlossen für diesen Vorschlag.

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Bebauungsplan »Siegsdorf-West«

Auch für die Änderung des Bebauungsplans »Siegsdorf-West« im Bereich der Jakob-Eder-Straße konnte auf der Grundlage des vorliegenden Planentwurfs der Billigungs- und Auslegungsbeschluss einstimmig gefasst werden. Für die Bebauung des letzten noch unbebauten Grundstücks an der Straße forderte das Landratsamt eine Anpassung der planungsrechtlichen Vorgaben. Die Änderung kann im sogenannten beschleunigten Verfahren abgewickelt werden. Die öffentliche Auslegung ist durchzuführen.

Bebauungsplan »Gewerbegebiet am Sportplatz«

Einstimmig fasste das Gremium auch den Satzungsbeschluss zur dritten Änderung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet am Sportplatz« für den Neubau der Schreinerei Feil und des angrenzenden Grundstücks. Weil zu den Anpassungen der Baugrenzen, der Dachform und der Höhe des Silos keine wesentlichen Einwendungen der Behörden vorlagen, beschlossen die Gemeinderäte die Änderung einstimmig.

Ähnlich war der Sachstand zur zehnten Änderung des Bebauungsplans »Hammer 1« für ein Grundstück am Auweg mit der Umnutzung eines Nebengebäudes und der möglichen Errichtung eines zusätzlichen Einfamilienhauses. Auch hier konnte aufgrund der nur geringfügigen textlichen Änderungen auf die Einwendungen der Behörden der Satzungsbeschluss einstimmig gefasst werden.

Wohnhaus-Abbruch und Wiederaufbau in Frauenstätt

Auch einem Antrag auf Vorbescheid zum Teilabbruch und Wiederaufbau eines Wohnhauses in Frauenstätt befürwortete das Gremium einstimmig. Das Gebäude, laut Chronik das frühere Zuhäusl der Mühle Frauenstätt, wurde 1994 mit einem Anbau an der Westseite versehen. Der Eigentümer möchte nun den östlichen Altbestand abbrechen und im Ausmaß von 12,90 auf 14,58 Meter wieder errichten. Die Baugrenzen würden annähernd gleich bleiben, der bisher außermittige First mit seitlicher Abschleppung des Dachs wird durch ein gleichseitiges Satteldach ersetzt, was auch eine bessere Nutzung des Dachgeschoßes zur Folge hätte. Da auch der Grundstücksnachbar zugestimmt hat, stand der Anfrage nichts entgegen.

Für die gemeindeeigenen Grundstücke in Siegsdorf-Molberting, die im Zuge der Straßenerschließungsmaßnahme in die Bauleitplanung aufgenommen wurden, soll das Verfahren zügig weitergeführt werden. Nach dem vorliegenden Planungsentwurf des Büro Zeller & Romstötter wird das Verfahren weitergeführt und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt.

»Gschwendtstraße« – Feld- und Waldweg zwischen Eckhof und Gschwendt

In drei Punkten behandelte man zudem die Widmung und Einziehung von Teilstrecken der Gemeindestraße »Gschwendtstraße« und eines öffentlichen Feld- und Waldweges zwischen Eckhof und Gschwendt. Im Zuge des Ausbaus der Gschwendtstraße wurde der Straßenverlauf geändert. Um den geänderten Gegebenheiten gerecht zu werden, wurde nun eine Teilfläche eingezogen und dafür das neue Straßenstück außerhalb der Hoffläche neu als Gemeindestraße gewidmet. Zwei Teilstrecken eines öffentlichen Waldwegs zwischen Gschwendt und Hörgering mussten ebenfalls eingezogen werden. Der nördliche Teil des Wegs ist in der Natur nicht mehr vorhanden und hat dadurch jede Verkehrsbedeutung ebenso verloren wie ein Teilstück, das nach dem geänderten Straßenverlauf bedeutungslos geworden ist. FK