weather-image
23°

Es läuft was schief im Jugendtreff in Truchtlaching

0.0
0.0

Seeon-Seebruck – Der Truchtlachinger Jugendtreff macht Sommerpause. Geöffnet ist er zuvor noch am morgigen Samstag. Dann ist das Jugendzentrum im Keller des ehemaligen Molkereigebäudes bis einschließlich September geschlossen. Die verlängerte Pause hat ihre Gründe: Die Jugendlichen halten sich offenbar nicht an die Regeln und es fehle an Motivation, Verantwortung zu übernehmen. Darüber informierte der Jugendbeauftragte der Gemeinde, Sebastian Maier, den Gemeinderat.


Maier berief sich auf die Jahresversammlung des Förderkreises aktive Jugend, an der nur drei Jugendliche teilgenommen haben. Die Vorstandschaft des Förderkreises habe beklagt, dass der Betrieb durch die Jugendlichen, die sich selber organisieren, leider nur bedingt oder gar nicht funktioniere.

Anzeige

Es werde immer wieder gegen das Rauch- und Alkoholverbot verstoßen, und es seien auch Einrichtungsgegenstände beschädigt worden. Darüber hinaus würden sich auch Anwohner über Lärmbelästigung wegen zu lauter Musik beklagen. In den Augen des Jugendbeauftragten hat die Einrichtung nur eine Überlebenschance, wenn eine starke Hand dahinterstehe. Ideal wäre es, eine etwa 20-jährige Person zu gewinnen, die Erfahrungen auf dem Gebiet der Jugendarbeit mitbringe und sich auch etwas zu sagen traut. Er hoffe, so Maier, dass sich in den nächsten Monaten eine Lösung auftue und somit ein Neustart erfolgen könne.

Eine Auflösung der Einrichtung wäre nach Ansicht von Christine Eglseer (CSU) der falsche Weg. Die Probleme würden dadurch nur an einen anderen Treffpunkt verlagert.

Auch Bürgermeister Bernd Ruth plädierte dafür, den Jugendtreff nicht sterben zu lassen. »Die Einrichtung ist schon wichtig für die Jugendlichen; denn nicht alle jungen Leute gehen in Vereine.«

Das Projekt sei schon immer von Misstönen begleitet worden, sagte Sepp Daxenberger (CSU). Die aktuelle Situation zeige deutlich, dass sich die Jugendlichen nicht selber organisieren können. »Da wird Party gemacht, da geht es richtig rund.« Seiner Meinung nach könne es nur funktionieren, wenn die Eltern dahinterstehen.

Auch sein Fraktionskollege Michael Regnauer regte an, einen Aufruf zu starten und das Projekt mit den Eltern und der Gemeinde wieder auf die Beine zu stellen.

Die Tatsache, dass die Einrichtung nicht so angenommen wird, wie man sich das wünscht, liegt nach Ansicht des Dritten Bürgermeisters Andreas Dorn auch an den Bauwägen und Hütten, in den private Feten stattfänden und auch Alkohol konsumiert werde. Die Bauwagen- und Hüttenpartys würden nicht nur in Konkurrenz zu den Jugendtreffs stehen, sondern auch ein großes Problem darstellen, dem man grundsätzlich Einhalt gebieten müsse. ga