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Evangelische Freikirche in neuen Räumlichkeiten

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Gut 100 Besucher, Mitglieder und Freunde waren zum Eröffnungsgottesdienst der Evangelischen Freikirche Traunstein gekommen. Die neuen Kirchenräume befinden sich im alten Wasserwerk an der Klosterstraße. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Die Evangelische Freikirche, die seit gut 30 Jahren in Traunstein besteht, feierte ihren Eröffnungsgottesdienst in ihren neuen Räumen, in der »Kirche im alten Wasserwerk«. Über einen langen Zeitraum hatte die Kirche, die in den Verband regionaler mennonitischer Brüdergemeinden eingebettet ist und stark von einer Laienbewegung getragen wird, ihre Veranstaltungsräume im alten Vereinshaus an der Traunerstraße. In den vergangenen Jahren hielt man aufgrund einer veränderten Nutzung des Vereinshauses Gottesdienste in der Krankenhauskapelle, war gleichzeitig aber auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten in Traunstein. Mit den Räumen im alten Wasserwerk an der Klosterstraße ist man nun vor einigen Monaten fündig geworden. Nach einer mehrmonatigen Renovierungszeit fand nun der offizielle Eröffnungsgottesdienst statt.


Alexander Fietz, Vertrauensmann in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde überbrachte die Grüße des evangelischen Pfarrers Sebastian Stahl und der evangelischen Kirchengemeinde und nannte die prägnante Kirchenadresse »beeindruckend«. Gerade das neben dem Gebäude fließende Wasser sei beispielhaft. Sei es doch unter anderem Leben schenkend. Wurde im alten Wasserwerk früher Strom erzeugt, so sei es nun ein Ort, an dem Menschenfreundlichkeit und Liebe zentrale Bedeutung hätten. Für ihn sei der Gedanke der Ökumene und des vertrauensvollen Zusammenarbeitens aller Christen gleich welcher Denomination unverzichtbar. Dies sei gerade in früheren Jahren durch die Aktion »Pro Christ« in Traunstein deutlich geworden.

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Silke Brohl aus Burghausen überbrachte die Glückwünsche des Verbandes der mennonitischen Brüdergemeinden (VMBB), einem Zusammenschluss lokaler christlicher Gemeinden in Südostbayern. Thomas Schuhbauer von der Evangelischen Freikirche Traunreut überbrachte die Grüße der regionalen Nachbarkirche. Ging doch die Traunsteiner Freikirche in den 1980er Jahren aus der Arbeit hervor, die dort von dem kanadischen Pastorenehepaar Lorenz und Selma Warkentin begonnen wurde. Weitere Kirchengemeinden wurden dabei in Burghausen, Bad Reichenhall und Wasserburg gegründet. Später dehnte sich die Arbeit des Gründungsehepaars sogar bis in die neuen Bundesländer aus.

Freikirche will in der Stadt eingebettet sein

In ihren Ausführungen im Gottesdienst betonten die Mitverantwortlichen der Traunsteiner Freikirche, Rudolf Hruschka und Tarek Nutzinger, dass der Kirche ein erkennbares Eingebettetsein in die Stadt Traunstein wichtig sei, weshalb man froh sei, die Veranstaltungen zentrumsnah durchführen zu können. Dort wolle man unter dem Motto »Suchet der Stadt Bestes« Verantwortung übernehmen. Dies werde auch in dem Motto der Freikirche »christlich leben« deutlich, wie Nutzinger anhand eines Predigttextes aus dem Lukasevangelium ausführte.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der zu der Nachfeier im Anschluss an den Gottesdienst gekommen war, betonte, dass die Kirche zentrumsnah genau am richtigen Platz sei und zeigte sich von den Räumlichkeiten beeindruckt. »Ich gratuliere ihnen dazu und hoffe, dass sie hier möglichst lange ihr Zuhause gefunden haben.« Die Räumlichkeiten seien sehr schön modernisiert worden. Er habe sich keine bessere Nachnutzung für das alte E-Werk in der Stadt vorstellen können. Das ehrenamtliche Engagement, das für die Renovierung und Modernisierung der Räumlichkeiten geleistet wurde, sei sehr anerkennenswert.

In den Räumen an der Klosterstraße 6 finden neben Sonntagsgottesdiensten mit verschiedenen Kinderbetreuungen auch weitere Veranstaltungen statt. So ist dort beispielsweise auch die Jugendarbeit »Oase Traunstein« untergebracht, in der sich konfessionsübergreifend Jugendliche regelmäßig zu Bibelarbeiten und Jugendgottesdiensten treffen. awi