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Faschingsdauerasyl für Veitsgroma in Surberg

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Schwungvoll tanzte die Veitsgroma-Garde einen Charleston. (Foto: Buthke)

Surberg – Da die Franz-Eyrich-Halle in Traunstein seit einigen Jahren im Winter gesperrt ist und ihr Abriss bevorsteht, feierte die Veitsgroma Zunft Traunstein ihren traditionellen Faschingsauftakt zum dritten Mal in der Surtalhalle in Surberg.


Damit sich die Traunsteiner Faschingsnarren auf fremden Territorium künftig noch wohler fühlen, hatte Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer für Veitsgroma-Präsidentin Josefine Berny heuer eine freudige Nachricht dabei: Der Surberger Gemeinderat hat beschlossen, der Veitsgroma Zunft dauerhaftes Asyl in Surberg zu gewähren.

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Sie könnten in seiner Gemeinde bleiben, solange sie Lust und Laune hätte, betonte Wimmer. In Surberg habe es bis vor drei Jahren keinen Faschingsball mehr gegeben. In diesem Jahr gebe es gleich zwei: einen zu Beginn, den der Veitsgroma, und einen am Ende des Faschings. Surberg werde dadurch wieder eine wahre Faschingshochburg.

Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel dankte den Surbergern, dass sie die Veitsgroma Zunft so nett aufgenommen hätten. Nachdem er den Veitsgromern im vergangenen Jahr beim Faschingsauftakt einen gebackenen Faschingszug geschenkt hat und es in diesem Jahr wieder einen Faschingszug gibt, hatte Kegel dieses Mal einen gebackenen Faschingsball dabei, in der Hoffnung, dass es bald wieder einen Faschingsball in Traunstein geben wird. Außerdem übergab er Präsidentin Berny und ihrer Stellvertreterin Marietta Lapper den Stadtschlüssel, mit dem sie bis zum Aschermittwoch das närrische Regiment im Traunsteiner Rathaus übernehmen können. Im Stadtsäckel war wie immer nur Kleingeld, da die Stadt Traunstein angesichts ihrer Haushaltslage keine großen Sprünge machen kann. Dennoch wünschte das Stadtoberhaupt ihnen eine wunderbare Faschingssaison.

Eröffnet wurde der Faschingsauftakt schwungvoll vom Veitsgroma-Fanfarenzug. Das Motto sind heuer »die goldenen 20er Jahre«. Die Garde führte dem entsprechend einen sehenswerten Charleston auf. Auch der Auftritt der Powerfrauen war voll auf Charleston getrimmt. Die Kindergarde dagegen tanzte als Indianerstamm aus der Reihe.

Wie immer waren auch befreundete Faschingsvereine mit ihren Präsidenten und teilweise mit ihren Prinzenpaaren gekommen, deren Faschingsgarden das schöne Programm der Veitsgroma mit Garde- und Showtänzen ergänzten. Mit viel Beifall bedacht wurden somit auch die Darbietungen der Trostberger Elfer, von Sing-Sang Teisendorf, vom Faschingsclub Tittmoning, von den Faschingsfreunden Rot-Blau Berchtesgaden, von der Naracucula Kuchl, vom Faschingsverein So Halunke Waging, von den Faschingsfreunden Blau-Weiß Kammer und den Faschingsfreunden Chieming. Die Musik zum Tanzen zwischen den einzelnen Aufführungen legte DJ Freddy auf. Bjr