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Fast jeden dritten Tag eine Alarmierung

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Kommandant Manfred Steiner (von links) zeichnete seinen Stellvertreter Hansjörg Mayer und den zweiten Vorsitzenden Hans Mörtl jun. für 20 Jahre aktiven Dienst sowie Vorsitzenden Wolfgang Buchner für 40 Jahre aktive Dienstzeit aus. (Foto: Kammer)

Siegsdorf – 109 Alarmierungen unterschiedlichster Art erreichte die Freiwillige Feuerwehr Siegsdorf im vergangenen Jahr – und dennoch war es ein relativ ruhiges Einsatzjahr ohne größere Ereignisse. Rund 50 Einsätze weniger als 2015 waren es unter dem Strich. Das war das Fazit von Kommandant Manfred Steiner, das er bei der 144. Jahreshauptversammlung zog.


Bei 27 Brand- und BMA-Alarmierungen, 62 Technischen Hilfeleistungen und 17 Sicherheitswachen leisteten die derzeit 59 aktiven Frauen und Männer der Wehr 3774 Stunden Dienst am Nächsten. Steiner ging dabei besonders auf die sehr unterschiedlichen Anforderungen an Mannschaft und Material ein und verdeutlichte mit eindrucksvollen Bildern die Notwendigkeit der umfangreichen Ausrüstung, mit der die Wehr motiviert und engagiert ihren ehrenamtlichen Dienst zur Sicherheit der Bürger leistet.

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Mit großem Aufwand an Übungen und Fortbildungen versuchen die Aktiven den sich ständig ändernden Anforderungen und steigenden Vorschriften gerecht zu werden. Mit den 78 fest angesetzten Übungen, einem extra Übungstag, vielen Lehrgängen und Fortbildungen kamen neben den Einsätzen noch einmal fast 7000 Stunden an Übungs- und Ausbildungszeit zusammen.

24 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr

Jugendleiter Simon Aicher freute sich über eine äußerst komfortable Situation der Wehr mit derzeit 24 Jugendlichen. Diese stolze Anzahl von Nachwuchskräften stellte die Wehr aber auch vor neue Herausforderungen bei Ausbildung und Logistik.

Besonderer Höhepunkt war wieder der »Berufsfeuerwehrtag« im Juli, an dem 20 Jugendliche und 17 Aktive über 24 Stunden »im Einsatz« waren. Aber auch beim Kreis-Jugendfeuerwehrtag in Petting, bei den Truppmannlehrgängen, beim Jugendleistungsabzeichen und bei der Gemeinschaftsübung aller vier Jugendwehren der Gemeinde war volles Engagement gefordert. Belohnt wurde die Jugendwehr mit einem interessanten und spannenden Ausflug nach München zur Berufsfeuerwehr.

Vorsitzender Wolfgang Buchner gab bekannt, dass die Wehr im Sommer 2017 den Kreis-Jugendfeuerwehrtag ausrichten wird und dazu am 8. Juli fast 600 Jugendliche in Siegsdorf erwartet werden. In seinem Jahresrückblick hob er besonders die Teilnahme an der Siegsdorfer Aktionsnacht und das sehr gut verlaufene Weinfest am Kirchweihsamstag heraus und streifte auch den Skiausflug, die Veranstaltungsbesuche bei den Orts- und Nachbarvereinen und die Festbesuche in Rabenden und Teisendorf.

In sieben Sitzungen organisierte die Vereinsführung den Jahresablauf des 418 Mitglieder zählenden Vereins, der auch auf gesunder finanzieller Basis ruht, wie dem kurzgefassten Bericht von Kassenwartin Manuela Mörtl zu entnehmen war.

Zahlreiche treue Mitglieder geehrt

Nach einer einstimmig angenommenen, redaktionellen Änderung der Vereinssatzung konnte Buchner die Mitglieder Michael Rack, Christa Johst und Georg Kober für 25-jährige sowie Albert Mayer für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft auszeichnen. Seit 50 Jahren hält Andreas Hoffmann aus Ruhpolding dem Verein die Treue und Franz Engelsberger und Josef König sind bereits seit 60 Jahren Mitglieder bei der Feuerwehr Siegsdorf.

Zudem wurden Vinzenz Hoier, Matthias Schöberl und Florian Mauerkirchner zu Feuerwehrmännern berufen. Sebastian Voß, Franz Biermaier und Clemens Freund wurden zum Oberfeuermann ernannt und Martin Kracher erhielt die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann.

»Eure vielseitige ehrenamtliche Hilfe über das ganze Jahr ist aller Ehren wert«, zollte Bürgermeister Thomas Kamm der Feuerwehr seinen Respekt. Nach einem Lob an die Einsatzkräfte und ihre Familien erläuterte er den von der Gemeinde in Auftrag gegebenen »Feuerwehrbedarfsplan« mit dessen gemeinsamer Auswertung künftig die benötigten Ausgaben zielgerichtet und bedarfsorientierter eingesetzt werden sollen.

Kreisbrandinspektor Georg König und Kreisbrandmeister Stephan Hellmuth lobten die Siegsdorfer Wehr für ihre Erfahrung und Umsicht bei den Einsätzen und griffen wichtige Themen aus den Erfahrungen der vergangenen Einsätze auf. »Helft weiterhin so gut zusammen, nur ein Miteinander macht stark«, wünschte sich König. FK