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»Feinjustierung« bei der Müllabfuhr

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Foto: dpa/Symbolbild

Traunstein – Erneut haben etliche Haushalte in Traunstein an ihrer Mülltonne einen Hinweis gefunden. Die Abfuhrzeiten, so hieß es in dem Schreiben der Firma Wurzer, änderten sich erneut, »da wir entweder Mengen- bzw. Zeitprobleme haben«.


Nach der Umstellung der Müllabfuhr, von der sich der Landkreis eine Einsparung von mehreren 100 000 Euro pro Jahr verspricht, hatte es zunächst an mehreren Stellen Probleme gegeben. »Im Großen und Ganzen läuft das ja inzwischen gut, aber jetzt geht's halt noch an die Feinjustierung«, erklärte dazu Pressesprecher Roman Schneider vom Landratsamt Traunstein.

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Und die Leiterin des Sachgebiets Abfallwirtschaft, Dr. Birgit Seeholzer, ergänzt: »Da gibt es in den nächsten Wochen noch ein paar Anpassungen in Traunstein und anderen Gemeinden. Denn im Zuge der ersten Erfahrungen hat sich herausgestellt, dass die Fahrzeuge teilweise überladen waren oder die Fahrer schon um 5 Uhr durch Wohngebiete hätten fahren müssen, um rumzukommen.« Das seien jetzt noch die letzten notwendigen Änderungen, »aber dann passt's für die nächsten zehn Jahre.«

In den meisten Fällen verschiebe sich die Müllabfuhr um einen Tag nach hinten, nur in wenigen Fällen um einen oder zwei Tage nach vorn, so Dr. Seeholzer. Diese Woche gebe es eine Besonderheit. In den Fällen, bei denen sich die Müllabfuhr von Dienstag auf Mittwoch verschiebe, würden die Tonnen ausnahmsweise wegen des Feiertags am Mittwoch am Donnerstag geleert.

Der aktuellste Kalender ist im Internet zu finden

Unglücklicherweise seien die Kalender, die an alle Haushalte verschickt wurden, durch die neuerlichen Änderungen in vielen Straßen bereits nicht mehr gültig. Die Bürger sollten im Zweifelsfall dem Kalender vertrauen, der in den vergangenen Tagen an der Mülltonne klebte. »Wir werden auch nochmal neue Kalender drucken, die in den Gemeinden ausgelegt werden«, so Seeholzer, »die sind aber auch im Internet einzusehen. Der dort veröffentlichte Kalender ist der aktuellste.«

Wieviel der Landkreis durch die Umstellung auf die neuen Betreiber tatsächlich spart, könne man erst Mitte Januar sagen, wenn die genauen Tonnen-Zahlen feststünden. Dann werde alles noch einmal berechnet, erklärte Seeholzer, man könne aber von 800 000 bis 900 000 Euro ausgehen.

Eine Gebührenminderung sei dennoch nicht machbar – etwa im März werde über die Umsetzung des Bundesgesetzes entschieden, das die verpflichtende Einführung der Bio-Tonne verlange. »Und da hoffen wir, dass wir durch die Einsparungen auf der einen Seite die Kosten, die neu entstehen, ausgleichen und die Müllgebühren stabil halten können.«

Wenn es noch Fragen gibt, Tonnen nicht geleert werden oder andere Probleme auftauchen, kann man die Firma Wurzer unter der Servicenummer 0800/0987937 erreichen, die Firma Veolia unter 08621/80619 11 und die Firma Remondis unter 08664/98 85 304. coho