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Fast 30 Prozent haben eine Eins vor dem Komma

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Vinzenz Velten aus Seeon-Seebruck war Bester des Abiturs mit der Note 1,1. Zweitbeste ist Anna-Lena Wendrich (links) aus Seeon-Seebruck mit der Note 1,3. Annabell Jander aus Breitbrunn erzielte als Drittbeste die Note 1,5. (Foto: Humm)

Chieming – Ein neuer Lebensabschnitt kommt auf die 34 Abiturienten des Landschulheims Schloss Ising zu. »Fast 30 Prozent haben eine Eins vor dem Komma«, sagte Schulleiter Wolfgang Brand. Bester war mit dem Durchschnitt von 1,1 Vinzenz Velten vom Lambach-Hof bei Seebruck vor Anna-Lena Wendrich aus Roitham mit 1,3. Drittbeste war Annabell Jander aus Breitbrunn mit 1,5. Alle drei erhielten neben der Isinger Ehrennadel noch je ein Buchpräsent vom Förderverein der Schule. Weitere Einser-Abiturienten sind Moritz Bück aus Ising, Klara Regnauer aus Seebruck und Anatol Günthner aus Chieming.


Lehrerin Christina Reißl würdigte 17 Schüler, die sich besondere Verdienste um die Schule erworben haben. Sie waren Mitglieder der Rudermannschaft, Tutoren oder gehörten der Theatergruppe an, dem Schulchor, der Bücherei oder waren Schulsanitäter.

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Schulleiter Brand sagte dann, dank neuer Programme lernten Computer immer besser sehen, hören, lesen und sprechen. Sie könnten inzwischen Texte in natürlicher Sprache analysieren, deren Inhalt verstehen und Wissen ansammeln. Sie stünden kurz davor, Argumente zu gewichten und Entscheidungen daraus abzuleiten. »So gibt es Berufsfelder, die werden sich völlig verändern und neue Berufe entstehen. Wo wird euer Platz sein, was bedeutet das für uns, die Schule, die die jetzige und künftigen Schülergenerationen auf diese neue Welt vorbereiten soll?«, fragte er. Er ging auf seine eigene Vergangenheit ein: »Ich habe mein Mathe-Abitur 1972 in der zwölften Klasse vor 44 Jahren noch mit einer Logarithmentafel absolviert«.

Eine rasche Entwicklung vor allem im Bereich Kommunikation würden die Absolventen in ihrem studentischen und beruflichen Leben durchmachen. »Für euch und für unsere ganze Volkswirtschaft wird auch die lebenslange Weiterentwicklung überlebenswichtig sein. Förderung von Kreativität, ganzheitlichen Denken und Teamfähigkeit statt Faktenwissen und Einzelkämpfertum wird die Herausforderung sein«, sagte der Schulleiter. Aber »mir ist nicht bang um die Zukunft, denn ich bin überzeugt, dass euer Leben zwar ganz anders sein wird als das jetzige, aber es wird besser.«

Schülersprecher Florian Glaser beglückwünschte die Abiturienten zum Erfolg: »Das Abitur gibt euch ideale Voraussetzungen, die Zukunft aufzubauen«. Elternbeiratsvorsitzende Christa Tauser sagte, »euer neuer Lebensabschnitt wird ein Auf und Ab sein, lasst euch aber nicht entmutigen, stärkt euer Selbstbewusstsein und seht die Zukunft positiv.«

Der Sprecher der Abiturienten, Julius Selbertinger, empfahl den Abiturienten, das Erlernte ausgiebig in der Zukunft zu nutzen. Ehemaligen-Sprecherin Tarfa Bachan betonte, junge Menschen müssten keine Angst vor der Zukunft haben, und regte die Mitgliedschaft im Verein »Alt-Ising« an.

Die Abiturzeugnisse überreichte Schulleiter Wolfgang Brand mit der Oberstufenkoordinatorin Ulrike Scheck und Internatsleiterin Catrin Brandl. Dazu gab es eine Dia-Schau mit einer kurzen Vorstellung der einzelnen Abiturienten. Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde von der Bigband der Schule unter Leitung von Frank Schöftenhuber, als Gesangssolistin trat Nina Benekam mehrmals auf. OH