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»Fellnerfest« am Taborkircherl gefeiert

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Den Berggottesdienst beim Fellnerfest zelebrierte Pater Gabriel Budau (zweiter von links).(Foto: Humm)

Bergen – Am 6. August 1891 wurde erstmals während des Baus der Taborkirche auf dem Hochfellngipfel das erste Messopfer gefeiert. Seither begeht man jedes Jahr an diesem Tag das »Fellnerfest« mit dem Patrozinium am Tag der Verklärung Christi.


Früher war der 6. August ein »Bauernfeiertag«, wie auch für die Berufsstände Förster, Holzknechte und Senner. Auch heute wird an diese alten Berufsstände im Verlauf des Gottesdienstes noch erinnert. Pater Gabriel Budau zelebrierte den Gottesdienst in Anwesenheit vieler Geistlicher aus Bergen, Siegsdorf, Adelholzen und Ruhpolding. Etwa 400 Besucher wohnten trotz ungünstiger Witterung dem Berggottesdienst bei. Vor allem Urlauber bedauerten die durch Wolken verhangene schlechte Sicht auf die Taborkirche.

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Viele der Teilnehmer waren mit der Seilbahn gekommen. Doch aus Tradition ließen es sich mehrere Dutzend Bergener nicht nehmen, zu Fuß von Bergen aus auf den Gipfel zu steigen. In seiner Predigt ging der Zelebrant auf die biblische Geschichte mit der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor in Israel ein. Pater Gabriel betonte dabei die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen. Und der Pater wünschte sich von den Menschen einen achtbaren Umgang im Miteinander. »Reicht euch die Hände, auch wenn ihr die Menschen, die neben euch stehen, nicht persönlich kennt«, forderte er die Anwesenden auf. Er segnete noch die vielen Kräuterbüscherl. Besonders würdigte er den Kirchenpfleger des Taborkircherls, Franz-Josef Strauß, der seit einigen Jahrzehnten durch aufwändige, ehrenamtliche Arbeiten die idealen Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf dieses Festtages sorgt. Musikalisch gestaltet wurde die Bergmesse von der Miesenbacher Trachtenkapelle aus Ruhpolding. Traditionell war am Ende das Lied der Bayern zu hören. OH

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