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»Es war ein Jahr der Weichenstellungen«

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Grassau – Weitreichende Entscheidungen galt es im zu Ende gehenden Jahr zu treffen, darunter über das Schulhausprojekt mit Sanierung, Neu-und Umbau und Turnhallenneubau. In der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats zog Bürgermeister Rudi Jantke Bilanz. »Es war ein Jahr der Weichenstellungen«, betonte er und verwies auf die Neuordnung des Areals Gewerbepark.


Im Juni wurde die Generalsanierung der Schule, der barrierefreie Umbau, Neubau von Schulräumen und Bau einer 2,5-fach-Turnhalle beschlossen. Auch das erste Plankonzept für den Gewerbepark wurde dem Rat vorgestellt und für ein Bauleitverfahren für einen Baumarkt gestimmt. Zugestimmt wurde einem neuen Logistikzentrum der Firma Katek. Beschlossen wurden zudem die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs und auch die Errichtung einer Ampelanlage in Rottau.

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Endlich konnte auch für den Wertstoffhof ein Standort im Gewerbegebiet Eichelreut gefunden werden. Jankte schätzte, dass im Herbst 2017 der Wertstoffhof in Betrieb gehen wird.

»Nicht so gefallen« habe die Anordnung des Landratsamts zur vorläufigen Sicherung des Überschwemmungsgebiets am Tennbodenbach. Nachdem der Zustand des Bachs mehrfach kritisiert worden war, teilte Jantke nun mit, dass der Bach mittlerweile geräumt und die Böschung erweitert wurde. Optimal wäre ein Konzept, das einen weiteren Ausbau des Tennbodenbachs vorsehe. Neu war die Bekanntgabe, dass der Marktgemeinderat nun den Rückkauf des Grundstücks an der Mietenkamerstraße, ehemaliger Bereich Minigolfplatz, beschlossen habe.

Investitionen für Feuerwehren beschlossen

Auch viele weitere Projekte prägten das Jahr 2016, darunter das Planverfahren für die Erweiterung des Grassauer Feuerwehrhauses und der Grunderwerb für den Bau eines Feuerwehrhauses in Rottau. Lobend erwähnte Jantke das neue Bauhof-Funktionsgebäude, das die Angestellten größtenteils in Eigenregie erstellten. Der Grassauer Friedhof wurde mit einer Urnenwiesenanlage ergänzt und einige Nischengräber wurden in Urnengräber umgewandelt. In Rottau wurde die Urnenwand gebaut. Die Rottauer Trachtler wurden mit einem Zuschuss von 80 000 Euro für einen Anbau an den Vereinsstadel unterstützt.

Auch in den Nachwuchs wurde investiert. So wurde der Kinderspielplatz am Sportgelände mit neuen Spielgeräten für 19 000 Euro ausgestattet, das Spielplatzgrundstück an der Gänsbachstraße wurde für 28 000 Euro gekauft. Als gelungen bezeichnete Jantke die Gedenkstätte für den verstorbenen Ehrenbürger Professor Sawallisch vor der Musikschule, wie auch die Wiederaufstellung der Pestsäule in Reifing. Weiter erinnerte er an das Erscheinen des 10. Chronikbands über die Kirchengeschichte und den neuen Musikschulverbund mit sieben Gemeinden. Erfreulich entwickle sich zudem der Tourismus, der heuer ein Übernachtungsplus von 8,8 Prozent vorweisen könne.

Viel gab es 2016 zu feiern, darunter das 35-jährige Bestehen der Bücherei, 20 Jahre »Grassauer Volksmusiktage« wie auch 15 Jahre Bauernmarkt und 10 Jahre Biomassehof. Das Bayrische Staatsorchester war zu Gast, am Sportgelände waren neben der Deutschen Fußball-Frauennationalmannschaft einige namhafte Erstligisten zu Gast. Ein besonderes Ereignis war die Internationale Alpenwoche mit Feier zum 25-jährigen Bestehen der Alpenkonferenz, begleitet von einer Sonderausstellung im Klaushäusl und einer im Galerieraum.

Verbindlichkeiten unter einer Million Euro

Finanziell steht die Gemeinde ebenfalls gut da, so Jantke. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrug 1,8 Millionen Euro, die Rücklage konnte so auf 2,54 Millionen erhöht werden. Auch der Schuldenstand verringerte sich. Werden Schulden und Rücklage gegengerechnet, belaufen sich die Verbindlichkeiten der Gemeinde erstmals seit Längerem auf unter einer Million Euro. Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter dem Marktgemeinderat, der 16 Mal tagte und in den Ausschüssen und sonstigen Sitzungen insgesamt 38 Mal für die Gemeinde agierte. Tb