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»Fast nur schöne Augenblicke« in den ersten 100 Tagen

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»Oft ist jede halbe Stunde etwas anderes. Das ist anstrengend, aber auch sehr schön«, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel. (Fotos: Reiter)
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Bei einem Pressefrühstück sprach Traunsteins Oberbürgermeister auch über die aktuellen Themen in der Stadt: Salinenpark, Güterhalle und Landesgartenschau.

Traunstein – 100 Tage ist Christian Kegel nun im Amt. Bei einem Pressefrühstück betonte der Traunsteiner Oberbürgermeister: »Das ist eine sehr reizvolle und herausfordernde Aufgabe.« Er sei sehr gerne Lehrer gewesen, doch die neue Arbeit biete wahnsinnig viel Abwechslung. »Oft ist jede halbe Stunde etwas anderes. Das ist anstrengend, aber auch sehr schön. Hier wird einfach das pralle Leben abgebildet, jeden Tag aufs Neue.« Neben seinen persönlichen Eindrücken beantwortete der 52-Jährige auch Fragen zum Salinenpark, der Güterhalle und der Landesgartenschau.


»Kann nicht immer 100 Prozent geben«

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»Oft wäre es schön, wenn der Tag 24 Stunden hätte«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Aber das habe er nun mal nicht und deshalb sei es wichtig, zwischendurch Kraft zu tanken. »Ich bin Sportler. Da kenne ich mich aus mit Belastung und Entlastung.« Er versuche deshalb mittags – »wenn möglich« – ein- bis eineinhalb Stunden Pause zu machen. »Denn man kann nicht immer 100 Prozent geben und voll konzentriert arbeiten.«

Von sieben Tagen in der Woche habe er nun an etwa fünf Tagen Abendtermine. Auch hier achtet Christian Kegel darauf, nicht der Letzte zu sein, der die Veranstaltung verlässt. »So kann ich mit meiner Frau zuhause noch gemütlich ein Glas Wein trinken.«

Für ihn habe sich privat nicht sehr viel verändert: »Meine Frau und ich haben schon immer viel und gerne gearbeitet.« Er habe ja nicht gewusst, was da auf ihn zukomme als Oberbürgermeister. »Aber ich bin in keinster Weise negativ überrascht!« Es habe in seinen ersten 100 Tagen »fast nur schöne Augenblicke gegeben.«

Zum Thema Salinenpark sagte er, dass nun noch einige Fragen geklärt würden (wir berichteten) und dann werde das Thema im November erneut im Stadtrat behandelt. »Die Spende ist nach wie vor da und die ersten 600 000 Euro wären sofort abrufbar«, sagte Christian Kegel auf die Frage, ob der anonyme Geldgeber jetzt nicht sauer sei und möglicherweise abspringe. Zum weiteren Zeitplan sagte er: »Das hängt auch stark davon ab, wann mit dem Neubau der AKG-Turnhalle begonnen wird. Erst wenn diese Halle steht, kann die Franz-Eyrich-Halle abgerissen werden. Denn die Sportler des TV Traunstein dürfen nicht auf der Straße stehen.« Wenn sich der Stadtrat für einen Salinenpark ausspreche, dann sollte dieser in jedem Fall 2019 fertig sein. »Denn da feiern wir ein großes Jubiläum: 400 Jahre Saline.« Für dieses Fest werde im nächsten Jahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie soll ein Konzept erstellen, »wie wir dieses besondere Jubiläum würdevoll feiern können, damit es für Jung und Alt interessant ist.«

Falls es mit dem Salinenpark etwas werden sollte, dann hätte die Stadt auch bessere Chancen, den Zuschlag für die Landesgartenschau im Jahr 2022 zu bekommen, sagte Kegel. »Ein Argument dagegen war damals, dass wir zu wenig Grünflächen haben. Das werden wir bei unserer zweiten Bewerbung verbessern.« Neben dem Salinenpark versuche man auch, noch weitere Grünflächen zu kaufen. »Hier geht es – salopp formuliert – nicht um die Ausrichtung einer Blumenschau, sondern um nachhaltige Stadtentwicklung«, betonte der Oberbürgermeister. »Wenn wir die Landesgartenschau bekommen sollten, dann gibt es Fördermittel. Das ist eine unglaubliche Chance.« Im März würden die Unterlagen für eine erneute Bewerbung abgegeben.

»Wir haben ja keinen Zeitdruck«

Auf Eis gelegt werden vermutlich die Pläne für den Umbau der Güterhalle. Zumindest hat der Hauptausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Sanierung der Güterhalle vorerst zurückzustellen. Am Donnerstag befasst sich der Stadtrat erneut mit dem Thema. »Damit kann ich gut leben«, sagte Christian Kegel. »Wir haben ja keinen Zeitdruck.« Wichtig sei ihm vor allem gewesen, dass die Jugendlichen neue Räume bekommen. Und hier zeichne sich gerade eine Übergangslösung ab – wo diese sein wird, dazu wollte er noch nichts sagen. Klara Reiter