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Evangelisches Pfarrhaus ist fast fertig

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In strahlendem Blau erstrahlt das neue Pfarrhaus an der Loitshauser Straße in Marquartstein. Nun fehlen nur noch Restarbeiten am Sockel und an den Außenanlagen. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Ganz im Zeitplan liegt die Renovierung des evangelischen Pfarrhauses an der Loitshauser Straße, denn sie ist fast abgeschlossen. Pfarrer Rainer Maier konnte das Gebäude mit seiner Familie bereits beziehen. Die offizielle Einweihung des Pfarrhauses durch Dekan Peter Bertram findet am Sonntag, 20. Januar, nach dem 9.30-Uhr-Gottesdienst statt. Im Anschluss können alle Interessierten das Pfarrhaus besichtigen.


Äußerlich präsentiert sich das für rund 400 000 Euro renovierte Haus ganz neu: Während das 1911 erbaute Haus früher fast vollständig von Efeu eingewachsen war und wie aus der Gründerzeit wirkte, sieht es nun mit neuen Fenstern und einem lilablassblauen Anstrich hochmodern aus. Nun fehlt nur noch ein kupferner Sockel rund um das Haus und auch die Außenanlagen sind noch nicht ganz fertiggestellt.

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Pfarrer Rainer Maier zog 2012 drei Mal um

Innen versuchte man trotz grundlegender energetischer Sanierung den gemütlichen Charakter mit Kachelofen, Holzfenstern und Holzböden zu bewahren. Nach einer Auflage der Landeskirche, die mehr als 50 Prozent der Kosten für die Sanierung übernahm, durften nur recyclebare Materialien im neuen Pfarrhaus verwendet werden. Dies schließt unter anderem Kunststoff eindeutig aus.

Pfarrer Rainer Maier war Anfang letzten Jahres in sein neues Amt in Marquartstein eingeführt worden. Er hat drei Umzüge im vergangenen Jahr hinter sich: vom Pfarrhaus in Traunreut, wo er vorher Pfarrer gewesen war, in eine Wohnung in Chieming, dann in eine Ferienwohnung in Marquartstein und nun zur Weihnachtszeit ins fertige Pfarrhaus. Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erzählte Maier, dass seine neue Stelle ihm gut gefalle, aber vieles ganz anders sei als in Traunreut. Vor allem sei die Gemeinde »wesentlich besser situiert«, aber auch die Ansprüche seien höher und es gebe viel mehr Angebote, wie Vorträge, das Tanzen und das Frauenfrühstück.

»Die Bedürfnisse der Menschen aber sind relativ gleich«, hat Maier festgestellt. Auch in der evangelischen Gemeinde Marquartstein gebe es Menschen in finanziellen und seelischen Nöten. Besonders positiv empfand er es, dass die Bereitschaft zu geben, von denen, die etwas haben, groß sei. Bei doppelt so vielen Gemeindemitgliedern in Traunreut sei nur ein Bruchteil der hiesigen Kirchengemeinde gespendet worden.

Rund 2300 Gemeindemitglieder

Zur evangelischen Gemeinde zählen neben Marquartstein auch die Orte Grassau, Unterwössen, Staudach-Egerndach und Schleching mit insgesamt rund 2300 Gemeindemitgliedern, inklusive der Zweitwohnungsinhaber. Im vergangenen Jahr gab es 18 Taufen, eine Trauung und 20 Beerdigungen. Elf Jugendliche wurden konfirmiert. Der Zahl von sieben Kirchenaustritten, die bis jetzt vom Landeskirchenamt für das Jahr 2012 gemeldet wurden, stehen sieben Kircheneintritte gegenüber.

Beachtenswert war das Spendenaufkommen im vergangenen Jahr. Ohne die Spenden der Stiftung Diakonie im Achental gerechnet, wurden in der evangelischen Gemeinde insgesamt 25 000 Euro gespendet. Davon entfallen 8000 Euro auf die Sanierung des Pfarrhauses, 6200 Euro auf die Achental-Tafel. 4300 Euro wurden in Gottesdiensten für die Gemeindearbeit gespendet, 4000 Euro für die Diakonie, unabhängig von der Stiftung, und 2500 Euro für die Missionsarbeit und den Arbeitskreis Tansania. Für die bundesweite Aktion »Brot für die Welt« kamen außerdem bis Mitte 2012 über 4300 Euro in der Gemeinde zusammen. Die Einnahmen durch das Kirchgeld sind noch nicht eingerechnet. gi