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»Es reißt nicht ab« – Andrang, aber kein großer Ansturm in Bau- und Gartenmärkten der Region

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Landkreis Traunstein: Andrang, aber kein großer Ansturm in Bau- und Gartenmärkten der Region
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Vorbildlich: Viele Kunden bei der BayWa in Traunreut trugen Masken und Gummihandschuhe. (Foto: Rasch)

Landkreis Traunstein – Nach einem Monat coronabedingter Zwangspause haben am Montag die Bau- und Gartenmärkte wieder ihre Türen geöffnet. Der ganz große Ansturm blieb zwar aus, wie eine kleine Umfrage des Traunsteiner Tagblatts in Traunstein und in Traunreut ergab, doch es herrschte durchgehend reger Geschäftsbetrieb.


Während bei manchen Bau- und Gartenmärkten in Bayern sich schon am Morgen vor der Öffnungszeit lange Schlangen bildeten, war es in unserer Region diesbezüglich ruhiger. Steffen Reuther, Filialleiter beim Hagebaumarkt Traunstein, berichtete, bei Geschäftsöffnung seien acht Leute vor der Tür gestanden, die man auch gleich einlassen konnte.

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Den ganzen Tag über habe man regen Kundenandrang gehabt, allerdings nie so stark, dass sich Warteschlangen gebildet hätten. Man dürfte etwa 160 Leute gleichzeitig in den Markt lassen, so viele seien es aber nie zeitgleich gewesen. Auch wenn es nicht der große Ansturm war, man merkte den Kunden an, dass sie froh sind, dass der Markt wieder geöffnet hat. »Die Leute wollen einkaufen«, hat Reuther beobachtet.

»Wir gehören zu den Glücklichen, die heute wieder aufmachen durften«, freute sich Andreas Fleischmann, Geschäftsführer bei »Büchele Garten und Wohnkultur«. Seine Beobachtung am ersten Verkaufstag nach der Zwangspause: Kein sehr großer Andrang, »aber es reißt nicht ab«. Um zu vermeiden, dass zu viele Kunden auf einmal kommen, gibt es bei Büchele die Vorschrift, dass jeder Kunde – egal wieviel er einkauft – einen Einkaufswagen benutzen muss. 56 Einkaufswägen stehen vor dem Geschäft, es gab am Montag vielleicht ein oder zwei Fälle, in denen Kunden kurz warten mussten, bis wieder ein Einkaufswagen frei wurde. Insgesamt gab es von Fleischmann Lob für die Kundschaft: Die Leute halten sich alle an die Vorschriften.

Ähnlich wie in Traunstein war es auch in Traunreut. Der Ansturm am Vormittag hielt sich jedoch in Grenzen und die Kunden verhielten sich sehr diszipliniert. »Bei uns musste kein Kunde anstehen«, sagte Helmut Birkmaier, Filialleiter des BayWa-Bau- und Gartenmarkts an der Trostberger Straße in Traunreut.

Birkmaier und seine Kollegen sind froh, dass der Markt wieder aufsperren konnte. Mussten doch in den vergangenen vier Wochen viele Pflanzen weggeworfen werden. »Die Bestellungen wurden zwar eingestellt, aber trotzdem mussten wir vor allem Schnellblüher wegwerfen«, so der Filialleiter. Die meisten Kunden waren am Montag in der Gartenbauabteilung zu Gange.

Den Beobachtungen nach waren 70 Prozent der Kunden in der Gartenabteilung und 30 Prozent im Baumarkt. Lobend äußerte sich Birkmaier über das disziplinierte Verhalten der Kunden. Die Kunden hätten zu 90 Prozent Schutzmasken getragen und großes Verständnis für die Auflagen gezeigt. »Wir haben nur 85 Leute in den Markt gelassen und es musste kein Kunde anstehen. Der Ablauf war spitze«, so der Filialleiter.

Ebenso wie im BayWa-Markt wurden auch den Kunden im Traunreuter Hagebaumarkt Einwegmasken angeboten. Doch dieses Angebot stieß auf wenig Resonanz: »50 Prozent der Kunden sind ohne Schutzmasken gekommen und haben auch das Angebot von uns nicht angenommen«, sagte die stellvertretende Filialleiterin, Winnie Bissen. Grundsätzlich hätten sich die Kunden aber sehr gesittet verhalten. Auch im Hagebaumarkt hielt sich der Ansturm in den Vormittagsstunden in Grenzen. Gegen Mittag sei dann richtig was los gewesen, so Bissen. ga/m

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