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FC Traunreut sagt Maulwürfen den Kampf an

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Die Hügellandschaft auf dem FC-Platz in Traunreut macht das Spielfeld unbespielbar und birgt nicht nur für die E-Fußballjugend eine Verletzungsgefahr. Die gefährlichen Stolperstellen auf dem Hauptplatz, der saniert werden soll, sollen noch in diesem Herbst durch eine Maulwurfsperre bereinigt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Umtriebige Maulwürfe sorgen derzeit in Traunreut für Ärger. Die Tiere machen bei der Anlage ihres Höhlensystems auch vor dem Spielrasen des FC Traunreut nicht Halt. Die Hügellandschaft macht zum Ärger der Verantwortlichen den Rasen unbespielbar und birgt eine Verletzungsgefahr für die Fuß- und Footballer. Im Zuge einer Generalsanierung, die jüngst bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen wurde, sollen die gefährlichen Stolperstellen der ungebetenen Untermieter in naher Zukunft bereinigt werden.


Sogenannte Maulwurfsperren (Gitter) sollen verhindern, dass die unter Naturschutz stehenden Maulwürfe in den Spielrasen vordringen. Durch diese Gitter sind die Maulwürfe nicht mehr in der Lage, die zu verdrängende Erde nach oben in Maulwurfshaufen aufzutürmen. Nach Angaben der FC-Vorstandschaft sollen die Maulwurfsperren noch in diesem Herbst eingebaut werden. Um Geld zu sparen, soll der Einbau der Maulwurfssperren auf der West-, Süd- und Nordseite des Platzes in Eigenregie durchgeführt werden. Der Platz selbst soll im kommenden Herbst neu aufgebaut werden. In dieser Zeit ist der Platz, der hauptsächlich von den Fuß- und Footballern genutzt wird, für etwa acht Monate nicht bespielbar.

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Nach Aussagen des Vorsitzenden Viktor Moreno hätten die Nachbarvereine signalisiert, in dieser Zeit für die Fußballspiele ihre Spielplätze zur Verfügung zu stellen. Für die Heimspiele der Footballer, die in die Bayernliga aufgestiegen sind, müssten noch Ausweichplätze gefunden werden. Moreno ist aber zuversichtlich, dass auch dieses Problem zu lösen ist. Sein Ziel ist es, die Platzsanierung spätestens bis zu den Neuwahlen der Vorstandschaft 2019 abzuschließen. Um die Pflege des neuen Platzes sollte sich dann ein Platzwart kümmern. »Wir werden nicht herumkommen, einen Platzwart einzustellen.«

Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt verschwieg Moreno auch nicht, dass die Platzpflege in den zurückliegenden Jahren zu wünschen übrig gelassen habe. »In den vergangenen zehn Jahren ist nichts passiert. Es wurde nur Flickschusterei betrieben.« Deshalb habe man jetzt einen Landschaftsarchitekten beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. »Wir wollten aber nicht über die Köpfe unserer Mitglieder entscheiden und haben die Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen.«

Das Konzept mit drei Varianten wurde der Versammlung von dem Landschaftsarchitekten vorgestellt und diskutiert. »Wir haben uns auf eine Variante mit einem mittleren Preissegment verständigt«, erklärte Moreno. Die Kosten für die gewählte Variante bewegen sich zwischen 80 000 und 100 000 Euro. »Wir wollen natürlich versuchen, viel Eigenleistung mit einzubringen«, sagte Moreno. Zuschüsse erhofft sich der 600 Mitglieder starke Verein vom Bayerischen Landessportverein (BLSV) und von der Stadt Traunreut. Außerdem hofft man auf private Spenden.

Das Konzept soll jetzt entsprechend ausgearbeitet und die konkreten Kosten berechnet werden. Wenn alle Fakten feststehen, sollen die Mitglieder dann erneut in einer Versammlung davon in Kenntnis gesetzt werden. ga