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Fast einsatzfreier Jahreswechsel

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Zwei Glatteisunfälle an einer Stelle: Ein Auto landete im Bachbett, ein zweites prallte an einen Bretterstapel. Die beiden Fahrer blieben unverletzt. Bei Maiergschwendt im Einsatz war die Freiwillige Feuerwehr Ruhpolding. (Foto: Feuerwehr Ruhpolding)

Über einen fast gänzlich einsatzfreien Jahreswechsel konnten sich die Feuerwehren im Landkreis Traunstein freuen. Nur vier Einsätze gab es in der Silvesternacht, zu denen die Wehren in Ruhpolding, Trostberg, Tengling und Fridolfing ausrücken mussten. Die meisten Mitglieder der 81 Feuerwehren im Landkreis konnten den Jahreswechsel jedoch ungestört feiern und blieben von einem Alarm verschont.


Den ersten Einsatz des neuen Jahres hatte die Feuerwehr Tengling. Um 0.12 Uhr heulte dort die Sirene und rief die Floriansjünger zum Einsatz. Ein aufmerksamer Passant hatte von Mönchspoint aus einen Feuerschein in der Nähe der Kirche St. Coloman entdeckt und dies über Notruf bei der Integrierten Leitstelle Traunstein gemeldet. Die Feuerwehr suchte die Umgebung der Kirche ab, konnte aber lediglich ein kleines Feuer ausmachen, das vermutlich als Zündquelle für Feuerwerkskörper diente. Zu einem Brand kam es nicht und nach 30 Minuten konnten die Tenglinger Feuerwehr wieder einrücken.

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Auch der letzte Einsatz des alten Jahres war ein Feueralarm. In Trostberg an der Friedrich-Ebert-Straße brannte ein Altkleidercontainer. Um 23.10 Uhr wurde die Feuerwehr Trostberg alarmiert und war wenige Minuten später am Brandort. Wegen des starken Brandrauchs musste ein Atemschutztrupp die Löscharbeiten ausführen. Der Container wurde mit einem Trennschleifer geöffnet und die Altkleider darin kräftig mit Wasser besprüht, sodass der Schwelbrand schnell gelöscht war.

Ursache für den Brand war nach Polizeiangaben vermutlich ein Böller oder Feuerwerkskörper, den ein Unbekannter in den Container geworfen hatte. Die Gebrauchtkleider wurden bei dem Feuer weitestgehend vernichtet. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 1000 Euro. Die Feuerwehr Trostberg war mit zwei Löschfahrzeugen und 15 Mann im Einsatz. Gerade rechtzeitig zum Jahreswechsel konnten die Floriansjünger wieder im Gerätehaus einrücken.

Die technische Hilfeleistung der Feuerwehr Ruhpolding war bei zwei kurz aufeinander folgenden Glatteis-Unfällen in der Nähe von Maiergschwendt notwendig. Eine Autofahrerin war gegen 22.30 Uhr auf spiegelglatter Straße in einer Linkskurve auf Höhe des Gewerbegebiets Mühlfeld von der Fahrbahn abgekommen und mit ihrem Wagen im angrenzenden Bach gelandet. Die Frau konnte sich selbständig aus ihrem Fahrzeug befreien und blieb nahezu unverletzt.

Wenig später folgte ein zweites Fahrzeug. Dem Fahrer erging es ebenso. Auf der Gefällstrecke in der Linkskurve schleuderte er wegen extremen Glatteises mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn und prallte an einen Bretterstapel. Auch dieser Autofahrer blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden jedoch erheblich beschädigt, die Feuerwehr vermutet den Totalschaden an beiden Autos. Die Floriansjünger sicherten die Unfallstelle ab, leuchteten sie aus und halfen bei der Bergung der Unfallfahrzeuge. Zudem kontrollierten die Feuerwehrler, ob Betriebsstoffe ausgelaufen und in den Bach gelangt waren. Dies war jedoch glücklicherweise nicht der Fall.

Schnelle Hilfe leistete die Feuerwehr Fridolfing einem Autofahrer, der in der Nähe von Haslau mit seinem Auto in den Straßengraben gerutscht war. Die Floriansjünger zogen das Fahrzeug am Neujahrtag gegen 1.15 Uhr wieder auf die Fahrbahn, sodass dieser die Fahrt fortsetzen konnte. Verletzt wurde niemand, auch gab es keinen nennenswerten Sachschaden. pv