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Fahrer von 22 Reisebussen beanstandet

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40 Busse und ihre Fahrer kontrollierten rund 60 Einsatzkräfte am Freitagnachmittag an der Autobahn bei Siegsdorf. 22 Fahrer und ihre Fahrzeuge mussten beanstandet werden.

Traunstein – 22 der 40 Busfahrer, die die Polizei bei einer groß angelegten Kontrolle an der Autobahn überprüfte, mussten beanstandet werden. Wie die Verkehrspolizei meldete, wurden bei der Kontrolle am Freitagnachmittag zur Sicherstellung der zu erwartenden Straf- und Bußgeldverfahren 15 000 Euro einbehalten.


Innerhalb von sechs Stunden kontrollierten rund 60 Einsatzkräfte von 18 verschiedenen Dienststellen an der autobahnnahen Kontrollstelle bei Siegsdorf 40 Reisebusse des gewerbsmäßigen, grenzüberschreitenden Personenverkehrs. Das ernüchternde Ergebnis dieser Kontrollaktion – die Trefferquote lag bei beachtlichen 55 Prozent – zeigt die Erfordernis solcher Kontrollen sehr deutlich, so das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd.

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Bei fast allen beanstandeten Fahrern gab es verschiedene Übertretungen gleichzeitig. Neben Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie dem Genehmigungsverfahren wurden auch technische Mängel an Lenkung, Bremsen, Bereifung und tragenden Rahmenteilen der Busse sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt.

Für fünf Fahrer war die Reise an der Kontrollstelle beendet. Aufgrund gravierender technischer Mängel konnte die Weiterfahrt ihrer Fahrzeuge nicht gestattet werden. Einer dieser Busse hatte an tragenden Teilen so starke Durchrostungen, dass ihn Gutachter noch an Ort und Stelle sofort aus dem Verkehr gezogen haben.

Gegen einige Busfahrer werden zollrechtliche Ermittlungen (zum Beispiel im Rahmen von Schwarzarbeit oder Mindestlohn) geführt. Ein weiterer Fahrer wurde ohne gültigen Führerschein festgestellt. Zur Sicherstellung der zu erwartenden Straf- und Bußgeldverfahren wurde von den Einsatzkräften ein Gesamtbetrag von rund 15 000 Euro einbehalten.

An der gemeinsamen behörden- und grenzüberschreitenden Kontrollaktion unter der Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein beteiligten sich die Regierung von Oberbayern, das Hauptzollamt Rosenheim, das Bundesamt für Güterverkehr, Vertreter der Landespolizeidirektionen Salzburg, Kärnten und Steiermark sowie Polizeikräfte aus den Polizeiverbänden München, Schwaben Nord, Oberbayern Nord, Oberbayern Süd und der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Betreuung und Versorgung der Kontrollkräfte hatte der Malteser Hilfsdienst übernommen. fb