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»Eure Zukunft ist bunt und zukunftsträchtig«

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Die Innungsbesten (vorne von links) Lukas Löffler, Tobias Högl, Ufuk Kapisiz, (Mitte von links) Dominik Pukropski und Lukas Baumgartner mit Prüfungsausschussvorsitzendem Michael Röling (hinten links) und Obermeister Klaus Freutsmiedl. (Foto: Wittenzellner)

Fachkräfte sind gesucht, gerade auch im Handwerk. Umso mehr konnten sich die ausgelernten Fachkräfte der Maler-Innung Traunstein und Fahrzeuglackierer der beiden Innungen Traunstein und Berchtesgadener Land über ihren ersten großen erfolgreichen Schritt in der Arbeitswelt freuen: Sie wurden im Alten Wirt in Seeon nach dreijähriger Lehrzeit zum Gesellen ernannt.


Wie traditionell im Handwerk üblich, wurden die Feierlichkeiten als Freisprechung durchgeführt – eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht und an der heute, wenn auch in abgewandelter Form, noch immer gemäß des Jahrhunderte alten Brauchs festgehalten wird. Obermeister Klaus Freutsmiedl dankte den Ausbildern in Schule, Bildungszentrum und den Betrieben und für die gute Zusammenarbeit im Prüfungsausschuss. »Wir dürfen nicht aufhören, Kinder und Jugendliche für das Handwerk zu interessieren«, sagte er an die Betriebs- und Firmenvertreter gerichtet. Die Abwanderungsbewegungen an die Industrie zu stoppen, sei ihm wichtig.

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Der Obermeister sah bei der zurückliegenden Prüfung bei den Durchschnittsergebnissen noch Luft nach oben. »Ich gratuliere euch zu eurer bestandenen Prüfung und zu eurem Durchhaltevermögen«, lobte er dennoch die erfolgreichen Gesellen und sah für sie gute Zukunftsperspektiven: »Das Malerhandwerk ist eure Chance auf eine gut bezahlte Arbeit. Eure Zukunft ist bunt, interessant und zukunftsträchtig.«

Matthias Vieweger, stellvertretender Schulleiter der Staatlichen Berufsschule I in Traunstein, ermutigte die jungen Gesellen, auch künftig an ihrer eigenen beruflichen Karriere zu arbeiten. »Nach der Ausbildung ist vor der nächsten Herausforderung«, blickte er für die jungen Gesellen nach vorne und empfahl ihnen, neue Herausforderungen zu suchen und weiter zu lernen.

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Johannes Haas würdigte das duale Ausbildungssystem, das ein »in aller Welt bewundertes, geniales System« sei. »Sie haben sich ein Ziel gesetzt und haben es durchgezogen bis zum erfolgreichen Ende«, freute sich Haas über die erfolgreichen Facharbeiter. Sie hätten einen schönen Beruf gewählt, der Gestaltungsmöglichkeiten ermögliche. Im Nachgang sprach der stellvertretende Kreishandwerksmeister die erfolgreichen Lehrlinge in einer kurzen und würdigen Zeremonie von den Pflichten des Lehrverhältnisses frei.

14 Teilnehmer, darunter zwei weibliche, traten bei der Gesellenprüfung Maler und Lackierer in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung zur Prüfung an, 12 davon mit Erfolg. Der Gesamtnotendurchschnitt lag bei 3,64. Prüfungsbester ist Jakob Hafner vom Ausbildungsbetrieb Scheck in Schleching. Bei den Praxisergebnissen überzeugte Lukas Löffler vom Malerfachbetrieb Hanisch in Siegsdorf als Prüfungsbester. Gute Ergebnisse erreichte unter anderem auch Tobias Högl vom Ausbildungsbetrieb Michael Röling in Traunstein. In der Winterprüfung überzeugte besonders Lukas Baumgartner von der Firma Epple in Waging.

Bei den Fahrzeuglackierern traten bei der Sommerprüfung 14 Teilnehmer an, davon eine Teilnehmerin. 12 legten die Prüfung erfolgreich ab, wobei der Notendurchschnitt bei 3,46 lag. Prüfungsbester ist Dominik Pukropski vom Ausbildungsbetrieb Osenstätter Kraftfahrzeuge in Traunstein. Bester in der Winterprüfung war Lehrzeitverkürzer Benedikt Weichenrieder vom Ausbildungsbetrieb Rinner in Bad Tölz.

Sechs Prüflinge, darunter eine Teilnehmerin, traten erfolgreich bei den Malerfachwerkern an. Mit 2,83 lag der Notendurchschnitt im vorderen Bereich. Prüfungsbester ist Ufuk Kapisiz vom Ausbildungsbetrieb Diakonisches Werk Rosenheim. Auch zwei Bauten- und Objektbeschichter bestanden ihre Prüfung.

Für den richtigen Ton bei der würdigen Feier sorgte das Akustik-Duo »Startklang« aus Traunstein. awi

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