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Fast 1,3 Millionen Euro für den Ausbau von Straßen

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Beim Ausbau der Katharinenstraße, auf unserem Bild von der Crailsheimstraße aus gesehen, sollen unter anderem vor dem Eingang zum Landratsamt Flächen ausgewiesen werden, auf denen Autos zum Be- und Entladen abgestellt werden können.
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Die Parkplätze an der Pinerolostaße sollen etwas schräger angeordnet werden, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern. Der Straßenausbau soll so erfolgen, dass er zeitlich nicht mit den Traunsteiner Rosentagen zusammenfällt.

Traunstein. Trotz des ungünstigen Sitzungstermins am Unsinnigen Donnerstag widmete sich der Traunsteiner Stadtrat auch einigen ernsten Themen. Über die weniger ernst gemeinten Redebeiträge haben wir ja in unserer Freitagausgabe bereits ausführlich berichtet.


In diesem Jahr werden wieder einige Straßen samt der darunter liegenden Gas-, Wasser- und Kanalleitungen saniert: Breslauer Ring, Katharinenstraße, Pinerolostraße und ein Teil der Theresienstraße. Der Stadtrat stimmte der vorgelegten Entwurfsplanung jeweils zu. Nächster Schritt wird die öffentliche Auschreibung der Arbeiten sein.

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Teuerstes Einzelprojekt ist der Ausbau des Breslauer Ringes. Er wird voraussichtlich 700 000 Euro kosten. Das Stadtbauamt hatte die Kosten jedoch auf nur 653 000 Euro geschätzt. Im Haushalt für dieses Jahr sind 674 000 Euro für die Baumaßnahme vorgesehen. Die Kostensteigerung, so heißt es in der Sitzungsvorlage, erkläre sich zum größten Teil dadurch, dass bei Bodenuntersuchungen in weiten Bereichen teerhaltiges Material festgestellt wurde, dessen Beseitigung kostspielig ist. Zeitnah sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, damit man mit den Bauarbeiten nach Ostern beginnen kann.

Die Anlieger haben sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, die derzeitige Einbahnregelung auf dem Breslauer Ring beizubehalten. Außerdem werden Stellplätze in Teilbereichen auf die andere Straßenseite verlegt. Es werden drei zusätzliche Stellplätze entstehen. Die Planungen liegen in den Händen des Ingenieurbüros SAK in Traunstein.

Ausbau der Theresienstraße kostet geschätzt 279 000 Euro

Die Theresienstraße soll im Bereich westlich des Bahngleises, also zwischen der Stephanstraße und dem Bahnübergang, ausgebaut werden. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros Sextl aus Grabenstätt ergab eine Bausumme von 279 000 Euro; die Mehrkosten gegenüber der ersten Schätzung, die bei 260 000 Euro lag, wird ebenfalls darauf zurückgeführt, dass teerhaltiges Material beseitigt werden muss. Nach der Ausschreibung sollen die Arbeiten ebenfalls gleich nach den Osterferien in Angriff genommen werden.

Zeitlich nacheinander sollen die Katharinenstraße und die Pinerolostraße im Stadtzentrum ausgebaut werden, damit die Verkehrsprobleme nicht zu groß werden. Außerdem will man vermeiden, dass die Traunsteiner Rosentage im Stadtpark wegen der Straßenbauarbeiten beeinträchtigt werden. Bei der Katharinenstraße soll der Einmündungsbereich in die Rosenheimer Straße zweispurig werden. Außerdem will man Verbesserungen für Lieferanten schaffen, die Waren über den Nebeneingang ins Landratsamt bringen. Die Planung des Traunsteiner Ingenieurbüros Habl soll jetzt in der Ausschreibung münden. Die Kostenberechnung ergab einen Betrag von 227 000 Euro, was fast identisch mit den vom Stadtbauamt geschätzten Kosten ist.

Nur kleine Veränderungen sind vorgesehen, wenn die Pinerolostraße ausgebaut wird. Vor allem sollen die Schrägparkplätze auf der Stadtparkseite noch etwas schräger aufgezeichnet werden, was ein leichteres Ausparken ermöglichen soll. Die vom Büro Habl errechneten Kosten belaufen sich auf 161 000 Euro und liegen knapp über der Schätzung. Die Ausschreibung soll so rechtzeitig erfolgen, dass man mit dem Bau nach Fertigstellung der Katharinenstraße beginnen kann.

Die Zustimmung zu allen in diesem Jahr geplanten Straßenbauprojekten erfolgte im Stadtrat einstimmig und ohne, dass darüber groß diskutiert worden wäre. -K.O.-