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»Euer Wert ist unschätzbar!«

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Bei der Abschlussfeier der Mittelschule Chieming  wurden  die besten Absolventen besonders geehrt. Unser Bild zeigt (von links) die Klassenleiter Sabine Röhr, Wolfgang Kosak, die besonders erfolgreichen Schüler Luise-Marie Scheufele (Note 1,7), León Hermann (1,61) und Johanna Hofmann (1,66) sowie Rektor Alexander Fietz.

Chieming – An der Mittelschule Chieming wurden im Rahmen einer Feier die 20 Absolventen verabschiedet. Auf ihre Leistung dürfen die jungen Schulabgänger uneingeschränkt stolz sein, denn alle teilnehmenden Prüflinge schafften den »Qualifizierenden Mittelschulabschluss«. Einige sogar mit einer »Eins« vor dem Komma. León Hermann erreichte als bester Absolvent einen Schnitt von 1,61, gefolgt von Johanna Hofmann mit 1,66 und Luise-Marie Scheufele mit 1,7.


»Jeder hat etwas, das ihn antreibt, aber euer Wert ist unschätzbar!« Diese beiden Punkte thematisierte Rektor Alexander Fietz in seine Festansprache. Er sei dankbar, dass nach den Ereignissen – gemeint war der Busbrand bei der Schulabschlussfahrt – alle unversehrt und wohlbehalten an der Feier teilnehmen könnten und lobte die jungen Mittelschulabsolventen für ihre guten Leistungen. »Jeder von euch ist ein Prachtexemplar. Seid euch eures eigenen Wertes bewusst, und lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmen.«

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Auch Bürgermeister Benno Graf wünschte den jungen Schulabgängern »Mut, Ausdauer und Kraft für die Zukunft«, für einen Beruf, der Spaß machen soll. »Ihr habt eine tolle Leistung gebracht. Seid gut drauf und meistert eure Ausbildung. Traut euch etwas zu und seid ehrlich, hilfsbereit und respektvoll. Hört nie auf zu lernen, egal wie alt ihr seid.«

Konrektorin und Co-Klassenleiterin Sabine Röhr hatte mit ihren Schülern intensivst gelernt, gearbeitet, mit ihnen Spaß gehabt und gezittert – und hielt es in ihrer Ansprache mit der Relativität. Damit, dass die vergangenen Jahre »relativ hart« und von diversen Lehrerwechseln geprägt waren, und der Frust bisweilen auch »relativ groß«. Aber die »relativ vielen« Lehrer im Abschlussjahr hätten zu 100-prozentigem Erfolg geführt. Wie »relativ viele Dinge ganz schnell werden können«, habe die Abschlussfahrt gezeigt, der Schreck, die Sorge um Schüler und Kollegen beim Busbrand, aber auch die Freude über den glücklichen Ausgang, »weil ihr so gut reagiert und aufeinander geachtet habt.«

Auch Wolfgang Kosak, der nach den Osterferien die endgültige Klassenleitung übernahm, lobte »sein Team«. Mit Taktikbesprechungen und einem Trainingsplan haben sie versucht auf den Punkt genau fit zu sein wie die Profis bei der Tour de France und trotz einiger zwischenzeitlicher Ausreißer hätten sie ein überdurchschnittliches Ergebnis erreicht.

Für das Abschiedslied der 1.  Klasse unter Leitung von Gabriela Veil gab es nicht nur viel Beifall, sondern auch Tränen der Rührung. Die Neuntklässler hatten zu Beginn des Schuljahres die Patenschaften für die Schulanfänger übernommen, die sich nun mit einem Lied und kleinen, liebevoll gestalteten Geschenken dafür bedankten. Die Viertklässler wünschten mit Lehrerin Maria Adersberger den jungen Leuten »Viel Spaß bei der Arbeit und a guade G’sundheit«. Einen »Cup-Song« zum Mitsingen hatte sich die sechste Klasse ausgedacht.

Bei so viel Schülerengagement wollten auch die Lehrer nicht zurückstehen. Und so brachten Maria Adersberger und Doris Wagnerberger (Gesang), Anne Lüers (Klavier), Bernhard Hecht (Akkordeon) und Wolfgang Kosak (Klarinette) den Absolventen auch zwei »Standerl« dar. Doch auch die Schulabgänger nahmen aktiv an der Gestaltung des Rahmenprogramms teil, hatten ein Abschiedslied einstudiert, die Mädchen begeisterten mit zwei Tanzvorführungen, und Nicolas Mildner und Marcel Wolf beeindruckten mit einer Breakdance-Einlage.

Klassensprecherin Johanna Hofmann hielt eine kurzweilige Rückschau auf die vergangenen, bisweilen auch recht turbulenten Mittelschuljahre samt erlebnisreicher Abschlussfahrt in die Toskana, und auf die Schulzeit an sich. Viel Gaudi hätten sie gehabt, auch wenn sie es nicht immer leicht hatten und die Jahre von einigen Lehrerwechseln geprägt waren. Mit Hilfe von Sabine Röhr und Wolfgang Kosak hatten sie dann »einen Haufen Qualibücher durchgefieselt« und seien gut auf die Prüfungen vorbereitet gewesen. Ihr Dank galt im Namen der Klasse alle jenen, die sie durch diese Zeit bis zum Ende begleitet und unterstützt haben. Neben sehr persönlichen Abschiedsgeschenken für die Lehrkräfte, die sie auf ihrem Weg zum Abschluss begleitet hatten, gab es erstmalig sehr originelle Zeugnisse für die Lehrer mit Bemerkung und Noten, unter anderem in Fächern wie »Humor« und »Strafen«. om