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Fachkräfte in der Region binden

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Traunstein. Über die Möglichkeiten, den Fachkräftebedarf durch ein »Duales Studium« für den eigenen Betrieb zu decken und zugleich junge Menschen in der Region zu halten, informierten die Agentur für Arbeit Traunstein und die Hochschule Rosenheim Unternehmensvertreter aus der Region 18. Das »Duale Studium« ist eine Kombination aus klassischem Hochschulstudium und beruflicher Ausbildung in einem Betrieb.


Die Leiterin der Arbeitsagentur, Jutta Müller, sah angesichts der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere Akademikern, eine Chance, der Abwanderung aus ihrem Arbeitsagenturbezirk nach München und Salzburg entgegenzuwirken und junge Menschen in der Region zu binden.

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Die Jugend machte sich Gedanken über ihre Zukunft in der Region, erklärte der Vorsitzende des Planungsverbandes der Region 18, Landrat Hermann Steinmaßl. Der Faktor Bildung werde daher nachhaltig die Zukunft der Region bestimmen. Das »Duale Studium« sei ein weiteres Signal, dass Bildung für sie heimatnah machbar sei. Durch die Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Politik müsse man sich gegen den Zentralismus wehren und die Region nach vorne bringen.

Der Präsident der Hochschule Rosenheim, Prof. Heinrich Köster, hob hervor, dass seine Einrichtung einen Bildungsauftrag für die ganze Region habe. Der Wille sei vorhanden, durch verschiedene Bildungsangebote einen Beitrag zur Stabilisierung der Region zu leisten. Die Hochschule biete inzwischen durch ihre gute Infrastruktur für 5100 Studierende 25 Studiengänge an.

Auf die Vorteile des praxisorientierten »Dualen Studiums« wies der Vizepräsident der Hochschule Rosenheim, Prof. Dr. Eckhard Lachmann, hin. Die Richtlinien für den Unternehmer seien die Qualität der Praxisausbildung, ein Ansprechpartner in der Hochschule sowie die vertragliche Regelung mit dem Studierenden bezüglich der Vergütung und ggf. der Übernahme der Studiengebühren.

Die Beraterin für akademische Berufe, Heidi Schneider, stellten von den verschiedenen Formen dualer Studiengänge das Verbundstudium und das Studium mit vertiefter Praxis vor, weil dies die Studiengänge sind, die von der Hochschule Rosenheim angeboten werden.

Als Vorteile für die Unternehmen nannte sie, dass hochqualifizierte Nachwuchskräfte direkt auf die Ansprüche des Unternehmens ausgebildet würden. Theorie und Praxis würden verknüpft. Der Betrieb habe die Möglichkeit, die Entwicklung künftiger Mitarbeiter zu beobachten sowie sie mittel- und langfristig in die Personalplanung einzubinden. Die Studierenden entwickeln ihrerseits eine enge Bindung an das Unternehmen, wobei sich der Betrieb wiederum als interessanter Arbeitgeber positionieren könne. Bjr