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Explosive Gasblase angebohrt: Evakuierung

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Grabenstätt. Gasalarm in Grabenstätt: Weil bei Bohrungen im Ortszentrum eine natürliche Gasblase angestochen worden war, mussten am Freitag etwa 90 Menschen vorübergehend aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht werden. Die betroffenen Anwohner wurden in der Mehrzweckhalle, 27 Bewohner eines Altenheimes im Kreisaltenheim Grabenstätt untergebracht.


Etwa 170 Einsatzkräfte waren den ganzen Tag über im Einsatz: die Freiwilligen Feuerwehren Grabenstätt, Erlstätt, Holzhausen und Traunstein, das Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und die Polizei. Zusätzlich wurden Experten der Erdgas Südbayern und der Traunsteiner Stadtwerke hinzugezogen. Am Freitagnachmittag begann eine Spezialfirma, das Bohrloch abzudichten.
Die Gasblase war offenbar bereits am Donnerstag angebohrt worden, doch wurde da noch kein Alarm ausgelöst. Nach Auskunft der Feuerwehr wurden an der Hauptstraße Tiefbohrungen durchgeführt, weil ein Anwohner eine Erdwärme-Heizung errichten will. Plötzlich seien Kies und Wasser etwa zwei Meter in die Höhe geschossen. Für die mit der Bohrung beauftragten Arbeiter war dies aber nichts Besonderes, so etwas komme bei derartigen Bohrungen schon einmal vor. Doch als am Freitag früh die Arbeiten wieder aufgenommen wurden und erneut Kies und Wasser in die Höhe schossen, wurden die Arbeiter skeptisch und verständigten einen Geologen. Dieser stellte fest, dass in 12,5 Meter Tiefe eine natürliche Gasblase angebohrt worden war und forderte daraufhin sofort die Feuerwehr an.
Wegen Explosionsgefahr wurde der Bereich im Ortszentrum abgesperrt, etwa 15 Häuser im Umkreis von rund 100 Meter und das benachbarte Seniorenheim wurden geräumt. Aus Sicherheitsgründen wurde auch der Strom abgestellt.
Die Einsatzleitung hatte zunächst überlegt, das austretende Gas abzufackeln, letztlich entschied man sich jedoch, das Bohrloch »mineralisch zu verschließen«, also abzudichten. Dazu wurde eine Bohrfirma hinzugezogen, deren Spezialisten im Laufe des Nachmittags eintrafen. Zunächst musste der Bohrkern aus rund zwölf Meter Tiefe an die Oberfläche geholt werden, anschließend wurde ein Rohr eingeführt und das Loch mit Beton verfüllt – am Abend konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurück.

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Expolsionsgefahr in Grabenstätt

Quelle: FDLnews