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Etliche Straßen werden in diesem Jahr noch saniert

Waging am See. 200 000 Euro stehen im Haushaltsansatz der Marktgemeinde Waging am See heuer für den Straßenleichtausbau bereit. Folgende Straßen sollen in diesem Jahr saniert werden: Hausleiten – Unterstefling – Kleinscherzhausen, Otting – Sprinzenberg, Breitenloh und Schnöbling.


Der gemeindliche Bautechniker Franz Fenninger erstattete den Bauausschussmitgliedern über den derzeitigen Zustand des gemeindlichen Straßennetzes Bericht. Die Schadensfeststellungen waren bei zwei Besichtigungsfahrten zusammen mit Straßenreferent Matthias Schneider und Bauhofarbeiter Konrad Posch aufgenommen worden. Daraus hatten sich die Vorschläge ergeben, die vom Ausschuss grundsätzlich befürwortet worden sind.

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Die Kosten für die Straße von Hausleiten über Unterstefling nach Kleinscherzhausen betragen etwa 70 000 Euro, für die Strecke von Otting nach Sprinzenberg, die eventuell mit einer Ausweichstelle versehen wird, rund 50 000 Euro. Die anteiligen Kosten für eine Sanierung der Traunsteiner Straße am Bahnübergang bei Weidach werden sich auf etwa 20 000 Euro belaufen. Für Breitenloh rechnet man mit etwa 36 000 Euro, für die Straße in Schnöbling im Zuge des Kanalbaus mit etwa 20 000 Euro.

Kleinere Schadstellen können ausgebessert werden

Für die Verbindungsstraße Otting nach Sprinzenberg schlug Fenninger nach einer eventuellen Sanierung eine Sperrung auf 2,8 Tonnen vor, da die Hauptverbindungsstraße mittlerweile über Plosau nach Sprinzenberg geht. Kleinere Schadstellen, so Fenninger weiter, könnten zusätzlich im Rahmen des Haushaltsansatzes für den Straßenunterhalt bewältigt werden, unter anderem in Weidach an der Kurve bei Lenger, in Mittermühle und im Hägfeld.

Fenninger benannte noch weitere Straßen, wo größere Sanierungsmaßnahmen anstünden, die aber heuer nicht mehr berücksichtigt werden könnten: Ropferding – Forst, Hirschhalm – Mühlberg, Kammering – Fisching, Waging – Plosau (Plosauer Berg) sowie die Raiffeisenstraße in Otting.

Es wurde unter anderem gefragt, warum die Straße am Plosauer Berg so schnell verschleißt, obwohl sie erst vor einigen Jahren neu gebaut worden ist. Fenninger sagte dazu, dass die Gerbsäure bestimmter Laubbäume ein generelles Problem für jeden Asphaltbelag sei. Für den fortschreitenden Verschleiß der Fahrbahn sei dies aber keine ausreichende Begründung. Er habe deshalb heuer einige Bohrkerne wegen einer genaueren Analyse des eingebauten Asphalts ziehen lassen. Dritter Bürgermeister Christian Reiter sprach die Straße Kammering – Seeteufel an. Hier sei für Fußgänger und Radfahrer auf der freien Strecke ein stetes Gefährdungspotenzial gegeben. Hier sollte seines Erachtens baldmöglichst eine Verbesserung der Verhältnisse angestrebt werden.

Dazu sagte Bürgermeister Herbert Häusl, das Staatliche Bauamt habe seit einigen Jahren Planungen für eine neue Anbindung des Gebietes »Römerleiten« zur Staatsstraße in der Schublade. Nach Umsetzung dieser Planungen würde die jetzige Verbindung Kammering – Seeteufel ihre Verkehrsbedeutung weitgehend verlieren. Von daher müsse es sehr gut überlegt werden, ob man für eine Generalsanierung dieser Straße noch Mittel aufwenden solle. Wichtig sei, so Häusl, dass jede Maßnahme mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt werden müsste.

Finanzhilfen vom Freistaat?

Reiter regte auch an, die anstehenden Straßensanierungen nicht allein nach der Höhe des Haushaltsansatzes für den Straßenleichtausbau auszurichten. Hier sollte man ruhig besondere Straßenprojekte als eigene Maßnahmen im Haushalt berücksichtigen, eventuell auch die angesprochene Straßenverbindung Kammering – Seeteufel. Häusl räumte ein, dass die Gemeinde bei mittelfristigem Bestand dieser Straße Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer untersuchen müsste. Gemeinderätin Christine Rehrl schlug vor, die gesamte Straße auf 50 km/h zu beschränken.

Gemeinderat Hans Dandl erklärte, dass im Bereich seines Wohnhauses in Sterfling bei dem vorangegangenen Starkregen das Oberflächenwasser von der Straße massiv in sein Grundstück gelaufen sei. Seines Erachtens könnte die Entwässerungssituation relativ einfach optimiert werden. Er bat darum, diese Angelegenheit zu prüfen und eventuell bereits im Zuge der anstehenden Straßenleichtausbaumaßnahme im benachbarten Unterstefling Abhilfe zu schaffen.

Christian Reiter wies noch auf das Förderprogramm des Freistaates Bayern für hochwassergeschädigte Gemeinden bei der Wiederherstellung der Infrastruktur hin. Hier gebe es bis zu 80 Prozent Zuschussmittel. Die Gemeinde sollte prüfen, ob für die durch die Starkregenereignisse der vergangenen Wochen aufgetretenen Schäden ein Anspruch auf diese Finanzhilfen des Freistaates gegeben sei. he