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Feine Volksmusik zu Ehren des »Lindl«

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Unter den Teilnehmern war auch das Bucheckerl Gitarrentrio mit Sebastian Döpper, Elisabeth Daxenberger und Elisabeth Bachmeier, die aus Siegsdorf und Bergen kommen. (Foto: Krammer)

Bergen. Einen etwas anderen Lindl-Hoagart als gemeinhin üblich veranstalteten die drei Burschen der »Leitnhax-Musi« anlässlich ihres Lindl-Gewinns im vergangenen November. Der rustikale Rahmen in der Tenne des Schusterhof bei Bergen verband sich bestens mit der feinen, von Saiteninstrumenten dominierten Vortragsweise der durchwegs jungen Sänger und Musikanten.


»Wem bei solch ehrlicher und echter Volksmusik das Herz nicht aufgeht – der hat keines, zumindest kein bayerisches«, freute sich Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel bei der Übergabe der Lindl-Medaillen an die drei Veranstalter Hiase Mayer, Thomas Buchöster und Hanse Krammer von der »Leitnhax-Musi«. Die festlich geschmückte Holzfigur des Traunsteiner Lindl im Blick, dankte Kegel allen Musikanten und schloss sich den Worten von Zitherspieler Hanse Krammer an, der den Lindl-Wettbewerb als Initiator für gegenseitiges Kennenlernen bezeichnet hatte.

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Bereits am Nachmittag hatte sich ein Großteil der Sänger und Musikanten im Schusterhof eingefunden, um gemeinsam zu Musizieren und zu Singen und sich im geselligen Rahmen kennen zu lernen. Mit viel Gespür hatten die Veranstalter ein fein aufeinander abgestimmtes Programm erarbeitet und sich dazu weitere Lindlgewinner und befreundete Musikanten und Sänger eingeladen.

Die »Bernauer Lausbuam-Musi« und die Gruppe »Dreimalig«, beide ebenfalls Lindl-Gewinner 2013, das »Bucheckerl Gitarrentrio«, die »Mitterbicha Zithermusi« und der »Weinstubn Dreigesang« verbanden sich trotz unterschiedlichster Besetzungen zu einem harmonischen Hoagart. »Wir legen den Schwerpunkt heute auf die musikalischen Darbietungen«, verkündeten die drei Veranstalter, die abwechselnd in kurzer Form die Vorstellung der Musikanten übernahmen und die dazu notwendigen Ansagen humorvoll absolvierten.

Die »Mitterbicha Zithermusi« erfüllte die Schusterhof-Tenne mit den vollen Tönen ihrer beiden »Kerschensteiner Zithern« und der sensiblen Kontragitarre. Mit seltener, aber nicht minder eindrucksvoller Besetzung wartete die Gruppe »Dreimalig« auf. Mit Diatonischer Ziach, Harfe und Violine spielten sich die drei Musikanten schnell in die Herzen der Gäste.

Als weiteres »Trio« warteten drei »Bucheckerl« mit ihren Gitarren auf. Sie präsentierten ihre Stücke in unterschiedlichsten Varianten und passten sich trotz ihrer Jugend problemlos dem hohen musikalischen Niveau des Abends an. Das gilt auch für die »Bernauer Lausbuam-Musi«, die im vergangenen Herbst ebenfalls eine Auszeichnung vom Lindl-Wettbewerb mit nach Hause nehmen konnten. Mit Harfe, der Diatonischen und einem Tenorhorn erfreuten sie mit frischer unkomplizierter Volksmusik, die sich erstaunlich gut dem von Saitenmusik dominierten Programm anpasste.

Für die gesangliche Abwechslung hatten sich die Veranstalter den »Weinstubn Dreigesang« eingeladen, die von einer Zither begleitet wurden. Mit selbst gesetzten und erarbeiten Stücken wie dem »Schnapsverbot-Boarischen«, dem Kirtahutschn-Walzer oder der Koarl-Polka setzten die Gastgeber weitere Glanzpunkte, bevor sie mit dem »Kofler auf Zeslar-Marsch« den offiziellen Teil abschlossen. FK