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Familiencafé im Kolping-Hotel ein Erfolg

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Foto: dpa/Tobias Hase

Teisendorf – Im Herbst feiert es bereits sein 30-Jähriges: Das Familiencafé im Kolping-Familienhotel.


Katharina Theissig, die am Landratsamt zuständig ist für dieses Angebot des Familienbüros des Landkreises Berchtesgadener Land, zog bei ihrem Bericht im Marktgemeinde Teisendorf ein positives Fazit.

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Seit 2014 gibt es das Familiencafé alle zwei Monate im Kolping-Familienhotel. »Es verzeichnet kontinuierlich gute Teilnehmerzahlen«, zeigte sich Theissig erfreut. Der Schwerpunkt seien junge Familien und kleinere Kinder, aber es kämen auch immer wieder ältere Teilnehmer. Die Diplom-Pädagogin hob die generationsübergreifende Bedeutung von Familie hervor. Auch nachdem die Kinder die Volljährigkeit erreicht hätten, handle es sich weiter um eine Familie.

Sehr gut kämen auch die kostenlose Kinderbetreuung und kostenlose Brotzeit an. Wichtig seien auch die festen Themenschwerpunkte und die Kooperation mit regionalen Netzwerkpartnern. Durch die thematischen Anregungen seitens der eingeladenen Referenten blieben die Gäste auch zwei Stunden da. Am meisten sind laut Theissig Angebote gefragt, bei denen die Kinder selbst aktiv werden können, wie das Osterbasteln oder das Plätzchenbacken im Advent mit jeweils 15 Familien. Auch die Aktion »Große Forscher im Kleinen« in Kooperation mit dem Kindergarten Schönau habe neun Familien angelockt. Beim Jubiläumsfest zum zweijährigen Bestehen seien 25 Familien gekommen.

Reine Vorträge fanden auch ihre Interessenten. Über die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien in der Gemeinde Teisendorf informierten sich laut Statistik fünf Familien. Der Nachmittag zum Thema »Durchstarten in Familie und Beruf« in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und selbstständigen Frauen sprach vier Familien an. Den Vortrag »Fit zu zweit – mein Baby isst mit« hörten sich zwei Familien an.

Sonstige Aktivitäten des Familienbüros sind laut Theissig die Erstellung von Begrüßungsmappen für Neugeborene in Ainring, Teisendorf, Anger, Piding, Freilassing und Bayerisch Gmain seit April 2016, die Schulung für Familienpaten im Oktober 2016, die Neuauflage des »Familienwegweisers BGL« seit 2017, der künftig jährlich aktualisiert wird, und ein neuer Imagefilm für die Familiencafés.

Auch einen Ausblick in die Zukunft gab die Landratsamts-Mitarbeiterin. Das Familiencafé Teisendorf soll weiterhin alle zwei Monate jeweils von 15 bis 17 Uhr im Kolping-Hotel stattfinden. »Familie macht stark!« ist das Thema eines Workshops für Eltern und Kinder im Alter von vier bis acht Jahren am 9. und 13. Juni. Unter dem Motto »Du bringst mich auf die Palme« gibt es am 10. August Anregungen zur gewaltfreien Kommunikation in der Familie. An diesem Nachmittag wirkt die Erziehungsberatungsstelle mit.

Ein Workshop zum Thema »Abenteuer Natur« am 17. Oktober in Kooperation mit Manuela Fürst lädt zu spannenden Entdeckungen ein. Ein Jubiläumsfest zum dreijährigen Bestehen steigt am 27. Oktober. Gemeinsam Plätzchen backen können kleine Zuckerschlecker am 7. Dezember.

Die Begrüßungsmappen für Neugeborene sollen ebenfalls fortgeführt werden. In Planung sind laut Theissig ein runder Tisch zum Thema »Familie«, eventuell im Frühjahr 2018, sowie im Herbst 2017 oder Frühjahr 2018 eine Fachtagung zum Jahresthema Depressionen. Die Familienförderstelle organisiere auch einen Themenabend zum Thema »Postpartale Depressionen«.

Georg Quentin (SPD) erkundigte sich nach Angeboten zum Thema Integration und Inklusion, speziell zur Teilnahmemöglichkeit für Flüchtlingsfamilien am Familiencafé. Laut Theissig sind alle Familien zu den Angeboten eingeladen, es seien jedoch in Teisendorf noch nie Flüchtlingsfamilien gekommen, nur in Freilassing bei Themen wie »Zahngesundheit«. Bei Vorträgen sei für Flüchtlingsfamilien die sprachliche Hürde zu groß. Mittel für Dolmetscher stünden momentan noch nicht zur Verfügung. Im Landratsamt werde jedoch gerade eine Dolmetscher-Datenbank aufgebaut. »Da sind wir dran«, betonte Theissig. Alois Stadler (CSU) zeigte sich erfreut, dass die von ihm und anderen Teisendorfer Räten angeregte »Familienmappe« so gut ankommt. vm

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