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Fasziniert von der Lebendigkeit des Dekanats Baumburg

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Weihbischof Wolfgang Bischof bei der Vesper zum Abschluss der Dekanatsvisitation in der Pallinger Kirche. (Foto: Mix)

Palling. Die Visitation des Dekanats Baumburg endete mit einer Vesper in der Pallinger Pfarrkirche. In den letzten zwei Monaten hatte sich Weihbischof Wolfgang Bischof mit rund 300 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern in allen Pfarreien und Pfarrverbänden des Dekanats Baumburg getroffen und einige soziale Einrichtungen besucht. So betonte er am Ende der Visitation: »Wir haben das Dekanat sehr gut kennengelernt und ich bin fasziniert von der Lebendigkeit.« Besonders hob er hervor, dass sich sehr viele Ehrenamtliche in den Pfarreien einbringen in die Glaubensverkündigung: »Das ist ein ganz großer Schatz.«


Die Visitation stelle einen Blick auf das Gewesene und die aktuelle Situation dar. Gleichzeitig sollten neue Antworten gesucht werden auf die Frage, wie es weitergehen kann. So wie Gott immer wieder Neues schaffe, stünden auch die Menschen in der Kirche immer wieder vor neuen Herausforderungen. »Für mich und meine Mitarbeiter war die Visitation eine wunderbare Zeit. Wir haben viel Begeisterndes erlebt in der Begegnung mit den Menschen im Dekanat«, betonte Weihbischof Bischof und fügte hinzu: »Vergelt's Gott für die Zeit, die wir hier verbringen durften und auch für so manches kritische Wort, das uns hineinträgt in die Zukunft.«

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In den Gremien sei teilweise eine gewisse Unsicherheit zu spüren gewesen, wie es weitergeht. Eine große Bandbreite von Überzeugungen habe er erlebt, von der Einstellung »wir tun alles dafür, das zu erhalten, was wir haben« bis hin zu »wir tun nur noch das Notwendigste, mehr können wir nicht leisten«. Gleichwohl sei ihm jedoch die große Offenheit aufgefallen und die Aufmerksamkeit dafür, was jetzt zu tun ist, um die gewachsenen Strukturen in den Pfarreien zu erhalten.

Nun sei es erst einmal Zeit, »die Hausaufgaben zu machen«, so Weihbischof Bischof. Seine Mitarbeiter würden einen ausführlichen Bericht erstellen, die statistischen Erhebungen dokumentieren und die Ergebnisse der Gespräche festhalten. Alle Pfarreien und Gemeinden sollen ein Schreiben erhalten mit den wichtigsten Punkten der Visitation.

Hans Huber, seit Februar 2011 Dekan des Dekanats Baumburg, begleitete den Bischof bei all seinen Besuchen und lernte dadurch selbst das Dekanat genauer kennen. Er möchte künftig noch mehr darauf schauen, »wer lebt bei uns, was kann man über die Menschen sagen und für sie tun«. Für Huber sei die Visitation gleichzeitig Ansporn gewesen, sich selbst mit seiner Aufgabe und seinem Umfeld intensiv auseinanderzusetzen.

Weihbischof Wolfgang Bischof zitierte den Bibelspruch: »Du aber stärke deine Brüder und Schwestern«, der sehr gut passe. Er habe viel gehört, was Seelsorger, Haupt- und Ehrenamtliche beschäftigt und wie sie aus dem Glauben Kraft schöpfen. Neben vielem anderen habe ihn besonders die Begegnung mit den Kindergartenleitungen beeindruckt, bei der sich ein sehr intensives Glaubensgespräch entwickelt habe. Hier habe er eine große Begeisterung gespürt darüber, dass man im katholischen Kindergarten die eigene Überzeugung und seinen Glauben leben und an die Kinder weitergeben könne.

Diese Visitation eines ganzen Dekanats war ein Pilotprojekt. Nächstes Jahr geht es weiter mit den Visitationen von zwei Dekanaten. Als Fazit stellte Weihbischof Bischof fest, dass es in jedem Fall eine sinnvolle Sache war. Die eine oder andere Erkenntnis werde man in die nächsten Visitationen einfließen lassen, beispielsweise dass auch eine Begegnung mit Ruheständlern gesucht werden sollte. Zum Abschluss stand eine Klausurtagung der Seelsorger im Pfarrheim in Palling auf dem Programm und am Nachmittag die Vesper in der Kirche, die vom Pallinger Kirchenchor umrahmt wurde. mix