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»Es kommt Bewegung in die Angelegenheit«

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Wonneberg – Über konstruktive Gespräche mit Vertretern der Firma Geothermie Traunstein Projekt GmbH informierte Bürgermeister Martin Fenninger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. »Es kommt Bewegung in die Angelegenheit«, betonte das Gemeindeoberhaupt. Sollten sich Gemeinde und Unternehmen außergerichtlich einigen, könne im Frühjahr mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden, kündigte Fenninger an.


Wie berichtet, war die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Weibhausen und Selberting durch die geophysikalischen Untersuchungen der Geothermie Traunstein Projekt GmbH im Jahr 2012 auf der Suche nach geeigneten Erdwärme-Standorten arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine vernünftige Instandsetzung der Selbertinger Straße kostet rund 82 000 Euro; die Geothermie Traunstein Projekt GmbH wollte sich bisher aber lediglich mit 4700 Euro an diesen Kosten beteiligen. Das war der Gemeinde zu wenig. Sie hatte deshalb angekündigt, vor Gericht zu ziehen.

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Jetzt wollen beide Seiten versuchen, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. »Wenn die Haftpflichtversicherung der Geothermie Traunstein Projekt GmbH auf das Angebot von 18 700 Euro eingeht, könnten wir die Straße im Frühjahr asphaltieren«, berichtete der Bürgermeister. Bis Ende Januar soll der Sachverhalt abschließend geklärt sein. »Die Angelegenheit gehört ein für alle Mal abgeschlossen. Es wird höchste Zeit, dass die Verkehrssicherheit der Selbertinger Straße wieder hergestellt wird«, bekräftigte auch der Bürgermeister, der aber gleichzeitig noch einmal die Schwere der entstandenen Schäden deutlich machte.

Auf einer Länge von mehr als 550 Meter haben sich querwellige Verdrückungen gebildet, die bis zu vier Zentimeter tief sind. »Zunächst muss eine Ausgleichsschicht aufgetragen werden. Erst dann kann neu asphaltiert werden«, erläuterte Fenninger. Dadurch würden deutlich mehr Banquette-Kies und Humus zum Auffüllen benötigt als bei üblichen Straßenausbesserungen. Können sich Gemeinde und Unternehmen letztlich nicht annähern, wird sich das Landgericht mit der Angelegenheit befassen müssen. Bei einem Ortstermin würde dann zunächst ein Sachverständiger die Straße begutachten und feststellen, welche Schäden bei den Geothermie-Untersuchungen zusätzlich verursacht wurden. »Dies würde die Asphaltierungsarbeiten aber nur noch weiter hinauszögern«, so Fenninger. mia

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